Chancen für persönliche Autonomie — Ideengeschichtliche Überlegungen zu Max Webers Begriff der innerweltlichen Askese
Datos Bibliográficos
| ID | 20074399 |
|---|---|
| Autores | Gerwulf Singer (autor de correspondencia) |
| Año | 2004 |
| Páginas | 309-330 |
| Fecha de publicación | 2004-01-01 |
| Peer Reviewed | Sí |
| Open Access | No |
| Tipo | CHAPTER |
| Revista | Kritische Empirie (SOURCE_BOOK) |
| Editorial | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-80500-3_16 |
| OpenAlex | W2265753016 |
| ISBN | 9783322805003 |
| Idioma | DE |
| Referencias citadas | 15 |
Wer Max Webers Studien zur historischen Religionssoziologie aufmerksam verfolgt, gewinnt den Eindruck, die operativen Strukturen der mittelalterlichen Kirche (im Besonderen deren Amts- und Anstaltsbegriff sowie das kanonische Recht) seien wesentliche Voraussetzungen der Moderne gewesen, doch habe die Semantik der „Sakramentsversittlichung“(Ernst Troeltsch) die gesinnungsethische Systematisierung des individuellen Verhältnisses zwischen einem überweltlichen Schöpfergott und dem Menschen und damit die Idee der persönlichen Autonomie eher verhindert. Erst die Reformation habe den im Christentum angelegten absoluten Individualismus zur Geltung gebracht — eine Auffassung, die auch der Theologe Troeltsch vertritt (1994: 622ff.), dessen Studie über die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen von Weber teilweise beeinflusst ist, ihn aber wiederum nicht unerheblich geprägt hat (Schluchter 1998: 317). Wolfgang Schluchters modalanalytische Deutung des Weberschen Entwicklungsbegriffs legt nahe, Weber begreife das okzi-dentale Weltbild nur als Möglichkeitshorizont, der — mit Blick auf die Autonomie-Idee — erst in der Reformation ausgeschöpft worden sei. Indes trifft dies nur insoweit zu, als die operative Nutzimg von Chancen gemeint ist; die Autonomie-Semantik jedoch verfugt über eine sehr viel längere Entwicklungsgeschichte. Webers innerweltliche Askese als Ausdruck reformatorischer und moderner Individualität stellt in diesem Kontext keinen Neuanfang dar
Humanities · Philosophy · Weber, Simmel, Sociological Theory
Die Gesellschaft der Gesellschaft
Wirtschaft und Gesellschaft.
Philosophie im Mittelalter
Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen (1912)
Karl Popper Lesebuch
Die Gesellschaft der Gesellschaft
Vom Ursprung und Ziel der Geschichte
Gesammelte Aufsätze 0 zur Religionssoziologie
Lebenschancen
Die Philosophie im 20. Jahrhundert
Toward a General Theory of Action
Toward a General Theory of Action
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 1989
| Velocidad de citación | historical |
|---|---|
| Altamente citado | No |