Hartmut Esser
Datos Biográficos
| ID | 269226 |
|---|---|
| NOMBRE | Hartmut Esser |
| NOMBRES | Hartmut |
| APELLIDO | Esser |
| FIRMA | ESSER H |
| AFILIACIONES | University of Mannheim |
| ORCID | 0000-0002-7768-2244 |
| VERIFICADO | Sí |
| TOTAL DE OBRAS | 81 |
| TOTAL DE CITAS | 265 |
| TOTAL COMO AUTOR | 79 |
| TOTAL COMO EDITOR | 2 |
| PRIMER AÑO DE PUBLICACIÓN | 1975 |
| AÑO MÁS RECIENTE DE PUBLICACIÓN | 2026 |
| ÍNDICE H | 9 |
Theories of Middle Range
The concept of “theories of middle range” has been widely accepted in sociology, but it has also attracted some criticism. One objection is that sociological explanations must always be based on general laws, namely at the level of the microfoundations of actors’ actions, as conceived in the model of sociological explanation. Following on from this and from Boudon and Bourricauld’s concept of “structural models” and that of situational logics fol…
Kognitive Differenzierung und Kollateral-Stratifikation
Der Beitrag behandelt die bekannte Frage nach den Effekten der kognitiven Differenzierung auf die Entstehung sozialer Stratifikationen im Bildungserfolg für einen kaum untersuchten Spezialfall: die hier sogenannte Kollateral-Stratifikation als die nur korrelative Kovariation von kognitiver Differenzierung und sozialer Stratifikation über bedingte, nicht notwendige und vermeidbare Nebenfolgen der Leistungsdifferenzierung am Ende der Grundschule, s…
Kein Vergleich! Zur „kritischen Betrachtung des Model of Ability-Tracking (MoAbiT)“ von Lorenz, Lenz und Rjosk (2023) in der Zeitschrift für Soziologie
Der Beitrag beantwortet die Kritik von Lorenz, Lenz und Rjosk (2023) am „Model of Ability-Tracking“ (MoAbiT) und den empirischen Analysen bei Esser und Seuring (2020). Es sind zwei Punkte: Die Vergleichbarkeit der verwendeten Datensätze und die Kritik des theoretischen Modells. Die für eine Replikation nötige Vergleichbarkeit der jeweils verwendeten Datensätze, NEPS gegenüber IQB, ist danach in einem für das Ziel der Reproduzierbarkeit ausreichen…
Was ist Dein Replicandum
Der Beitrag entgegnet der Kritik und Replikation der Studie von Esser und Seuring (2020) zu den Effekten der Stringenz der Leistungsdifferenzierung in den deutschen Bundesländern bei Heisig und Matthewes (2022). Es wird gezeigt wie Modifikationen bei Analysezielen und Analysestrategien gegen die theoretische Grundlage des Originalansatzes die Befunde verändern und zu unterschiedlichen Folgerungen über die Effekte führen können. Das wird an drei P…
Gesamtverzeichnis 2022 der eingegangenen Bücher
Eingegangene Bücher (ausführliche Besprechung vorbehalten)
Kognitive Homogenisierung, schulische Leistungen und soziale Bildungsungleichheit
Die Differenzierung der Bildungswege nach den kognitiven Fähigkeiten wird damit begründet, dass sie eine für das Lernen förderliche Homogenisierung der schulischen Umgebung ermögliche, die allen beim Erwerb schulischer Kompetenzen zugutekäme. Dagegen wird angeführt, dass die Differenzierung keine sonderlichen Effekte habe, sondern eher nur die Effekte der sozialen Herkunft verstärke. Diese Auffassung gilt als Standardposition. Der Beitrag untersu…
Anreize, Kognition, Kultur und die symbolische Choreographie der Gesellschaft
Der Beitrag befasst sich mit verschiedenen Versuchen der Soziologisierung der ökonomischen Theorie bzw. der Rational-Choice-Theorie angesichts der zahlreichen Hinweise auf eine deutlich „begrenzte Rationalität“ und der damit verbundenen Anomalien, besonders aus Experimenten der sogenannten Verhaltensökonomie. Der konkrete Bezug ist der Vorstoß, den Herbert Gintis 2017 in seinem Buch „Individuality and Entanglement“ macht, wo er das Konzept eines …
Big Steps and Blind Spots
Sanktionen, Reziprozität und die symbolische Konstruktion einer Kooperations-„Gemeinschaft“
