Bettina Heintz
Biographic Data
| ID | 3986325 |
|---|---|
| NAME | Bettina Heintz |
| GIVEN NAMES | Bettina |
| FAMILY NAME | Heintz |
| SIGNATURE | HEINTZ B |
| AFFILIATIONS | University of Lucerne |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 35 |
| TOTAL CITATIONS | 154 |
| AUTHOR COUNT | 33 |
| EDITOR COUNT | 2 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1998 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2024 |
| H-INDEX | 6 |
Tiere als „lebende Artefakte“. Die Erfindung des Rassehundes als kulturelle Kategorie und als materielles Objekt
Der Aufsatz befasst sich mit der Erfindung des Rassehundes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit etablierte sich eine kategoriale Ordnung, die Hunde neu nach ihrer „Rasse“ klassifizierte. Gleichzeitig entstand ein durch Züchtung hergestelltes „lebendes Artefakt“– der sog. „Rassehund“ –, in dessen Körper die Rassemerkmale physisch eingeschrieben waren. Meine Rekonstruktion der Erfindungsgeschichte des Rassehundes zeigt, dass d…
Big Observation – Ein Vergleich moderner Beobachtungsformate am Beispiel von amtlicher Statistik und Recommendersystemen
Der Beitrag verortet digitale Technologien in der Geschichte moderner Beobachtungsformate. Das Konzept des Beobachtungsformats verhilft dazu, Einrichtungen in einen Zusammenhang zu bringen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: die amtliche Statistik, die Meinungs- und Marktforschung, Monitoringsysteme und digitale Beobachtungsinstrumente wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Recommendersysteme. Die Gemeinsamkeit liegt dari…
Vorwort
Kategorisieren, Vergleichen, Bewerten und Quantifizieren im Spiegel sozialer Beobachtungsformate
In den letzten Jahren haben sich rund um die Praktiken des Vergleichens, Bewertens, Kategorisierens und Quantifizierens eigenständige Forschungsfelder etabliert: die Soziologie der Bewertung und des Vergleichs, die Kategorisierungs- und die Quantifizierungsforschung. Das Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie rückt die Verbindungen zwischen den vier Forschungsfeldern in den Vordergrund. Am Beispiel empirischer Fall…
Ariane Leendertz / Uwe Schimank (Hrsg.), Ordnung und Fragilität des Sozialen. Renate Mayntz im Gespräch. Frankfurt a. M: Campus 2019, 316 S., kt., 29,95 €
Vom Komparativ zum Superlativ: Eine kleine Soziologie der Rangliste
Von der Allmacht der Zahlen und der Allgegenwart des Bewertens: Steffen Mau, Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2017, 308 S., br., 18,00 € Thorsten Pee…
Kategoriale Ungleichheit und die Anerkennung von Differenz
Un/doing Differences , Seite 79 - 116
Wir leben im Zeitalter der Vergleichung.“ Perspektiven einer Soziologie des Vergleichs
Vergleiche sind heute zu einem unübersehbaren Bestandteil der öffentlichen Kommunikation geworden. Universitäten werden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz verglichen, Politiker nach ihrer Popularität, Staaten mit Blick auf ihre Korruptionsanfälligkeit und Arbeitnehmer in Bezug auf ihren Arbeitseinsatz. Trotz ihrer Omnipräsenz haben Vergleiche in der Soziologie bisher nur wenig Beachtung gefunden. Der Beitrag plädiert dafür, Vergleich…
Genre et contexte. Processus de désinstitutionnalisation et différenciation de genre
L’ordre social est instauré par le tracé de frontières. L’ordre se constitue en séparant des personnes, des choses et des actes et en leur assignant des espaces sociaux spécifiques. Michèle Lamont note dans son étude sur le boundary work de la classe moyenne supérieure américaine et française : « Symbolic boundaries are conceptual distinctions that we make to categorize objects, people, practices, and even time and space ». Les frontières n’exist…
