Stefan Hirschauer
Biographic Data
| ID | 167488 |
|---|---|
| NAME | Stefan Hirschauer |
| GIVEN NAMES | Stefan |
| FAMILY NAME | Hirschauer |
| SIGNATURE | HIRSCHAUER S |
| AFFILIATIONS | Johannes Gutenberg University Mainz |
| ORCID | 0000-0001-7678-150X |
| VERIFIED | Yes |
| TOTAL WORKS | 59 |
| TOTAL CITATIONS | 366 |
| AUTHOR COUNT | 57 |
| EDITOR COUNT | 2 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1989 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2024 |
| H-INDEX | 10 |
Rassifizierende Humandifferenzierung. Ein Plädoyer für spezifizierende Vergleiche statt ethno–zentrischer Subsumtion
Loic Wacquant ist zuzustimmen, dass „Rassen“ für die Soziologie nur eine ethnosoziologische Kategorie einer rassifizierenden Praxis sein können und dass international gebräuchliche Begriffe von Race implizit auf einem ethnozentrischen Begriff der US-Gesellschaft beruhen. Dort wird Race freilich auch von den Dominierten substanzialisiert und essenzialisiert. Für den konzeptuellen Rassismus ist eine Reifikationsallianz sozialer Bewegungen und kriti…
Leitunterscheidungen pandemischer Humandifferenzierung. Eine Chronik
Der Aufsatz untersucht die Corona-Pandemie in der Theorieperspektive der Humandifferenzierung. Er stellt im Format einer Chronik den zeitgeschichtlichen Wandel der Leitunterscheidungen und sprachlichen Kategorien für Menschen dar, die sich im Verlauf von drei Jahren der Pandemie etablierten. Im Zentrum des Interesses steht der Übergang von der Differenzierung Infizierter und Nicht-Infizierter (d. h. Gefährder und Gefährdeter) zu jener von Geimpft…
Telling People Apart
Alongside subsystems, classes, and types of socials relations, societies differentiate between categories of their personnel, referring to their age, sex, 'race,' (dis)ability, performance, geographic and social origin, sexual preference, religious conviction, profession, and so on. This article outlines a theory of human differentiation with the aim of viewing processes leading to reified memberships of human categories in an encompassing compar…
Theoretische Ethnografie
Lonesome Agnes
Humandifferenzierung
Das Konzept der Humandifferenzierung bezeichnet einen Forschungsansatz zu der Frage, wie Menschen sich unterscheiden: sowohl voneinander als auch von nicht-menschlichen Entitäten wie Tieren und Artefakten. Die kulturelle Differenzierung von Menschen läuft zeitgleich in verschiedenen Sinnschichten des Kulturellen ab: Sie wird perzeptiv durch kognitive Schemata vollzogen, sprachlich durch Lexeme, Redewendungen und grammatische Strukturen, diskursiv…
Un/Doing Differences. The Contingency of Social Affiliations
3 Un/Doing Differences. The Contingency of Social Affiliations55
Viral irritierte Sozialität. Ein theoretisches Zwischenfazit der Corona-Pandemie
Der Beitrag skizziert Grundlinien einer Theorie pandemischer Humandifferenzierung. Bestimmend für Pandemien, so seine These, ist eine massive Verunsicherung über die Kategorisierung von Menschen als Gefährder oder Gefährdete, auf die die Gesellschaft mit einer drastischen Reorganisation von Räumen reagiert. Pandemische Humandifferenzierung beginnt mit der medizinischen Identifizierung und kulturellen Imagination eines mikrobiologischen Mitspieler…
Humandifferenzierung. Disziplinäre Perspektiven und transdisziplinäre Anschlüsse
Menschen unterscheiden. Grundlinien einer Theorie der Humandifferenzierung
Dieser Aufsatz entwickelt ein analytisches Vokabular für die Erforschung von Prozessen der Humandifferenzierung – einer Form kultureller Differenzierung, die neben Formen sozialer und gesellschaftlicher Differenzierung wirkt und ihre Ansatzpunkte in unterstellten ‚Eigenschaften‘ von Menschen findet. Der Beitrag unterscheidet verschiedene Stufen der Humandifferenzierung: zunächst die elementaren Prozesse der vorsprachlichen Unterscheidung, der Kat…
Pandemische Humandifferenzierung