Das Experiment von Fehr und Gächter von 1999 zu Effekten der Bestrafung auf die Bereitstellung von Kollektivgütern ist ein weithin beachteter Beitrag einer um soziale Motive erweiterten Rational Choice Theorie (RCT). Weite Teile nicht nur der Soziologie halten die Anwendung der RCT jedoch für unangemessen, auch weil damit der Einfluss von mit „Bedeutung“ versehenen Symbolen auf die Konstitution sozialer Prozesse nicht zu erfassen sei. Der Beitrag…
Leistungsgerechtigkeit und Bildungsungleichheit
Bildungssysteme und ethnische Bildungsungleichheiten
Wandel Nach der Wende
Handlungstheorie, Methoden, Arbeitssoziologie, Genera-tionssoziologie
Verfällt die "soziologische Methode"?
In den „Regeln der soziologischen Methode fordert Emile Durkheim (Durkheim, 1976), die „sozialen wie „Dinge zu behandeln. Sie musten „losgelost von den bewusten Subjekten, die sie sich vorstellen, betrachtet (1976, S. 125). Eine objektive Untersuchung der „soziologischen Tatbestande sei nur moglich, insoweit sie sich von individuellen Handlungen, Bestrebungen und Manifestationen verselbstandigt hatten (1976, S. 138/139). Erst dann gewinne der Geg…
Soziologie
Die Rationalität der Werte
Alltagshandeln und Verstehen
Situationslogik und Handeln
Die Konstruktion der Gesellschaft
Die Definition der Situation
Soziologie. Spezielle Grundlagen.
Sinn, Kultur und »Rational Choice«
»If I have finally become a sociologist [...] it was mainly so as to bring to a definite conclusion these essays based on collective concepts whose spectre still prowls. In other words: sociology, like all the others, can only come from the actions of one, of several, or of a number of separate individuals. This is why it is bound to adopt methods which are strictly individualist.«1
Familienmigration, Schulsituation und interethnische Beziehungen. Prozesse der "Integration" bei der Zweiten Generation von Arbeitsmigranten
Zeitschrift fur Padagogik 35 (1989) 3, S. 317-336 Padagogische Teildisziplin: Bildungssoziologie; als elektronischer Volltext verfugbar
Inklusion, Integration und ethnische Schichtung
The contribution has two aims. At first it intends to clarify some recent discussions about the dichotomy of „inclusion and exclusion“ and the relationship between social differentiation and social inequality as they are held by sociological system theory following Niklas Luhmann. In the second part it is shown that the meaning of „inclusion“ covers only a very special aspect of the broader concept of „integration“ as it was used regularly within…
Does the “New” Immigration Require a “New” Theory of Intergenerational Integration
Starting from discussions on the validity of the classical assimilation concept, a general model for the explanation of different structural outcomes of interethnic relations is developed. The core of the model builds on the assumption that different outcomes are the often unintended and situation-logic results of (mis-)investments in and with ethnic and non-ethnic capital. Central initial conditions of the model are group size, social and cultur…
Social context and inter-ethnic relations
The importance of ‘social context’ for the existence of inter-ethnic relations between Turkish immigrants and German inhabitants in urban areas (in Duisburg, West Germany) is investigated. ‘Social context’ in this sense has three different meanings: the proportion of immigrants in an urban area, the behaviour of the ‘other’ ethnic group and the expectations of members of personal networks. It is demonstrated that after controlling for individual …
The Rationality of Everyday Behavior
This article argues that Alfred Schütz, one of the founders of the interpretative paradigm in sociology, developed a theory of action whose basic structure is compatible with subjective expected utility theory (i.e., a specific variant of rational choice theory. Alfred Schütz's view with respect to the characteristics of everyday action-the individual orientation toward routines and structures of relevance-is modeled in terms of subjective expect…
Pluralisierung oder Assimilation? / Pluralization or Assimilation
Der Beitrag untersucht auf der Grundlage eines allgemeinen theoretischen Modells mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) empirisch die Mechanismen und sozialen Bedingungen der Entstehung und die Effekte der Mehrfachintegration für die Sozial-Integration von Migranten. Der Hintergrund ist die aktuelle Kontroverse zwischen eher pluralistischen und eher assimilationistischen Ansätzen über die (wechselseitige) Bedeutung ethnischer Ressour…
Und Immer Noch Einmal
Habits“, „Frames“ und „Rational Choice“
„Rational-Choice“-Erklärungen sozialer Prozesse sind (in den Sozialwissenschaften) häufig mit dem Hinweis kritisiert worden, sie setzten einen perfekt informierten und „kalkulierenden“ Akteur voraus. „Traditionales Handeln“ und Phänomene der „Definition der Situation“ seien daher mit diesem Ansatz prinzipiell nicht zu erfassen. Der Beitrag zeigt, daß die Orientierung des Handelns an Routinen („habits“) bzw. die Situationelle Dominanz bestimmter Z…
Generation und Identität
In guten wie in schlechten Tagen
Alltagshandeln und Verstehen
Die Rationalität des Alltagshandelns
Rational Choice“-Erklärungen sozialer Prozesse werden insbesondere von Seiten des sog. interpretativen Paradigmas heftig kritisiert. Dabei beruft man sich häufig auf Alfred Schütz und auf das von ihm entwickelte Konzept der Lebenswelt bzw. des Alltagshandelns. In dem Beitrag wird - unter Bezug auf verschiedene Artikel aus den „Collected Papers“ - gezeigt, daß Alfred Schütz eine Handlungstheorie entwickelt hat, die nahezu identisch mit den Grundva…
Soziale Differenzierung als ungeplante Folge absichtsvollen Handelns
Ausgehend von einigen soziologischen Erklärungen der Entstehung von ethnischer Segmentation wird ein Modell entwickelt, aus dem ethnische Segmentation als ungeplantes Resultat von situationsorientiert „rationalen“ Entscheidungen von Personen erklärt wird. Die „Akteure“ des Modells sind Einheimische, Migranten und im Herkunftsland verbliebene, potentielle Wanderer. Der Prozeß erhält seine („irreversible“) Dynamik durch ein Gesetz des „rationalen H…
Eines für alle(s)
Die Situationslogik ethnischer Konflikte
Der Beitrag behandelt die verschiedenen Aspekte der „Situationslogik“, aus der heraus ethnische Konflikte entstehen und eine bestimmte Eigendynamik auch gegen die Absichten der involvierten Akteure entwickeln. Dabei spielt das soziale Framing der Situation als die wechselseitige Konstitution einer bestimmten ethnischen „Definition“ der Situation eine zentrale Rolle. Das theoretische Mittel der Modellierung ist das Konzept der soziologischen Erklä…
Methodische Konsequenzen gesellschaftlicher Differenzierung / Methodological Consequences of Societal Differentiation
In the article it is tried to obtain some arguments for a special combination of ways to conceptualize and prove sociological theories by discussing some substantial social processes: Methodological Individualism based on cognitive theories of action is to be preferred against structural approaches insofar as structural theories depend on some implicit abridgements concerning the necessary elaboration of these theories regarding their individuali…
Inklusion, Integration und ethnische Schichtung
The contribution has two aims. At first it intends to clarify some recent discussions about the dichotomy of „inclusion and exclusion“ and the relationship between social differentiation and social inequality as they are held by sociological system theory following Niklas Luhmann. In the second part it is shown that the meaning of „inclusion“ covers only a very special aspect of the broader concept of „integration“ as it was used regularly within…
Ehekrisen
In dem Beitrag wird die eigenständige Bedeutung von Ehekrisen für die Scheidung und für die Erklärung der Zunahme der Scheidungsraten in den letzten Jahrzehnten untersucht. Das theoretische Konzept dabei ist das Modell der Frame-Selektion, wonach die (In-)Stabilität von Ehen insbesondere von deren „Rahmung“ als unverbrüchliche „Institution“ (zu Beginn) abhängig ist. Ehekrisen werden in diesem Zusammenhang als Indikator für die Re-Definition diese…
