Mateusz Stachura
Dados Biográficos
| ID | 4017141 |
|---|---|
| NOME | Mateusz Stachura |
| PRENOMES | Mateusz |
| SOBRENOME | Stachura |
| ASSINATURA | STACHURA M |
| AFILIAÇÕES | Heidelberg University |
| VERIFICADO | Não |
| TOTAL DE OBRAS | 23 |
| TOTAL DE CITAÇÕES | 21 |
| TOTAL COMO AUTOR | 20 |
| TOTAL COMO EDITOR | 3 |
| PRIMEIRO ANO DE PUBLICAÇÃO | 2006 |
| ANO MAIS RECENTE DE PUBLICAÇÃO | 2021 |
| ÍNDICE H | 3 |
Entzauberung, Magie und Differenz
Hinduismus (1916/17; 1921)
Der zweite Band von Webers religionssoziologischen Aufsätzen steht im Schatten sowohl der prominenten Protestantismus- als auch der Judentumstudie. Eine mögliche Erklärung dieser benachteiligten Rezeptionsstellung liegt darin, dass die Hinduismus- und Buddhismusstudie scheinbar mit keinem den beiden anderen Untersuchungen vergleichbaren positiven Befund auftrumpfen kann. Während Weber dem asketischen Protestantismus (s. Kap. II.34) bekanntermaßen…
Gemeinschaft(en) und Gesellschaft(en)
Unter ›Gemeinschaften‹ versteht Weber zunächst soziale Beziehungen, also Komplexe von wechselseitig sinnhaft aufeinander eingestellten Handlungen mindestens zweier Akteure. Das Eingestelltsein ist sinnhaft, insofern es in symbolisch vermittelten Intentionen besteht (WuG, 3). Es ist wechselseitig, insofern es Bezug auf die Intentionen des jeweils anderen Akteurs nimmt.
Buddhismus (1916/17; 1921)
Die Geschichte des Buddhismus wirft ein Rätsel auf. Die buddhistische ›Heterodoxie‹ war eine Reaktion auf die Schwächen des ›hinduistischen Sozialsystems‹. Den Kern dieses Systems bildete eine religiöse Legitimationslehre sozialer Beziehungen, die dem System eine große Stabilität verlieh.
Gemeinschaften (1921/22)
Der Begriff ›Gemeinschaften‹ entstammt bekanntlich der älteren Fassung von Webers Beitrag zum Grundriß der Sozialökonomik. Eine glatte Übersetzung in die Begrifflichkeit der neueren Fassung gelingt nicht so recht. Zunächst ist festzuhalten, dass Weber den Begriff durchweg im Sinne einer »sozialen Beziehung« (s. Kap. II.4) verwendet, also eines »aufeinander gegenseitig eingestellt[en] und dadurch orientiert[en]« Handelns (§ 2 der Soziologischen Gr…
Bewertungsspiele. Von der Handlungs- zur Koordinationstheorie
Begriffe
Weder ›Arbeit‹ noch ›Beruf‹ sind soziologische Grundbegriffe bei Max Weber. Aber das Werk Max Webers hat der Arbeits- und Berufssoziologie in der Folgezeit wichtige Impulse verliehen, obgleich er nicht in die klassischen Fußstapfen tritt, in denen sich die Diskussion der beiden Begriffe bis dahin bewegt hatte: Weber fasst den Menschen weder anthropologisch als ›Arbeitswesen‹, also als ›homo laborans‹ auf, noch definiert er ihn philosophisch durch…
Werke und Werkgruppen
Max Webers Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter ist ein juristisches und rechtsgeschichtliches Werk. Basierend auf seiner Inauguraldissertation und Grundlage für seine Habilitation, leitet es knapp her, wie die Institutionen der Kommandit-(KG) und der offenen Handelsgesellschaften (OHG) in Abgrenzung sowohl vom römischen als auch vom zeitgenössischen (d. h. gründerzeitlichen) Gesellschaftsrecht aus den Verhältnissen der italienisch…
By fair means. Radsport, Bergsport und das Problem der normativen Regulierung des Handelns
Normative Innovationen und die Distinktion sozialen Handelns
Ideen und Interessen. Die Seitenwechselproblematik am Beispiel der Hinduismus- und Judentum-Studie von Max Weber