Die Unverzichtbarkeit von Anwesenheit. Zur weltgesellschaftlichen Bedeutung globaler Interaktionssysteme / Personal Encounters. The Indispensability of Face-to-Face Interaction at the Global Level
Die Unverzichtbarkeit von Anwesenheit. Zur weltgesellschaftlichen Bedeutung globaler Interaktionssysteme / Personal Encounters. The Indispensability of Face-to-Face Interaction at the Global Level was published in Interaktion – Organisation – Gesellschaft revisited on page 229
Fehlinterpretationen der Weltgesellschaftstheorie: Eine Antwort auf Markus Holzingers Kritik der Weltgesellschaftsforschung
Interaktion – Organisation – Gesellschaft revisited: Anwendungen, Erweiterungen, Alternativen
Ausgangspunkt der Beiträge in diesem Band ist die von Niklas Luhmann in den frühen 1970er Jahren vorgeschlagene „Systemtypologie“: die Unterscheidung von Interaktion, Organisation und (Welt)Gesellschaft als drei gleichwertigen Typen von Sozialsystemen. Dieser gemeinsame Bezugspunkt ist durch einen hier erstmalig publizierten Text von Luhmann aus dem Jahr 1975 repräsentiert, der allen Autorinnen und Autoren vorgelegen hat. Diese Luhmann’sche Ebene…
Welterzeugung durch Zahlen Modelle politischer Differenzierung in internationalen Statistiken, 1948-2010
Der Aufsatz interpretiert Statistiken als numerische »Weisen der Welterzeugung«. Er untersucht, auf welche Weise Statistiken die Welt darstellen und sie gleichzeitig als übergeordnetes Ganzes - als »(Welt)Gesellschaft« - erfahrbar machen. Indem Statistiken heterogene und weltweit verstreute Ereignisse auf einige wenige Vergleichsdimensionen reduzieren, erzeugen sie einen Vergleichszusammenhang, der unter Umständen globale Reichweite hat. Am Beisp…
Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport
Numerische Differenz. Überlegungen zu einer Soziologie des (quantitativen) Vergleichs / Numerical Difference. Toward a Sociology of (Quantitative) Comparisons
Der Aufsatz behandelt Vergleiche als grundlegende Sozialform und analysiert sie aus einer kommunikationstheoretischen Perspektive. Vergleiche können in unterschiedlichen Medien formuliert sein: sprachlich, numerisch oder visuell. Diese mediale Differenz steht im Zentrum des Aufsatzes. Ausgangspunkt ist die These, dass Zahlen, Bilder und Sprache eine kommunikative Eigenwirkung besitzen und Quantifizierung eine besonders effiziente Form ist, um Akz…
Ohne Ansehen der Person? De-Institutionalisierungsprozesse und geschlechtliche Differenzierung
AuszugAls sich die Frauenforschung in den 70er Jahren zu etablieren begann, hat sie den Unterschied zwischen den Geschlechtern als Leitdifferenz gesetzt und darüber ihre Legitimation bezogen. Die mit Nachdruck vertretene These, dass Gesellschaften auch und vor allem geschlechtlich differenziert sind, war gegen den Mainstream der Soziologie gerichtet, der die Geschlechterdifferenz entweder nicht thematisierte oder als ein Phänomen behandelte, das …
Governance by Numbers Zum Zusammenhang von Quantifizierung und Globalisierung am Beispiel der Hochschulpolitik
Zur Bewältigung seiner Aufgaben ist der rationale Staat auf die Generierung von Wissen durch stetige Gewinnung, Weitergabe und Verarbeitung von Informationen angewiesen. Erst die ausreichende Verfügbarkeit von Wissen schafft Handlungskapazität und Autorität. In neuerer Zeit scheint das Vertrauen in die Reichweite unseres Wissens immer mehr zu sinken, denn die gewaltige Vermehrung sicheren Wissens („reliable knowledge“) gerade durch die Naturwisse…