Die Eingliederung der zweiten Generation
Gegenstand des Beitrags ist die Erklärung von Unterschieden in Sprachkenntnissen und interethnischen Freundschaften bei jugoslawischen und türkischen Arbeitsmigranten der ersten und zweiten Generation. Das theoretische Ausgangsmodell erklärt diese Prozesse als kombinierte Folge von (latenten) Interessen und (faktischen) Handlungs-Beschränkungen. In Abhängigkeit theoretischer Annahmen über die Verteilung der Handlungsbeschränkungen nach Handlungst…
Sozialräumliche Bedingungen der sprachlichen Assimilation von Arbeitsmigranten
Der Beitrag untersucht die jeweilige Bedeutsamkeit individueller und kontextueller Faktoren für den Spracherwerb bei Arbeitsmigranten. Es zeigt sich, daß die individuellen Faktoren (Schulbildung im Herkunftsland; Aufenthaltsdauer; Einreiseland) bei weitem wichtiger sind als die kontextuellen Faktoren. Insbesondere erweisen sich die ethnische Konzentration der Wohnumgebung und die Qualität des Wohnumfeldes als nahezu bedeutungslos. Wichtig ist noc…
Ethnische Ressourcen
Aufenthaltsdauer und die Eingliederung von Wanderern
Der Beitrag untersucht die Bedeutsamkeit der Variablen „Aufenthaltsdauer“ für die Eingliederung von Wanderern, speziell von Arbeitsmigranten. Es wird gezeigt, daß bei Kontrolle der jeweils relevanten Bedingungen der Eingliederung die Beziehung zwischen der Aufenthaltsdauer und den verschiedenen Aspekten der Eingliederung (Statuserwerb, Sprachkenntnisse, Wohnqualität, De-Segregation, interethnische Kontakte, ethnische Identifikation) sich jeweils …
Kognitive Homogenisierung, schulische Leistungen und soziale Bildungsungleichheit
Die Differenzierung der Bildungswege nach den kognitiven Fähigkeiten wird damit begründet, dass sie eine für das Lernen förderliche Homogenisierung der schulischen Umgebung ermögliche, die allen beim Erwerb schulischer Kompetenzen zugutekäme. Dagegen wird angeführt, dass die Differenzierung keine sonderlichen Effekte habe, sondern eher nur die Effekte der sozialen Herkunft verstärke. Diese Auffassung gilt als Standardposition. Der Beitrag untersu…
How "Rational" is the Choice of "Rational Choice
The Forum consists of comments on previously published papers and responses by authors. Unlike the Comment section in many other academic journals, the Forum includes solicited as well as unsolicited contributions. We encourage debates by actively seeking points of view contrary to those expressed in articles published in the journal. The Forum is intended to promote an open and critical debate that contributes to the intellectual vitality and fu…
Response Set – Methodische Problematik und soziologische Interpretation / Response Set – Methodological Problems and Sociological Interpretation
One of the most common restrictions on data collecting through research communications is what is called Response Set occurring especially in two kinds: Acquiescence and social desirability. It will be shown that both kinds of Response Set are in like manner consequences of strategies of interaction in non-defined situations to maintain the consensus in such situations. The occurrance of one or the other kind of Response Set is dependent on the o…
Theories of Middle Range
The concept of “theories of middle range” has been widely accepted in sociology, but it has also attracted some criticism. One objection is that sociological explanations must always be based on general laws, namely at the level of the microfoundations of actors’ actions, as conceived in the model of sociological explanation. Following on from this and from Boudon and Bourricauld’s concept of “structural models” and that of situational logics fol…
Anreize, Kognition, Kultur und die symbolische Choreographie der Gesellschaft
