Hegemoniale Männlichkeiten‘ alsnarrative Distinktionspraxis im Wissenschaftsspiel
Wissenschaftssoziologische Perspektiven auf historische technikwissenschaftliche Erzählungen
Bibliographic Data
| ID | 8098685 |
|---|---|
| Authors | Tanja Paulitz (0000-0001-8847-4646, University of Graz, corresponding author) |
| Year | 2012 |
| Volume | 37 |
| Issue | 1 |
| Pages | 45-64 |
| Publication date | 2012-03-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Österreichische Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1011-0070 • E-ISSN: 1862-2585 |
| Publisher | Springer VS (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/s11614-012-0013-y |
| OpenAlex | W2429699486 |
| Language | DE |
| Citations received | 4 |
| References cited | 26 |
Der Artikel diskutiert theoretisch und methodisch die Analyse narrativer Konstruktionen von Geschlecht aus wissenschaftssoziologischer Perspektive. Er versteht sich als Beitrag zu einer Erweiterung der Diskursforschung durch Impulse aus der Praxistheorie und so zur Untersuchung wissenschaftlicher Narrative als routinisierte ‚strategische Fiktionen‘ im Kontext geschlechtlich codierter Grenzziehungsarbeit (boundary work). Zusätzlich knüpft der Artikel an neuere Debatten zum Konzept ‚hegemonialer Männlichkeit‘ als generatives Prinzip an und interessiert sich für Praktiken, im Zuge derer multiple, komplexe und kontext-spezifische Versionen hegemonialer Männlichkeit entworfen werden, und zwar als Resultat diskursiver Kämpfe und auch als Ergebnis des Wettbewerbs unter Männern. Die empirische Untersuchung von Narrativen rekonstruiert folglich Praktiken der symbolischen Distinktion und Situierung von vergeschlechtlichten Akteuren im sozialen Feld der Wissenschaft. Dies wird am Beispiel der Professionalisierung der modernen Technikwissenschaften im deutschsprachigen Raum in der Zeit von den 1870er Jahren bis zur Jahrhundertwende illustriert. In ihren Schriften entwarfen die Technikwissenschaftler anfangs den ‚Maschinenwissenschaftler‘ als neutralisierte Position wissenschaftlicher Objektivität mit Hilfe eines Fortschrittsnarrativs. Später löste der ‚Mann der Tat‘ das vorherige Konzept ab. Mit Hilfe eines Ursprungsnarrativs wurde nun technische Kompetenz naturalisiert und als besondere Gabe der Geschlechtsnatur des Mannes verstanden. Beide Narrative werden als je spezifische Art und Weise der Herstellung von Männlichkeit gedeutet, mit denen Ingenieure jeweils für eine dominante Position im Wissenschaftsspiel kämpften, nicht nur in Bezug auf Frauen, sondern auch in Bezug auf andere soziale Gruppen von Männern
Art · Humanities · Political science · Arts, Culture, and Music Studies · European history and politics · Sociology and Education Studies
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| Unique citing works | 4 |
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| Citations per year | 0,44 |
| Citation span | 2017 - 2026 (10) |
| Citation velocity | current |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |