Normative Diskurse der neuen Wohlfahrtspolitik
Datos Bibliográficos
| ID | 23246169 |
|---|---|
| Autores | Wolfgang Maaser (0009-0007-9526-0890, Bochum University of Applied Sciences, autor de correspondencia) |
| Año | 2003 |
| Páginas | 17-36 |
| Fecha de publicación | 2003-01-01 |
| Open Access | No |
| Tipo | CHAPTER |
| Revista | Soziale Arbeit für den aktivierenden Staat. (SOURCE_BOOK) |
| Editorial | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-87369-9_2 |
| OpenAlex | W2233865455 |
| ISBN | 9783322873699 |
| Idioma | DE |
| Citas recibidas | 1 |
| Referencias citadas | 7 |
Die gegenwärtigen Veränderungen und Herausforderungen des Sozialstaats (vgl. Kaufmann 1997) betreffen sowohl sein politisch-normatives Selbstverständnis als auch dessen Steuerungsfunktion. Das Spektrum der Probleme reicht hier von der Frage über das Ausmaß und den Umfang staatlicher Verantwortung bis hin zu konzeptionellen Neujustierungen des Verhältnisses von Staat und Gesellschaft. Die Soziale Arbeit ist von diesem Prozess auf unterschiedliche Weise berührt: Der unter Druck geratene Korporatismus war und ist nicht nur eine auf Steuerung und Finanzierung bezogene sozialpolitische Rahmenvorstellung, sondern ebenso normativ konzipiert. Dies betrifft insbesondere die anwaltliche Funktion, die im Selbstverständnis der Wohlfahrtsverbände trotz unterschiedlicher Milieus substantiell verankert ist und das berufliche Selbstverständnis des Sozialarbeiters in wichtigen Teilen bestimmt. Insofern betreffen die aktuellen Veränderungen drei Ebenen in jeweils zweifacher Weise: Auf der Makroebene verändern sich die sozialpolitischen Rahmenvorstellungen (Verständnis des Sozialstaates, seiner Aufgaben und Ziele) in einem strittigen Diskurs um die normative Legitimität bzw. Delegitimität dieser Vorstellungen und sind auf entsprechend veränderte Steuerungskonzepte bezogen. Durch modifizierte Steuerungsmechanismen und — anforderungen verändern sich die Formen der Wohlfahrtsorganisationen auf der Mesoebene und führen zu deren konfliktuösen Selbstauseinandersetzung mit ihrem eingeführten moralisch-religiösen bzw. moralisch-politischen Selbstverständnis. Dieser Prozess transformiert dauerhaft die Erwartungen an die Profession Sozialer Arbeit und lässt sowohl das Selbstverständnis als auch die Methoden nicht unberührt (Mikroebene).
Political science · Economic and Social Issues · Psychology · Social Policy and Reform Studies · Sociology and Education Studies
| Citas por año | 0,06 |
|---|---|
| Intervalo de citas | 2008 - 2008 (1) |
| Altamente citado | No |