Der Beitrag befasst sich mit verschiedenen Versuchen der Soziologisierung der ökonomischen Theorie bzw. der Rational-Choice-Theorie angesichts der zahlreichen Hinweise auf eine deutlich „begrenzte Rationalität“ und der damit verbundenen Anomalien, besonders aus Experimenten der sogenannten Verhaltensökonomie. Der konkrete Bezug ist der Vorstoß, den Herbert Gintis 2017 in seinem Buch „Individuality and Entanglement“ macht, wo er das Konzept eines …
Differenzierung und Integration sozialer Systeme als Voraussetzungen der Umfrageforschung / Differentiation and integration in social systems as prerequisites of survey research
The methodology of survey research in the social sciences is based a good deal on social preconditions, which are let for the most part implicit. From the explication of methodological requirements for behavior and skills of the partners‘ interaction at interviews, it is to be deduced, that these social preconditions of interviewing are closefitting to the structural elements of functional differentiated, but at the same time integrated social sy…
Response Set – Methodische Problematik und soziologische Interpretation / Response Set – Methodological Problems and Sociological Interpretation
One of the most common restrictions on data collecting through research communications is what is called Response Set occurring especially in two kinds: Acquiescence and social desirability. It will be shown that both kinds of Response Set are in like manner consequences of strategies of interaction in non-defined situations to maintain the consensus in such situations. The occurrance of one or the other kind of Response Set is dependent on the o…
Wissenschaftstheorie 2
Methodische Konsequenzen gesellschaftlicher Differenzierung / Methodological Consequences of Societal Differentiation
In the article it is tried to obtain some arguments for a special combination of ways to conceptualize and prove sociological theories by discussing some substantial social processes: Methodological Individualism based on cognitive theories of action is to be preferred against structural approaches insofar as structural theories depend on some implicit abridgements concerning the necessary elaboration of these theories regarding their individuali…
Aufenthaltsdauer und die Eingliederung von Wanderern
Der Beitrag untersucht die Bedeutsamkeit der Variablen „Aufenthaltsdauer“ für die Eingliederung von Wanderern, speziell von Arbeitsmigranten. Es wird gezeigt, daß bei Kontrolle der jeweils relevanten Bedingungen der Eingliederung die Beziehung zwischen der Aufenthaltsdauer und den verschiedenen Aspekten der Eingliederung (Statuserwerb, Sprachkenntnisse, Wohnqualität, De-Segregation, interethnische Kontakte, ethnische Identifikation) sich jeweils …
Auslander in deutschen Industriebetrieben
Sozialräumliche Bedingungen der sprachlichen Assimilation von Arbeitsmigranten
Der Beitrag untersucht die jeweilige Bedeutsamkeit individueller und kontextueller Faktoren für den Spracherwerb bei Arbeitsmigranten. Es zeigt sich, daß die individuellen Faktoren (Schulbildung im Herkunftsland; Aufenthaltsdauer; Einreiseland) bei weitem wichtiger sind als die kontextuellen Faktoren. Insbesondere erweisen sich die ethnische Konzentration der Wohnumgebung und die Qualität des Wohnumfeldes als nahezu bedeutungslos. Wichtig ist noc…
Logik oder Metaphysik der Forschung
Die von Norbert Elias (in der ZfS, 14(2), 1985) vorgetragene These, Karl R. Popper betreibe in der „Logik der Forschung“ Metaphysik, wird kritisiert. Diese Einschätzung ist demnach das Resultat einiger fundamentaler Fehldeutungen der Popperschen Position durch Elias: Mit der Annahme der Unsicherheit von Basissätzen wird von Popper nicht die Existenz einer realen Welt geleugnet; „Überprüfung“ von Theorien heißt bei Popper keineswegs bloße „logisch…
Soziale Differenzierung als ungeplante Folge absichtsvollen Handelns