Zahlen, Wissen, Objektivität: Wissenschaftssoziologische Perspektiven
In seinem breit rezipierten Buch „Trust in Numbers“ hat Theodore Porter die Auffassung vertreten, dass Quantifizierung ein Kommunikationsmedium ist, das Aussagen mit Objektivität versieht und das vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn andere konsensbildende Mechanismen nicht mehr greifen. „Numbers, graphs and formulas (are) first of all strategies of communication. ... Reliance on numbers and quantitative manipulation minimizes the need for intim…
Die Macht des Offensichtlichen: Bedingungen geschlechtlicher Personalisierung in der Wissenschaft / The Power of Appearance: Where Gender Matters in Science
Ausgehend von interaktionstheoretischen Überlegungen geht der Aufsatz der Frage nach, unter welchen Bedingungen personalisierende Beurteilungen in sachbezogene Interaktionsprozesse einfließen können. Diese Bedingungen werden für den Fall der Wissenschaft aufgrund einer ethnographischen Studie in vier Disziplinen (Botanik, Pharmazie, Meteorologie und Architektur) spezifiziert. Es werden drei Dimensionen identifiziert, anhand derer sich Disziplinen…
Soziale und funktionale Differenzierung. Überlegungen zu einer Interaktionstheorie der Weltgesellschaft
Der Aufsatz plädiert dafür, die systemtheoretische Weltgesellschaftstheorie um eine interaktionstheoretische Perspektive zu erweitern. Eine Interaktionstheorie der Weltgesellschaft stößt allerdings auf erhebliche theoretische Probleme, mit denen sich der erste Teil des Aufsatzes befasst. Anschließend wird argumentiert, dass Interaktionen trotz ihrer strukturellen Beschränkungen gerade unter weltgesellschaftlichen Bedingungen eine besondere Funkti…
Menschenrechte im Kontext der Weltgesellschaft / Human Rights in World Society: Die weltgesellschaftliche Institutionalisierung von Frauenrechten und ihre Umsetzung in Deutschland, der Schweiz und Mar…
In den letzten Jahrzehnten wurden die Menschenrechte zunehmend internationalisiert, verrechtlicht und inhaltlich ausgeweitet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel der weltgesellschaftlichen Institutionalisierung der Menschenrechte sind die Frauenrechte. Der Aufsatz rekonstruiert den Wandel des Frauen-/Menschenrechtsdiskurses auf UNEbene und untersucht am Beispiel von Deutschland, der Schweiz und Marokko, unter welchen Bedingungen die globale Eben…
Verfassungen als Spiegel globaler Normen: Eine quantitative Analyse der Gleichberechtigungsartikel in nationalen Verfassungen
Weltgesellschaft: Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen
Dieser Sonderband der "Zeitschrift für Soziologie" ist der Thematik der "Weltgesellschaft" gewidmet, der Frage also nach den Grenzen und der Reichweite der Gesellschaft heute. Umfassend behandelt der Band die Theorie und Theoriegeschichte der Weltgesellschaft und setzt sich detailliert mit dem Problem von Differenzierung und Integration der Weltgesellschaft auseinander und ebenso mit empirischen Fragen wie Welthandel, Region, Nationalität, Lokali…
Emergenz und Reduktion: Neue Perspektiven auf das Mikro-Makro-Problem
Geschlecht und Kontext: De-Institutionalisierungsprozesse und geschlechtliche Differenzierung
Im Zuge der zunehmenden Inklusion der Frauen ist es in den letzten Jahrzehnten zu einer De- Institutionalisierung des Geschlechterverhältnisses gekommen. Während die Geschlechterdifferenz lange Zeit institutioneil abgesichert war, muß sie heute vermehrt über Handeln erzeugt und symbolisch markiert werden. Dies führt zu einer „Kontextualisierung“ der Geschlechterdifferenz, das heißt, die Aufrechterhaltung geschlechtsspezifischer Ungleichheitsverhä…
