Brutstätten posttraditionaler Vergemeinschaftung
Datos Bibliográficos
| ID | 20059540 |
|---|---|
| Autores | Ronald Hitzler (autor de correspondencia) |
| Año | 2009 |
| Páginas | 55-72 |
| Fecha de publicación | 2009-01-08 |
| Peer Reviewed | Sí |
| Open Access | No |
| Tipo | CHAPTER |
| Revista | Posttraditionale Gemeinschaften (SOURCE_BOOK) |
| Editorial | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-91780-1_3 |
| OpenAlex | W70093226 |
| ISBN | 9783531917801 |
| Idioma | EN |
| Citas recibidas | 9 |
| Referencias citadas | 20 |
Unsere Gesellschaft ist durch Entwicklungen gepragt, die wir mit Begriffen wie „Sakularisierung“, „Pluralisierung“, „Individualisierung“ und (neuerdings) „Globalisierung“ bzw. „Neo-Liberalisierung“ zu fassen versuchen. Viele Menschen empfinden diese Gesellschaft als „kalt“. Auf der Suche nach einem „warmenden“ Miteinander (vgl. Gebhardt 1999) treffen sie zunehmend (auch) auf Gemeinschaftsformen, die ihnen sowohl ein Hochstmas an individueller Freiheit als auch ein attraktives Zusammensein mit gleichgesinnten anderen versprechen. Der entscheidende Unterschied dieser auf die genannten (und andere) Modernisierungseffekte gleichsam ‚antwortenden‘ Vergemeinschaftungsangebote gegenuber herkommlichen Gesellungsformen besteht im Wesentlichen namlich darin, dass die Teilhabe an ihnen nicht mit den in traditionalen und traditionellen Gemeinschaften ublichen Bindungen und Verpflichtungen einhergeht. Diese mithin andersartige, eben posttraditionale Form der Vergemeinschaftung resultiert vielmehr daraus, dass jeder einzelne „Interessent“ und „Partizipant“ (immer wieder aufs Neue) zur Teilhabe verfuhrt wird (vgl. Hitzler 1998 und 1999; Hitzler/Pfadenhauer 1998). Da sie somit lediglich in der zufalligen und zeitweisen Ubereinstimmung von Neigungen, Vorlieben, Leidenschaften und bestimmten, als „richtig“ angesehenen Verhaltensweisen grunden, ist die Bindekraft solcher posttraditionaler Gemeinschaften in aller Regel auch entsprechend labil. Gleichwohl scheinen sie denen, die an ihnen teilhaben, so etwas zu bieten wie eine — zumindest situative — ‚Kuhstallwarme‘. Einige Varianten derartiger Vergemeinschaftungen, wie sie sich insbesondere seit den 1980er Jahren entwickeln, werden als „Szenen“ bezeichnet
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| Obras citantes distintas | 9 |
|---|---|
| Citas por año | 0,56 |
| Intervalo de citas | 2010 - 2020 (11) |
| Velocidad de citación | historical |
| Altamente citado | No |
| Tipos de cita | Neutras: 9 |