Ausgehend von einigen soziologischen Erklärungen der Entstehung von ethnischer Segmentation wird ein Modell entwickelt, aus dem ethnische Segmentation als ungeplantes Resultat von situationsorientiert „rationalen“ Entscheidungen von Personen erklärt wird. Die „Akteure“ des Modells sind Einheimische, Migranten und im Herkunftsland verbliebene, potentielle Wanderer. Der Prozeß erhält seine („irreversible“) Dynamik durch ein Gesetz des „rationalen H…
Social context and inter-ethnic relations
The importance of ‘social context’ for the existence of inter-ethnic relations between Turkish immigrants and German inhabitants in urban areas (in Duisburg, West Germany) is investigated. ‘Social context’ in this sense has three different meanings: the proportion of immigrants in an urban area, the behaviour of the ‘other’ ethnic group and the expectations of members of personal networks. It is demonstrated that after controlling for individual …
Zum Verhältnis von qualitativen und quantitativen Methoden in der Sozialforschung, oder
Neuerdings scheint es zunehmend populärer zu werden, eine Erklärung für die offensichtliche Erfolglosigkeit der Soziologie nicht darin zu suchen, daß Soziologen unzureichend ausgebildet sind, daß die Zersplitterung des Fachs eine kumulative Forschung behindert oder daß die falschen Produkte und Verhaltensweisen belohnt werden, sondern, daß die Unmöglichkeit zur Erklärung sozialer Prozesse dem Gegenstand inhärent und damit auch eine analytische Or…
Über einige — gute — Gründe für eine (bestimmte) mikrosoziologische Revolution in der Soziologie
Gründe für eine (bestimmte) mikrosoziologische Revolution in der Soziologie gibt es genug. Diese speisen sich aus dem immer deutlicher werdenden Versagen der herkömmlichen Soziologie vor dem Erktärungsproblem. Nachdem klassische Erklärungsansätze wie z. B. “Klasse” und “soziale Schicht”, Konzepte wie “Rolle” und “Position” bzw. die klassischen soziostrukturellen Variablen der sogenannten Standarddemographie mehr und mehr ihren Erkenntniswert verl…
Sozialökologische Stadtforschung und Mehr-Ebenen-Analyse
An Orientierungshypothesen, daß Person und Umgebung in einem nicht endenden Interdependenzverhältnis stünden, ist die Soziologie gewiß nicht arm. In der Stadtsoziologie akzentuiert sich die Frage nach der strukturierenden Bedeutung von Umgebungen bzw. der durch Personen hervorgebrachten Strukturierung in besonders augenfälliger Weise: Räume (als Umgebung) werden erst in ihrer „Aneignung“ durch Personen sozial bedeutsam, entfalten aber gleichzeiti…
Ethnische Differenzierung und moderne Gesellschaft
Die traditionelle Theorie moderner Gesellschaften hatte das Veschwinden von askriptiv bedingten Differenzierungen (von denen die ethnische Differenzierung eine ist) behauptet. In neueren Diskussionen wird das Entstehen askriptiver Vergemeinschaftungen geradezu als Folge von Modernisierung behauptet. Der Beitrag beabsichtigt zu zeigen, daß sowohl die klassische wie die neuere Diskussion einige spezielle Annahmen machte, wobei unter dem Begriff „Mo…
Diskussion. Realdefinitionen, Idealtypen und Reifikationen
Die Eingliederung der zweiten Generation
Gegenstand des Beitrags ist die Erklärung von Unterschieden in Sprachkenntnissen und interethnischen Freundschaften bei jugoslawischen und türkischen Arbeitsmigranten der ersten und zweiten Generation. Das theoretische Ausgangsmodell erklärt diese Prozesse als kombinierte Folge von (latenten) Interessen und (faktischen) Handlungs-Beschränkungen. In Abhängigkeit theoretischer Annahmen über die Verteilung der Handlungsbeschränkungen nach Handlungst…
Einleitung
Die Bundesrepublik Deutschland hat seit den ersten Verträgen mit Anwerbeländern 1955 (Italien) und 1960 (Spanien, Griechenland) eine hohe Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer erlebt. Auch der Anwerbestopp von 1973 hat daran nur kurzfristig etwas geändert: Die Zahl der Arbeitsmigranten stieg von 2.600.000 im Jahre 1970 auf 4.343.900 (ohne Niederländer und Österreicher) im Jahre 1987. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Türken mit 31,8% und die Jugosl…
Nur eine Frage der Zeitz.?