Wir leben im Zeitalter der Vergleichung.“ Perspektiven einer Soziologie des Vergleichs
Vergleiche sind heute zu einem unübersehbaren Bestandteil der öffentlichen Kommunikation geworden. Universitäten werden hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz verglichen, Politiker nach ihrer Popularität, Staaten mit Blick auf ihre Korruptionsanfälligkeit und Arbeitnehmer in Bezug auf ihren Arbeitseinsatz. Trotz ihrer Omnipräsenz haben Vergleiche in der Soziologie bisher nur wenig Beachtung gefunden. Der Beitrag plädiert dafür, Vergleich…
Emergenz und Reduktion: Neue Perspektiven auf das Mikro-Makro-Problem
Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport
Wissenschaft, die Grenzen schafft: Geschlechterkonstellationen im disziplinären Vergleich
Anhand ethnographischer Fallstudien in vier Disziplinen - Architektur, Botanik, Pharmazie und Meteorologie - geht das Buch der Frage nach, ob und auf welche Weise sich die Geschlechterdifferenz im wissenschaftlichen Alltag artikuliert. Mit ihrer disziplinär vergleichenden Perspektive betritt die Studie Neuland: Sie vermittelt einen Blick auf die vielfältigen Unterschiede zwischen den Disziplinen und identifiziert damit die Konstellationen, unter …
When is a Proof a Proof
Kategorisieren, Vergleichen, Bewerten und Quantifizieren im Spiegel sozialer Beobachtungsformate
In den letzten Jahren haben sich rund um die Praktiken des Vergleichens, Bewertens, Kategorisierens und Quantifizierens eigenständige Forschungsfelder etabliert: die Soziologie der Bewertung und des Vergleichs, die Kategorisierungs- und die Quantifizierungsforschung. Das Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie rückt die Verbindungen zwischen den vier Forschungsfeldern in den Vordergrund. Am Beispiel empirischer Fall…
Von der Allmacht der Zahlen und der Allgegenwart des Bewertens: Steffen Mau, Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2017, 308 S., br., 18,00 € Thorsten Pee…
Menschenrechte im Kontext der Weltgesellschaft / Human Rights in World Society: Die weltgesellschaftliche Institutionalisierung von Frauenrechten und ihre Umsetzung in Deutschland, der Schweiz und Mar…
In den letzten Jahrzehnten wurden die Menschenrechte zunehmend internationalisiert, verrechtlicht und inhaltlich ausgeweitet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel der weltgesellschaftlichen Institutionalisierung der Menschenrechte sind die Frauenrechte. Der Aufsatz rekonstruiert den Wandel des Frauen-/Menschenrechtsdiskurses auf UNEbene und untersucht am Beispiel von Deutschland, der Schweiz und Marokko, unter welchen Bedingungen die globale Eben…
Verfassungen als Spiegel globaler Normen: Eine quantitative Analyse der Gleichberechtigungsartikel in nationalen Verfassungen
Big Observation – Ein Vergleich moderner Beobachtungsformate am Beispiel von amtlicher Statistik und Recommendersystemen
Der Beitrag verortet digitale Technologien in der Geschichte moderner Beobachtungsformate. Das Konzept des Beobachtungsformats verhilft dazu, Einrichtungen in einen Zusammenhang zu bringen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: die amtliche Statistik, die Meinungs- und Marktforschung, Monitoringsysteme und digitale Beobachtungsinstrumente wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Recommendersysteme. Die Gemeinsamkeit liegt dari…
Interaktion – Organisation – Gesellschaft revisited: Anwendungen, Erweiterungen, Alternativen