Stefan Hirschauer betrachtet die Folgen der Pandemie für die mikrosozialen Routinen der Kategorisierung von Menschen. Das Virus ist ein ontologisch ambiguer (unlebendig/untoter) Mitspieler sozialer Prozesse, der einige gesellschaftliche Routinen der Unterscheidung zwischen Menschen revitalisiert, andere neue etabliert hat. Pandemisch ist eine Form der Humandifferenzierung, die einerseits eine medizinspezifische Unterscheidung von Infizierten und …
Ethnografie
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Undoing Differences Revisited
Der Beitrag nimmt einen Blick zurück nach vorn auf das Konzept des Undoing Differences. Er soll im Sinne eines theoretischen Zwischenfazits den Nutzen und die Grenzen des Konzepts bestimmen und es in eine neue Reihe von Konzepten eintragen, mit denen sich die Negation und die Indifferenz von Humandifferenzierungen soziologisch erschließen lassen. Der Aufsatz begegnet der (inter)aktionistischen Reichweitenlimitierung des Konzeptes mit seiner Einor…
Urteilen unter Beobachtung
Von der Notwendigkeit ansatzübergreifender Gütekriterien. Eine Replik auf Paul Eisewicht und Tilo Grenz
Der Beitrag greift zentrale Einwände von Eisewicht und Grenz (2018) auf und verweist gegenüber dem Vorhalt eines unvollständig rezipierten Forschungsstandes auf einen anderen, in der Erfahrung praktischer Begutachtungsprozesse basierten Zugang zum Thema. Gegenüber der Befürchtung exkludierender Wirkungen der von uns postulierten Gütekriterien macht die Replik geltend, dass diese gerade angesichts der Vielfalt qualitativer Ansätze explizit ansatzü…
Wem fehlt‘s hier an Distanz? Über Gender Studies als Beruf
This reply shares the standard set by the discussants that sociological observation – especially in Gender Studies – makes considerable demands with regard to perspective. However, the reply contests that the discussed paper lacks a tolerance of inequality or is politically predetermined. Indeed, in contrast, it is argued that Luhmann’s difference-theoretical thinking lacks empirical specificity and that data gathered in private settings make hig…
Mein Bauch gehört uns. Gynisierung und Symmetrisierung der Elternschaft bei schwangeren Paaren
Der Beitrag sucht nach neuen Konzepten und sozialen Mechanismen zur Erklärung der Retraditionalisierung von Paarbeziehungen in der Familiengründung und berichtet zentrale Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Paardynamik während der Schwangerschaft. Er identifiziert u. a. berufs- und familienbiografische Pfadabhängigkeiten sowie stille weibliche Besetzungen und männliche Delegationen von Elternschaft. Als ein Schlüsselmechanismus erweist sich …
Gütekriterien qualitativer Sozialforschung. Ein Diskussionsanstoß
Der Beitrag expliziert Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung. Er geht von der Prämisse aus, dass Qualitätsmerkmale in diesem Segment empirischer Sozialforschung nur unter konsequentem Rekurs auf die spezifischen Funktionsbedingungen interpretativer und rekonstruktiver Verfahren zu bestimmen sind. Fünf Kriterien werden vorgeschlagen: Gegenstandsangemessen ist eine Weise der Herstellung des Forschungsgegenstandes, die das empirische Feld e…
Gender (In)Difference in Gender (Un)Equal Couples. Intimate Dyads Between Gender Nostalgia and Post Genderism
Die soziale Konstruktion der Transsexualität
Die soziale Fortpflanzung der Zweigeschlechtlichkeit
Das Vergessen des Geschlechts
Die soziale Konstruktion der Transsexualität
Die Befremdung der eigenen Kultur
Praktiken und ihre Körper. Über materielle Partizipanden des Tuns
The Manufacture of Bodies in Surgery
This paper presents an ethnographic account of surgical operations as encounters of two disciplined bodies — a parcelled `patient-body', and an aggregated `surgeon-body'. It describes the practices of making bodies operable, of cooperating and of creating anatomical visibility by means of highly skilled manipulations and optical technology. The discussion relates features of surgical practice to two issues raised in science studies: (1) Ritual as…