Ein zweifaches Erklärungsproblem beschäftigt Weber in seinen religionssoziologischen Studien: Zum einen die Erklärung der Wirkung, die religiöse Ideen auf die Interessen der Akteure ausüben, zum anderen die Erklärung der Wirkung materieller Interessenlagen auf die Glaubensinhalte und Ideen religiöser Akteure. In der „Vorbemerkung“ zu den Studien über die „Wirtschaftsethik der Weltreligionen“ spricht er auch von zwei „Seiten“ der „Kausalbeziehunge…
Die Kreation der Differenz
Sucht man nach einem Erklärungsprogramm innerhalb der soziologischen Differenzierungstheorie, so muss man sich in weiter zurückliegende Perioden der Fachgeschichte begeben als jene der aktuellen Systemtheorie von Niklas Luhmann. Diese hat erklärende Fragestellungen inzwischen verlernt, wohl deshalb, weil sie sie missachtete. Während sich die Systemtheorie für die Erklärung der sozialen Differenzierung zu schade war, scheuten die Klassiker der Dif…
Der Sinn der Institutionen
Die weberianische Institutionentheorie baut eine Brücke zwischen einer "normativen" und einer "rationalen" Auffassung der Institutionen. Sie begreift Institutionen weder als Restriktionen des eigennützigen Handelns noch als normativ geforderte Handlungsregeln, sondern setzt diese in eine Wechselbeziehung zum Sinn des Handelns. In dieser Perspektive erscheinen Institutionen sowohl als wertbezogene Handlungsregeln als auch als Erzeugungsmechanismen…
Der Sinn der Institutionen
Einleitung Der Standort weberianischer Institutionentheorie im Raum konkurrierender Forschungsprogramme
In Institutionen wollte Emile Durkheim den Gegenstand der soziologischen Analyse sehen (Durkheim 2002: 100). Sicherlich ist diese Gegenstandsbestimmung zu eng angelegt; selbst für Durkheims eigene Untersuchungen trifft sie nicht zu. Doch sie vermittelt eine richtige Einschätzung der Relevanz, die Institutionen für die soziologische Analyse, insbesondere für das Forschungsprogramm einer verstehenden und erklärenden Soziologie, besitzen. Eine gülti…
Brückenhypothesen – Kritik der ökonomischen Theorie der Ziele / Critique of the Economic Theory of Human Goals
Im vorliegenden Aufsatz wird eine institutionentheoretische Alternative zu Siegwart Lindenbergs Modell der theoriereichen Konstruktion von Brückenhypothesen entwickelt. Lindenbergs Modell richtet sich sowohl gegen theoriearme, empirische Verfahren der Konstruktion von Brückenhypothesen als auch gegen bloße Ad-hoc-Annahmen über Präferenzen sozialer Akteure. Durch die Anwendung des Nachfragegesetzes auf die Relation zwischen Präferenzen und Metaprä…
Sinn der Institutionen
Soziale Konstellation und historische Perspektive
M. Rainer Lepsius hat wie kaum ein anderer die deutsche Soziologie intellektuell und institutionell geprägt. Die in seinen prägnanten Aufsätzen entwickelten Kategorien und Analysen beeinflussten nicht nur dauerhaft den soziologischen und sozialhistorischen Diskurs, sondern zeichnen sein Werk auch als ein originäres aus, hinter dem eine besondere soziologische Perspektive deutlich wird. Ausgehend von à berlegungen, die die Originalität des Werkes …
Einleitung
Die in diesem Band versammelten Aufsätze sind dem weberianischen Forschungsprogramm verpflichtet, wie es von Wolfgang Schluchter in der Interpretation und der Explikation der verstehenden Soziologie von Max Weber entwickelt wurde. In theoretischer Hinsicht bedeutet die „Verpflichtung“ keine Immunisierung, sondern eine kritische Prüfung und Weiterentwicklung seiner Annahmen. Bei der empirischen Arbeit entsteht die „Verpflichtung“ nicht durch die Ü…
