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Fehlerquellen und Wiederaufnahme im Strafverfahren – Eine bundesweite Untersuchung der Rechtspraxis bei Wiederaufnahmeverfahren nach rechtskräftigen Entscheidungen

Datos Bibliográficos

ID21361447
AutoresThomas Bliesener (0000-0002-8696-338X, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen Hannover Deutschland, autor de correspondencia), Karsten Altenhain (Universität Düsseldorf Düsseldorf Deutschland), Franziska Kilian (Universität Düsseldorf Düsseldorf Deutschland), Mona Leve (0000-0002-5440-5973, Psychologische Hochschule Berlin Berlin Deutschland), Merten Neumann (0000-0003-2761-4152, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen Hannover Deutschland), Jana Otzipka (0000-0003-0844-2105, Psychologische Hochschule Berlin Berlin Deutschland), Erik Penther (Universität Düsseldorf Düsseldorf Deutschland), Renate Volbert (0000-0003-0070-5396, Psychologische Hochschule Berlin Berlin Deutschland)
Año2023
Volumen106
Número3
Páginas147-164
Fecha de publicación2023-08-18
Open AccessNo
TipoARTICLE
RevistaMonatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform (JOURNAL)
Identificadores de la revistaISSN: 0026-9301 • E-ISSN: 2366-1968
EditorialWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/mks-2023-0017
OpenAlexW4378379223
IdiomaDE
Referencias citadas19

Die Studie untersucht den Verfahrensgang von Wiederaufnahmeverfahren in Strafsachen, die Fehlerquellen, die Chancen Verurteilter bei der Geltendmachung von Fehlern und die Reaktionen der Wiederaufnahmegerichte auf Wiederaufnahmeanträge. Dazu wurden die Akten von 512 erfolgreichen und nicht erfolgreichen Wiederaufnahmeverfahren der Jahre 2013-2015 aus 14 Bundesländern analysiert. Die Wiederaufnahmeanträge werden etwa zu gleichen Anteilen von der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft gestellt, wobei auch bei letzterer die Anträge zugunsten des Verurteilten deutlich überwiegen. Der Anteil angenommener Wiederaufnahmeanträge fällt mit insgesamt 44,7 % höher aus als in der Literatur bisher vermutet und erreicht bei Anträgen der Staatsanwaltschaft sogar 91,6 %. In knapp 40 % der Wiederaufnahmeverfahren wurde vom Wiederaufnahmegericht ein Fehler im Ausgangsverfahren festgestellt, darunter in mehr als einem Drittel auf Ebene der Tatbestandserfüllung (zu je einem Viertel falsche Aussagen bzw. Personenverwechslungen), bei einem weiteren Drittel auf Ebene der Schuld (fast ausschließlich Schuldunfähigkeit gem. § 20 StGB), und bei einem knappen Drittel der Fälle auf Ebene der Prozessvoraussetzungen bzw. der Rechtsfolgen (zu mehr als der Hälfte eine fehlerhafte Gesamtstrafenbildung). Die Analyse zeigt weiter, dass im Strafbefehlsverfahren durch eine oberflächliche Ermittlung oder eine flüchtige Prüfung der aktenkundigen Sachlage Fehler drohen

Gynecology · Humanities · Political science · Criminal Law and Evidence · Criminal Law and Policy · Law, Economics, and Judicial Systems · Medicine · Philosophy

  • Defizite der Wiederaufnahme in Strafsachen

    Carolin Arnemann•Defizite der Wiederaufnahme in…•2019

  • Fehlentscheidungen in der Justiz

    Barbara Dunkel•Fehlentscheidungen in der Justiz•2018

  • Das strafgerichtliche Fehlurteil - Systemimmanenz oder vermeidbares Unrecht?

    Toni Böhme•Das strafgerichtliche Fehlurteil…•2018

  • Unbiased Recursive Partitioning

    Torsten Hothorn, Kurt Hornik et al.•Journal of Computational and…•2006

  • Mice

    Open Access•Stef Van Buuren, Karin Groothuis‐Oudshoorn et al.•Journal of Statistical Software•2011

  • Der Weg zur Wiederaufnahme – Eine Expertenbefragung zum Vorfeld von Wiederaufnahmeverfahren

    Open Access•Mona Leve, Jana Otzipka et al.•Monatsschrift für Kriminologie…•2022

Altamente citadoNo
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