Ausgangspunkt der Beiträge in diesem Band ist die von Niklas Luhmann in den frühen 1970er Jahren vorgeschlagene „Systemtypologie“: die Unterscheidung von Interaktion, Organisation und (Welt)Gesellschaft als drei gleichwertigen Typen von Sozialsystemen. Dieser gemeinsame Bezugspunkt ist durch einen hier erstmalig publizierten Text von Luhmann aus dem Jahr 1975 repräsentiert, der allen Autorinnen und Autoren vorgelegen hat. Diese Luhmann’sche Ebene…
Die Macht des Offensichtlichen: Bedingungen geschlechtlicher Personalisierung in der Wissenschaft / The Power of Appearance: Where Gender Matters in Science
Ausgehend von interaktionstheoretischen Überlegungen geht der Aufsatz der Frage nach, unter welchen Bedingungen personalisierende Beurteilungen in sachbezogene Interaktionsprozesse einfließen können. Diese Bedingungen werden für den Fall der Wissenschaft aufgrund einer ethnographischen Studie in vier Disziplinen (Botanik, Pharmazie, Meteorologie und Architektur) spezifiziert. Es werden drei Dimensionen identifiziert, anhand derer sich Disziplinen…
Soziale und funktionale Differenzierung. Überlegungen zu einer Interaktionstheorie der Weltgesellschaft
Der Aufsatz plädiert dafür, die systemtheoretische Weltgesellschaftstheorie um eine interaktionstheoretische Perspektive zu erweitern. Eine Interaktionstheorie der Weltgesellschaft stößt allerdings auf erhebliche theoretische Probleme, mit denen sich der erste Teil des Aufsatzes befasst. Anschließend wird argumentiert, dass Interaktionen trotz ihrer strukturellen Beschränkungen gerade unter weltgesellschaftlichen Bedingungen eine besondere Funkti…
Geschlecht und Kontext: De-Institutionalisierungsprozesse und geschlechtliche Differenzierung
Im Zuge der zunehmenden Inklusion der Frauen ist es in den letzten Jahrzehnten zu einer De- Institutionalisierung des Geschlechterverhältnisses gekommen. Während die Geschlechterdifferenz lange Zeit institutioneil abgesichert war, muß sie heute vermehrt über Handeln erzeugt und symbolisch markiert werden. Dies führt zu einer „Kontextualisierung“ der Geschlechterdifferenz, das heißt, die Aufrechterhaltung geschlechtsspezifischer Ungleichheitsverhä…
Gemeinschaft ohne Nähe
Der sozialwissenschaftliche Diskurs zum Internet beschert uns neue Mythen und beglückt uns mit tröstlichen Versprechen — angesichts der im südlichen Deutschland diagnostizierten Auflösung wärmender Gemeinschaften, die das Individuum ungeschützt in die unendliche Weite globalisierter Zusammenhänge entläßt, kann sich der forschende Online-Beobachter in die Geborgenheit virtueller Gemeinschaften zurückziehen, und von dort aus seinen realweltlichen K…
Gutachter der Zeitschrift 1999/2000
Preis der Fritz Thyssen Stiftung für sozialwissenschaftliche Aufsätze des Zeitschriftenjahrgangs 1998
In der Mathematik ist ein Streit mit Sicherheit zu entscheiden“ Perspektiven einer Soziologie der Mathematik
Die Mathematik wird in diesem Aufsatz als ein empirisches Beispiel präsentiert, an dem sich die Voraussetzungen eines „rationalen Dissenses“ exemplarisch untersuchen lassen. Denn im Gegensatz zu anderen epistemischen Kulturen gibt es in der Mathematik weder interpretative Flexibilität noch unentscheidbare Kontroversen. Auf der Basis einer medientheoretischen Perspektive und einer Feldstudie in einem internationalen Mathematikinstitut geht der Auf…
Gutachter der Zeitschrift 2000/2001
Gutachterinnen und Gutachter der KZfSS 2001/2002
Die Objektivität der Wissenschaft und die Partikularität des Geschlechts. Geschlechterunterschiede im disziplinären Vergleich
When is a Proof a Proof
Emergenz und Reduktion: Neue Perspektiven auf das Mikro-Makro-Problem
Wissenschaft, die Grenzen schafft: Geschlechterkonstellationen im disziplinären Vergleich