Gütekriterien qualitativer Sozialforschung. Ein Diskussionsanstoß
Der Beitrag expliziert Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung. Er geht von der Prämisse aus, dass Qualitätsmerkmale in diesem Segment empirischer Sozialforschung nur unter konsequentem Rekurs auf die spezifischen Funktionsbedingungen interpretativer und rekonstruktiver Verfahren zu bestimmen sind. Fünf Kriterien werden vorgeschlagen: Gegenstandsangemessen ist eine Weise der Herstellung des Forschungsgegenstandes, die das empirische Feld e…
Un/doing Differences. Die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten / Un/doing Differences. The Contingency of Social Belonging
Der Aufsatz entwickelt einen analytischen Rahmen für vergleichende Forschungen zur Herstellung, Überlagerung und Außerkraftsetzung kultureller Differenzierungen von Menschen - für das ‚doingʻ und ‚undoingʻ sozialer Zugehörigkeiten. Er diskutiert allgemeine Aspekte von Humankategorisierungen, das Konzept des ‚boundary making ʻ sowie Ansätze zum Denken von Mehrfachzugehörigkeiten (Intersektionalität, Differenzierungstheorie und multikulturelle Hybr…
Puttings things into words. Ethnographic description and the silence of the social
On Doing Being a Stranger
The article takes on a less developed aspect of the sociology of the stranger: the normalized non‐relations people in urban settings establish in their effort to stay strangers for one another. How is their “civil inattention” accomplished in practice ? What is the social orderliness of “asocial” relations? In order to answer these questions the article uses the elevator as a sociological research instrument allowing for a highly detailed investi…
Ethnografisches Schreiben und die Schweigsamkeit des Sozialen / Ethnographic Writing and the Silence of the Social
Der Aufsatz behandelt ein zentrales Problem der Methodologie der Ethnografie. Er expliziert die Beschreibung als eine elementare soziologische Kulturtechnik. Im Vordergrund steht dabei, deren zentrales Bezugsproblem herauszuarbeiten: die Versprachlichung der ‚schweigsamen‘ Dimension des Sozialen. Das ethnografische Schreiben wird zunächst als ein Dokumentationsverfahren eingeführt, das durch avanciertere Aufzeichnungstechniken der qualitativen So…
Die interaktive Konstruktion von Geschlechtszugehörigkeit
Mit einer ethnographischen Feldstudie wurde die interaktive Hervorbringung ‚offensichtlicher‘ und ‚natürlicher‘ Geschlechtszugehörigkeit untersucht. Einen Zugang hierzu bot die Irritation von Verhaltensund Wahrnehmungsroutinen bei Transsexuellen und bei in ihren Geschlechtswechsel involvierten Teilnehmern. Anhand von Gesprächstranskripten wird die kunstvolle Darstellung- und Attributionspraxis in der alltäglichen Geschlechtsunterscheidung beschri…
Towards a Methodology of Investigations into the Strangeness of One's Own Culture
Shifting Sexes, Moving Stories
How can constructivism and feminism inform and strengthen one another? The author of this text is a constructivist-feminist hermaphrodite, and so s/he addresses this question in the form of an inner dialogue. Instead of taking sex as a characteristic of individuals, s/he analyzes it as something performed locally in ways that vary from one situation to another. Investigating these performances offers constructivism an interesting theoretical oppo…
Un/doing differences
Kulturelle Wirklichkeiten werden durch sinnhafte Unterscheidungen aufgebaut. Die sozial folgenreichsten sind die, mit denen sich die Unterscheider selbst voneinander unterscheiden: die Praktiken der Humandifferenzierung. Sie ereignen sich im Zuge der fortschreitenden Differenzierung und Individualisierung der Gegenwartsgesellschaft in einer bislang unbekannten Vielfalt, Vermischung und situativen Kontingenz. Dabei konkurrieren Kategorisierungen d…