Handlung und Rationalität
Max Webers Ansatz wurde kürzlich der Status eines wissenschaftlichen "Paradigmas" zuerkannt (). Damit wird ein Anspruch auf Eigenständigkeit und Konkurrenzfähigkeit, wenn nicht gar auf Überlegenheit gegenüber anderen sozialwissenschaftlichen Paradigma erhoben. Wolfgang Schluchter sieht das weberianische Forschungsprogramm im Konkurrenzkampf gegen drei Grundpositionen verstrickt: gegen die Systemtheorie à la Niklas Luhmann, die Theorie des kommuni…
Rationale Demokratie. Demokratietheoretische Überlegungen in Anschluss an Max Weber
Die deliberative Demokratietheorie von Jrgen Habermas nimmt in der zeitgenssischen Debatte zu den normativen Grundlagen moderner Herrschaftsformen eine prominente Stellung ein. Ihre Attraktivitt beruht nicht zuletzt auf der Breite sozialphilosophischer und gesellschaftstheoretischer
Logik der Situationsdefinition und Logik der Handlungsselektion
Aspekte des Weber-Paradigmas
Die Beiträge des Bandes sind am weberianischen Forschungsprogramm orientiert, das von Wolfgang Schluchter in der Interpretation und der Explikation der verstehenden Soziologie von Max Weber entwickelt wurde. Den ersten Schwerpunkt bilden wissenschaftstheoretische Beiträge zu Fragen der Emergenz, des methodologischen Individualismus, der Idealtypen und des Verstehens und Wertens. Die handlungstheoretischen Beiträge kreisen um Webers Konzept der Le…
Logik der Situationsdefinition und Logik der Handlungsselektion
Aspekte des Weber-Paradigmas
Die Beiträge des Bandes sind am weberianischen Forschungsprogramm orientiert, das von Wolfgang Schluchter in der Interpretation und der Explikation der verstehenden Soziologie von Max Weber entwickelt wurde. Den ersten Schwerpunkt bilden wissenschaftstheoretische Beiträge zu Fragen der Emergenz, des methodologischen Individualismus, der Idealtypen und des Verstehens und Wertens. Die handlungstheoretischen Beiträge kreisen um Webers Konzept der Le…
Brückenhypothesen – Kritik der ökonomischen Theorie der Ziele / Critique of the Economic Theory of Human Goals
Im vorliegenden Aufsatz wird eine institutionentheoretische Alternative zu Siegwart Lindenbergs Modell der theoriereichen Konstruktion von Brückenhypothesen entwickelt. Lindenbergs Modell richtet sich sowohl gegen theoriearme, empirische Verfahren der Konstruktion von Brückenhypothesen als auch gegen bloße Ad-hoc-Annahmen über Präferenzen sozialer Akteure. Durch die Anwendung des Nachfragegesetzes auf die Relation zwischen Präferenzen und Metaprä…
By fair means. Radsport, Bergsport und das Problem der normativen Regulierung des Handelns
Normative Innovationen und die Distinktion sozialen Handelns
Soziale Konstellation und historische Perspektive
M. Rainer Lepsius hat wie kaum ein anderer die deutsche Soziologie intellektuell und institutionell geprägt. Die in seinen prägnanten Aufsätzen entwickelten Kategorien und Analysen beeinflussten nicht nur dauerhaft den soziologischen und sozialhistorischen Diskurs, sondern zeichnen sein Werk auch als ein originäres aus, hinter dem eine besondere soziologische Perspektive deutlich wird. Ausgehend von à berlegungen, die die Originalität des Werkes …
Rationale Demokratie. Demokratietheoretische Überlegungen in Anschluss an Max Weber
Die deliberative Demokratietheorie von Jrgen Habermas nimmt in der zeitgenssischen Debatte zu den normativen Grundlagen moderner Herrschaftsformen eine prominente Stellung ein. Ihre Attraktivitt beruht nicht zuletzt auf der Breite sozialphilosophischer und gesellschaftstheoretischer