Anhand ethnographischer Fallstudien in vier Disziplinen - Architektur, Botanik, Pharmazie und Meteorologie - geht das Buch der Frage nach, ob und auf welche Weise sich die Geschlechterdifferenz im wissenschaftlichen Alltag artikuliert. Mit ihrer disziplinär vergleichenden Perspektive betritt die Studie Neuland: Sie vermittelt einen Blick auf die vielfältigen Unterschiede zwischen den Disziplinen und identifiziert damit die Konstellationen, unter …
Weltgesellschaft: Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen
Dieser Sonderband der "Zeitschrift für Soziologie" ist der Thematik der "Weltgesellschaft" gewidmet, der Frage also nach den Grenzen und der Reichweite der Gesellschaft heute. Umfassend behandelt der Band die Theorie und Theoriegeschichte der Weltgesellschaft und setzt sich detailliert mit dem Problem von Differenzierung und Integration der Weltgesellschaft auseinander und ebenso mit empirischen Fragen wie Welthandel, Region, Nationalität, Lokali…
Menschenrechte im Kontext der Weltgesellschaft / Human Rights in World Society: Die weltgesellschaftliche Institutionalisierung von Frauenrechten und ihre Umsetzung in Deutschland, der Schweiz und Mar…
In den letzten Jahrzehnten wurden die Menschenrechte zunehmend internationalisiert, verrechtlicht und inhaltlich ausgeweitet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel der weltgesellschaftlichen Institutionalisierung der Menschenrechte sind die Frauenrechte. Der Aufsatz rekonstruiert den Wandel des Frauen-/Menschenrechtsdiskurses auf UNEbene und untersucht am Beispiel von Deutschland, der Schweiz und Marokko, unter welchen Bedingungen die globale Eben…
Verfassungen als Spiegel globaler Normen: Eine quantitative Analyse der Gleichberechtigungsartikel in nationalen Verfassungen
Zahlen, Wissen, Objektivität: Wissenschaftssoziologische Perspektiven
In seinem breit rezipierten Buch „Trust in Numbers“ hat Theodore Porter die Auffassung vertreten, dass Quantifizierung ein Kommunikationsmedium ist, das Aussagen mit Objektivität versieht und das vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn andere konsensbildende Mechanismen nicht mehr greifen. „Numbers, graphs and formulas (are) first of all strategies of communication. ... Reliance on numbers and quantitative manipulation minimizes the need for intim…
Die Macht des Offensichtlichen: Bedingungen geschlechtlicher Personalisierung in der Wissenschaft / The Power of Appearance: Where Gender Matters in Science
Ausgehend von interaktionstheoretischen Überlegungen geht der Aufsatz der Frage nach, unter welchen Bedingungen personalisierende Beurteilungen in sachbezogene Interaktionsprozesse einfließen können. Diese Bedingungen werden für den Fall der Wissenschaft aufgrund einer ethnographischen Studie in vier Disziplinen (Botanik, Pharmazie, Meteorologie und Architektur) spezifiziert. Es werden drei Dimensionen identifiziert, anhand derer sich Disziplinen…
Soziale und funktionale Differenzierung. Überlegungen zu einer Interaktionstheorie der Weltgesellschaft
Der Aufsatz plädiert dafür, die systemtheoretische Weltgesellschaftstheorie um eine interaktionstheoretische Perspektive zu erweitern. Eine Interaktionstheorie der Weltgesellschaft stößt allerdings auf erhebliche theoretische Probleme, mit denen sich der erste Teil des Aufsatzes befasst. Anschließend wird argumentiert, dass Interaktionen trotz ihrer strukturellen Beschränkungen gerade unter weltgesellschaftlichen Bedingungen eine besondere Funkti…
Ohne Ansehen der Person? De-Institutionalisierungsprozesse und geschlechtliche Differenzierung