In der Wanderungs- und Minoritätensoziologie mag man nicht (mehr) unbefangen von “Eingliederung” oder gar “Assimilation” sprechen. Zu sehr scheinen die empirischen Verläufe — z.B. im Zusammenhang der ethnischen Pluralisierung der westeuropäischen Länder nach den Arbeitsmigrationen der 60er und 70er Jahre — dagegen zu sprechen. Zu unbedarft und undifferenziert erscheint jede Frage z.B. nach Prozessen der kulturellen Angleichung angesichts des Schw…
Ethnische Differenzierung und moderne Gesellschaft
Die Moderne ist — wir wissen es seit einiger Zeit — nicht (mehr) das, was sie hatte einst sein sollen. Auch die soziale Ungleichheit hat sich anders entwickelt als klassische und weniger klassische soziologische Theorien angenommen hatten. Die Gegenwartsgesellschaft erlebt einerseits Ent-Differenzierungen, Re-Partikularisierungen und das Aufleben askriptiver Grenzen und Bindungen, wie andererseits — auch weit entfernt von einer Auflösung materiel…
Interethnische Freundschaften
Freundschaften sind — der Benennung bei Talcott Parsons (1951) folgend — funktional diffuser Natur. Das heißt: Nicht nur Teile der Persönlichkeit und nicht nur bestimmte Aspekte des Handelns oder der Orientierung sind betroffen, sondern die "ganze" Person. Freundschaften sind meist, jedoch nicht immer, "starke" Beziehungen in dem Sinne, daß sie eingebettet sind in ein umfassendes Netzwerk anderer Personen, zu denen auch die jeweiligen Partner und…
Familienmigration und Schulkarriere ausländischer Kinder und Jugendlicher
Die Frage nach der Zukunft der zweiten Generation berührt ohne Zweifel zuerst den Sachverhalt, ob die Kinder der ursprünglichen “Gastarbeiter” in der Lage sind, sich auf dem Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik gegenüber den Einheimischen zu behaupten. Unabhängig von allen Aspekten ethnischer Identität, von Zukunftserwartungen und kultureller Pluralisierung kann dies festgehalten werden. Ebenso ist kaum zu bezweifeln, daß hierfür die schulische Aus…
Habits“, „Frames“ und „Rational Choice“
„Rational-Choice“-Erklärungen sozialer Prozesse sind (in den Sozialwissenschaften) häufig mit dem Hinweis kritisiert worden, sie setzten einen perfekt informierten und „kalkulierenden“ Akteur voraus. „Traditionales Handeln“ und Phänomene der „Definition der Situation“ seien daher mit diesem Ansatz prinzipiell nicht zu erfassen. Der Beitrag zeigt, daß die Orientierung des Handelns an Routinen („habits“) bzw. die Situationelle Dominanz bestimmter Z…
Generation und Identität
Alltagshandeln und Verstehen
Alltagshandeln und Verstehen. Zum Verhältnis von erklärender und verstehender Soziologie am Beispiel von Alfred Schütz und Rational Choice
Rational Choice”
Philosophy (54 obras) · Political science (48 obras) · Sociology and Education Studies (42 obras) · Humanities (39 obras) · German Social Sciences and History (27 obras) · Philosophy (25 obras) · Sociology (20 obras) · Epistemology (8 obras) · Migration, Ethnicity, and Economy (8 obras) · Economics (7 obras)