Peer Review Verfahren auf dem Prüfstand / Peer Review Research – Reviewed
Der Aufsatz bietet einen Überblick über die Hauptfelder der Peer Review Forschung, also jenes Segments der Wissenschaftsforschung, das sich mit dem zentralen Evaluationsverfahren wissenschaftlicher Praxis befasst. Er kommt zu einem kritischen Befund: Die Peer Review Forschung ist auf verquere Weise in eben die Evaluationspraxis verstrickt, die sie doch professionell beobachten müsste. Der Grund ist ein Mangel an soziologischer Durchdringung des G…
How Editors Decide. Oral Communication in Journal Peer Review
Menschen unterscheiden. Grundlinien einer Theorie der Humandifferenzierung
Dieser Aufsatz entwickelt ein analytisches Vokabular für die Erforschung von Prozessen der Humandifferenzierung – einer Form kultureller Differenzierung, die neben Formen sozialer und gesellschaftlicher Differenzierung wirkt und ihre Ansatzpunkte in unterstellten ‚Eigenschaften‘ von Menschen findet. Der Beitrag unterscheidet verschiedene Stufen der Humandifferenzierung: zunächst die elementaren Prozesse der vorsprachlichen Unterscheidung, der Kat…
Telling People Apart
Alongside subsystems, classes, and types of socials relations, societies differentiate between categories of their personnel, referring to their age, sex, 'race,' (dis)ability, performance, geographic and social origin, sexual preference, religious conviction, profession, and so on. This article outlines a theory of human differentiation with the aim of viewing processes leading to reified memberships of human categories in an encompassing compar…
Judith, Niklas und das Dritte der Geschlechterdifferenz
Der Beitrag diskutiert die Konzepte des doing und undoing gender. Zunächst rekonstruiert er den methodologischen Sinn der Rede von ‚doing‘ X, die Folgeprobleme und Radikalitätsverluste des doing gender sowie dessen soziologische Ergänzungsbedürftigkeit um das Konzept des ‚undoing gender‘. Anschließend betrachtet er das Verhältnis von Mikround Makrotheorien in den Gender Studies. Dort wird der Reichweitenlimitierung des (un)doing gender-Theorems o…
Undoing Differences Revisited
Der Beitrag nimmt einen Blick zurück nach vorn auf das Konzept des Undoing Differences. Er soll im Sinne eines theoretischen Zwischenfazits den Nutzen und die Grenzen des Konzepts bestimmen und es in eine neue Reihe von Konzepten eintragen, mit denen sich die Negation und die Indifferenz von Humandifferenzierungen soziologisch erschließen lassen. Der Aufsatz begegnet der (inter)aktionistischen Reichweitenlimitierung des Konzeptes mit seiner Einor…
Soziologie der Schwangerschaft
Eine Soziologie der Schwangerschaft gibt es nicht. Dieses Buch will sie ins Leben rufen. Es begreift das Schwangersein als einen grundlegenden sozialen Prozess: als eine kommunikative Tatsache, die festgestellt wird und sich herumspricht, als Beziehungsgeflecht zwischen Ungeborenen, Austragenden, Ko-Schwangeren und Publikum, sowie als kollektiven Erwartungszustand, in den Frauen durch eine soziale Schwängerung hineingeraten. Das Buch verfolgt die…
Animated Corpses
Plastinates' (i.e. corpses conserved through plastics) are lab created artifacts which since the nineties have been the subject of a cultural field experiment via an anatomical exhibition. Similarly to brain-dead or digitalized bodies, they constitute an ambiguous form of post-mortem existence. The article inquires after the ways in which the ontological status of these entities is constituted through the practices of body donors, anatomists and …
Dekonstruktion und Rekonstruktion
Mein Bauch gehört uns. Gynisierung und Symmetrisierung der Elternschaft bei schwangeren Paaren
