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Zur Struktur und Interpretation von Relativsätzen

Datos Bibliográficos

ID22328958
AutoresHardarik Blühdorn (autor de correspondencia)
Año2007
Número4
Fecha de publicación2007-10-01
Peer ReviewedSí
Open AccessNo
TipoARTICLE
RevistaDeutsche Sprache (JOURNAL)
Identificadores de la revistaISSN: 0340-9341 • E-ISSN: 1868-775X
EditorialErich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG (PUBLISHER)
DOI10.37307/j.1868-775x.2007.04.02
OpenAlexW2179867989
IdiomaDE
Citas recibidas1
Referencias citadas8

Der vorliegende Aufsatz hat zwei Ziele. Zum einen untersucht er die syntaktische, prosodischinformationsstrukturelle und semantisch-pragmatische Vielfalt adnominaler Relativsätze des Gegenwartsdeutschen anhand von vier Dimensionen der Nähe und Ferne zwischen Bezugsnominale und Relativsatz: Kontaktstellung vs. Distanzstellung, hypotaktischer vs. parataktischer Anknüpfung, unselbständiger vs. selbständiger Phrasierung und Restriktivität vs. Appositivität. In der Relativsatz-Literatur finden sich zahlreiche Thesen über Beschränkungen in der Kombinierbarkeit dieser Eigenschaften. Kaum eine davon hält jedoch einer genaueren Überprüfung stand, sodass der Aufsatz zu dem Fazit gelangt, dass deutsche Relativsätze wesentlich mehr Variation zulassen, als üblicherweise angenommen wird. Zweitens untersucht der Aufsatz eingehender die Opposition zwischen restriktiven und appositiven Relativsätzen. Auch über diese wichtige Unterscheidung sind zahlreiche Annahmen in Umlauf, die sich als revisionsbedürftig erweisen. Es wird gezeigt, dass zwei weit verbreitete Unterscheidungskriterien nur bedingt anwendbar bzw. operationalisierbar sind: die Einschränkung des Referenzbereichs durch restriktive Relativsätze und das unterschiedliche Skopusverhalten. Stattdessen wird auf Unterscheidungskriterien gesetzt, die bisher eher wenig beachtet wurden: die Referentialität des Relativpronomens und die Deskriptivität des Bezugsnominales. Diese werden als entscheidende Faktoren für die semantische Interpretation von Relativsätzen herausgestellt. Appositive Interpretation von Relativsätzen ist möglich, wenn ihr Relativpronomen referentiell gedeutet werden kann. Restriktive Interpretation von Relativsätzen ist möglich, wenn das Bezugsnominale eine deskriptive Komponente enthält. Sind beide Bedingungen erfüllt, so kann ein Relativsatz auf beide Arten gelesen werden. Dann muss pragmatisch zwischen den Interpretationsmöglichkeiten ausgewählt werden

Historical Linguistics and Language Studies · Lexicography and Language Studies · Linguistic research and analysis · Philosophy

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  • Pronominantien“ – oder

    Heinz Vater•Deutsche Grammatik in Theorie und…•2000

  • Nonreferential Complements, Nominalizations, and Derived Objects

    Friederike Moltmann•Journal of Semantics•2004

  • A Performance Theory of Order and Constituency

    Open Access•Michael A Covington, John A Hawkins•Performance Theory of Order and…•1995

  • Relativsatz, Attribut und Apposition

    Open Access•W P Lehmann, Hansjakob Seiler•Language•1963

  • Lexikon der Sprachwissenschaft

    Herbert Penzl, Hadumod Bussmann•Language•1984

  • Reference and Definite Descriptions

    Keith S Donnellan•The Philosophical Review•1966

  • The semantics of predicate nominals

    Open Access•Edit Doron•Linguistics•1988

  • A Discourse Explanation of the Grammar of Relative Clauses in English Conversation

    Barbara A Fox, Scott A Thompson et al.•Language•1990

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