AuszugAls sich die Frauenforschung in den 70er Jahren zu etablieren begann, hat sie den Unterschied zwischen den Geschlechtern als Leitdifferenz gesetzt und darüber ihre Legitimation bezogen. Die mit Nachdruck vertretene These, dass Gesellschaften auch und vor allem geschlechtlich differenziert sind, war gegen den Mainstream der Soziologie gerichtet, der die Geschlechterdifferenz entweder nicht thematisierte oder als ein Phänomen behandelte, das …
Governance by Numbers Zum Zusammenhang von Quantifizierung und Globalisierung am Beispiel der Hochschulpolitik
Zur Bewältigung seiner Aufgaben ist der rationale Staat auf die Generierung von Wissen durch stetige Gewinnung, Weitergabe und Verarbeitung von Informationen angewiesen. Erst die ausreichende Verfügbarkeit von Wissen schafft Handlungskapazität und Autorität. In neuerer Zeit scheint das Vertrauen in die Reichweite unseres Wissens immer mehr zu sinken, denn die gewaltige Vermehrung sicheren Wissens („reliable knowledge“) gerade durch die Naturwisse…
Numerische Differenz. Überlegungen zu einer Soziologie des (quantitativen) Vergleichs / Numerical Difference. Toward a Sociology of (Quantitative) Comparisons
Der Aufsatz behandelt Vergleiche als grundlegende Sozialform und analysiert sie aus einer kommunikationstheoretischen Perspektive. Vergleiche können in unterschiedlichen Medien formuliert sein: sprachlich, numerisch oder visuell. Diese mediale Differenz steht im Zentrum des Aufsatzes. Ausgangspunkt ist die These, dass Zahlen, Bilder und Sprache eine kommunikative Eigenwirkung besitzen und Quantifizierung eine besonders effiziente Form ist, um Akz…
Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport
Welterzeugung durch Zahlen Modelle politischer Differenzierung in internationalen Statistiken, 1948-2010
Der Aufsatz interpretiert Statistiken als numerische »Weisen der Welterzeugung«. Er untersucht, auf welche Weise Statistiken die Welt darstellen und sie gleichzeitig als übergeordnetes Ganzes - als »(Welt)Gesellschaft« - erfahrbar machen. Indem Statistiken heterogene und weltweit verstreute Ereignisse auf einige wenige Vergleichsdimensionen reduzieren, erzeugen sie einen Vergleichszusammenhang, der unter Umständen globale Reichweite hat. Am Beisp…
Die Unverzichtbarkeit von Anwesenheit. Zur weltgesellschaftlichen Bedeutung globaler Interaktionssysteme / Personal Encounters. The Indispensability of Face-to-Face Interaction at the Global Level
Die Unverzichtbarkeit von Anwesenheit. Zur weltgesellschaftlichen Bedeutung globaler Interaktionssysteme / Personal Encounters. The Indispensability of Face-to-Face Interaction at the Global Level was published in Interaktion – Organisation – Gesellschaft revisited on page 229
Fehlinterpretationen der Weltgesellschaftstheorie: Eine Antwort auf Markus Holzingers Kritik der Weltgesellschaftsforschung
Interaktion – Organisation – Gesellschaft revisited: Anwendungen, Erweiterungen, Alternativen
Ausgangspunkt der Beiträge in diesem Band ist die von Niklas Luhmann in den frühen 1970er Jahren vorgeschlagene „Systemtypologie“: die Unterscheidung von Interaktion, Organisation und (Welt)Gesellschaft als drei gleichwertigen Typen von Sozialsystemen. Dieser gemeinsame Bezugspunkt ist durch einen hier erstmalig publizierten Text von Luhmann aus dem Jahr 1975 repräsentiert, der allen Autorinnen und Autoren vorgelegen hat. Diese Luhmann’sche Ebene…
Philosophy (22 works) · Humanities (21 works) · Political science (20 works) · Sociology and Education Studies (16 works) · Philosophy (14 works) · German Social Sciences and History (9 works) · Art (6 works) · Social Policy and Reform Studies (4 works) · Computer Science (3 works) · Diverse Scientific and Economic Studies (3 works)