Der Beitrag sucht nach neuen Konzepten und sozialen Mechanismen zur Erklärung der Retraditionalisierung von Paarbeziehungen in der Familiengründung und berichtet zentrale Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Paardynamik während der Schwangerschaft. Er identifiziert u. a. berufs- und familienbiografische Pfadabhängigkeiten sowie stille weibliche Besetzungen und männliche Delegationen von Elternschaft. Als ein Schlüsselmechanismus erweist sich …
Endlich vereint? Über Quantizentrismus und Assimilation an die Leitkultur der ‚Befragung
Der Diskriminierungsdiskurs und das Kavaliersmodell universitärer Frauenförderung
SozW Soziale Welt , Seite 119 - 136
Die interaktive Konstruktion von Geschlechtszugehörigkeit
Mit einer ethnographischen Feldstudie wurde die interaktive Hervorbringung ‚offensichtlicher‘ und ‚natürlicher‘ Geschlechtszugehörigkeit untersucht. Einen Zugang hierzu bot die Irritation von Verhaltensund Wahrnehmungsroutinen bei Transsexuellen und bei in ihren Geschlechtswechsel involvierten Teilnehmern. Anhand von Gesprächstranskripten wird die kunstvolle Darstellung- und Attributionspraxis in der alltäglichen Geschlechtsunterscheidung beschri…
The Manufacture of Bodies in Surgery
This paper presents an ethnographic account of surgical operations as encounters of two disciplined bodies — a parcelled `patient-body', and an aggregated `surgeon-body'. It describes the practices of making bodies operable, of cooperating and of creating anatomical visibility by means of highly skilled manipulations and optical technology. The discussion relates features of surgical practice to two issues raised in science studies: (1) Ritual as…
Dekonstruktion und Rekonstruktion
Towards a Methodology of Investigations into the Strangeness of One's Own Culture
Shifting Sexes, Moving Stories
How can constructivism and feminism inform and strengthen one another? The author of this text is a constructivist-feminist hermaphrodite, and so s/he addresses this question in the form of an inner dialogue. Instead of taking sex as a characteristic of individuals, s/he analyzes it as something performed locally in ways that vary from one situation to another. Investigating these performances offers constructivism an interesting theoretical oppo…
Uwe Flick, Ernst von Kardorff und Ines Steinke (Hg.)
Ethnografisches Schreiben und die Schweigsamkeit des Sozialen / Ethnographic Writing and the Silence of the Social
Der Aufsatz behandelt ein zentrales Problem der Methodologie der Ethnografie. Er expliziert die Beschreibung als eine elementare soziologische Kulturtechnik. Im Vordergrund steht dabei, deren zentrales Bezugsproblem herauszuarbeiten: die Versprachlichung der ‚schweigsamen‘ Dimension des Sozialen. Das ethnografische Schreiben wird zunächst als ein Dokumentationsverfahren eingeführt, das durch avanciertere Aufzeichnungstechniken der qualitativen So…
Willkommen im Club! Eine Anregung zu mehr Kontingenzfreudigkeit in der qualitativen Sozialforschung – Kommentar zu A. Nassehi und I. Saake in ZfS 1/2002 / Welcome to the Club! A Plea for Even More Con…
Article Willkommen im Club! Eine Anregung zu mehr Kontingenzfreudigkeit in der qualitativen Sozialforschung – Kommentar zu A. Nassehi und I. Saake in ZfS 1/2002 / Welcome to the Club! A Plea for Even More Contingency in Qualitative Research (Comment on Nassehi and Saake in ZfS 1/2002) was published on August 1, 2002 in the journal Zeitschrift für Soziologie (volume 31, issue 4)
Endlich fokussiert? Weder ,Ethno‘ noch ‚Graphie
Praktiken und ihre Körper. Über materielle Partizipanden des Tuns
Peer Review Verfahren auf dem Prüfstand / Peer Review Research – Reviewed
Der Aufsatz bietet einen Überblick über die Hauptfelder der Peer Review Forschung, also jenes Segments der Wissenschaftsforschung, das sich mit dem zentralen Evaluationsverfahren wissenschaftlicher Praxis befasst. Er kommt zu einem kritischen Befund: Die Peer Review Forschung ist auf verquere Weise in eben die Evaluationspraxis verstrickt, die sie doch professionell beobachten müsste. Der Grund ist ein Mangel an soziologischer Durchdringung des G…
Publizierte Fachurteile. Lektüre und Bewertungspraxis im Peer Review
Der Aufsatz untersucht einen Ausschnitt der informellen fachlichen Kommunikation unterhalb der Publikationsschwelle. Er fragt, welche Sozialität in einem Fachurteil steckt. Zwei Komplexe lassen sich identifizieren. 1. In einem Urteil überschneiden sich drei soziale Kreise: Neben der Bindung an ihre intellektuellen Herkunftsmilieus, die Lesern eine gewisse Voreinstellung gegenüber allen Texten gibt, findet sich zum einen ein in der lesenden Ausein…
On Doing Being a Stranger
The article takes on a less developed aspect of the sociology of the stranger: the normalized non‐relations people in urban settings establish in their effort to stay strangers for one another. How is their “civil inattention” accomplished in practice ? What is the social orderliness of “asocial” relations? In order to answer these questions the article uses the elevator as a sociological research instrument allowing for a highly detailed investi…
Animated Corpses
Plastinates' (i.e. corpses conserved through plastics) are lab created artifacts which since the nineties have been the subject of a cultural field experiment via an anatomical exhibition. Similarly to brain-dead or digitalized bodies, they constitute an ambiguous form of post-mortem existence. The article inquires after the ways in which the ontological status of these entities is constituted through the practices of body donors, anatomists and …
Puttings things into words. Ethnographic description and the silence of the social
Theoretische Empirie
Die Exotisierung des Eigenen. Kultursoziologie in ethnografischer Einstellung
Der Ausdruck ‚Kultursoziologie’ lässt sich auf eine Weise missverstehen, die die Aufteilung unseres Faches in Spezielle Soziologien nahe legt. Bekanntlich versteht sich die Soziologie als allgemeine Wissenschaft vom Sozialen, die nicht so stark spezialisiert ist wie Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft, sondern die Erziehung, die Politik, die Wirtschaft und vieles andere als gesellschaftliche Teilbereiche betra…
Ethnografie
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Geschlechts(in)differenz in geschlechts(un)gleichen Paaren.
Ethnografie
How Editors Decide. Oral Communication in Journal Peer Review
Soziologie der Schwangerschaft
Eine Soziologie der Schwangerschaft gibt es nicht. Dieses Buch will sie ins Leben rufen. Es begreift das Schwangersein als einen grundlegenden sozialen Prozess: als eine kommunikative Tatsache, die festgestellt wird und sich herumspricht, als Beziehungsgeflecht zwischen Ungeborenen, Austragenden, Ko-Schwangeren und Publikum, sowie als kollektiven Erwartungszustand, in den Frauen durch eine soziale Schwängerung hineingeraten. Das Buch verfolgt die…
Un/doing Differences. Die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten / Un/doing Differences. The Contingency of Social Belonging
Der Aufsatz entwickelt einen analytischen Rahmen für vergleichende Forschungen zur Herstellung, Überlagerung und Außerkraftsetzung kultureller Differenzierungen von Menschen - für das ‚doingʻ und ‚undoingʻ sozialer Zugehörigkeiten. Er diskutiert allgemeine Aspekte von Humankategorisierungen, das Konzept des ‚boundary making ʻ sowie Ansätze zum Denken von Mehrfachzugehörigkeiten (Intersektionalität, Differenzierungstheorie und multikulturelle Hybr…
Ethnografie
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Ethnografie
Philosophy (37 works) · Sociology and Education Studies (36 works) · Political science (22 works) · Humanities (20 works) · Philosophy (18 works) · Sociology (15 works) · Epistemology (12 works) · Psychology (12 works) · Art (10 works) · German Social Sciences and History (9 works)