Logik der Situationsdefinition und Logik der Handlungsselektion
Aspekte des Weber-Paradigmas
Die Beiträge des Bandes sind am weberianischen Forschungsprogramm orientiert, das von Wolfgang Schluchter in der Interpretation und der Explikation der verstehenden Soziologie von Max Weber entwickelt wurde. Den ersten Schwerpunkt bilden wissenschaftstheoretische Beiträge zu Fragen der Emergenz, des methodologischen Individualismus, der Idealtypen und des Verstehens und Wertens. Die handlungstheoretischen Beiträge kreisen um Webers Konzept der Le…
Einleitung
Die in diesem Band versammelten Aufsätze sind dem weberianischen Forschungsprogramm verpflichtet, wie es von Wolfgang Schluchter in der Interpretation und der Explikation der verstehenden Soziologie von Max Weber entwickelt wurde. In theoretischer Hinsicht bedeutet die „Verpflichtung“ keine Immunisierung, sondern eine kritische Prüfung und Weiterentwicklung seiner Annahmen. Bei der empirischen Arbeit entsteht die „Verpflichtung“ nicht durch die Ü…
Handlung und Rationalität
Max Webers Ansatz wurde kürzlich der Status eines wissenschaftlichen "Paradigmas" zuerkannt (). Damit wird ein Anspruch auf Eigenständigkeit und Konkurrenzfähigkeit, wenn nicht gar auf Überlegenheit gegenüber anderen sozialwissenschaftlichen Paradigma erhoben. Wolfgang Schluchter sieht das weberianische Forschungsprogramm im Konkurrenzkampf gegen drei Grundpositionen verstrickt: gegen die Systemtheorie à la Niklas Luhmann, die Theorie des kommuni…
Sinn der Institutionen
Soziale Konstellation und historische Perspektive
M. Rainer Lepsius hat wie kaum ein anderer die deutsche Soziologie intellektuell und institutionell geprägt. Die in seinen prägnanten Aufsätzen entwickelten Kategorien und Analysen beeinflussten nicht nur dauerhaft den soziologischen und sozialhistorischen Diskurs, sondern zeichnen sein Werk auch als ein originäres aus, hinter dem eine besondere soziologische Perspektive deutlich wird. Ausgehend von à berlegungen, die die Originalität des Werkes …
Der Sinn der Institutionen
Die weberianische Institutionentheorie baut eine Brücke zwischen einer "normativen" und einer "rationalen" Auffassung der Institutionen. Sie begreift Institutionen weder als Restriktionen des eigennützigen Handelns noch als normativ geforderte Handlungsregeln, sondern setzt diese in eine Wechselbeziehung zum Sinn des Handelns. In dieser Perspektive erscheinen Institutionen sowohl als wertbezogene Handlungsregeln als auch als Erzeugungsmechanismen…
Der Sinn der Institutionen
Einleitung Der Standort weberianischer Institutionentheorie im Raum konkurrierender Forschungsprogramme
In Institutionen wollte Emile Durkheim den Gegenstand der soziologischen Analyse sehen (Durkheim 2002: 100). Sicherlich ist diese Gegenstandsbestimmung zu eng angelegt; selbst für Durkheims eigene Untersuchungen trifft sie nicht zu. Doch sie vermittelt eine richtige Einschätzung der Relevanz, die Institutionen für die soziologische Analyse, insbesondere für das Forschungsprogramm einer verstehenden und erklärenden Soziologie, besitzen. Eine gülti…
Brückenhypothesen – Kritik der ökonomischen Theorie der Ziele / Critique of the Economic Theory of Human Goals
Im vorliegenden Aufsatz wird eine institutionentheoretische Alternative zu Siegwart Lindenbergs Modell der theoriereichen Konstruktion von Brückenhypothesen entwickelt. Lindenbergs Modell richtet sich sowohl gegen theoriearme, empirische Verfahren der Konstruktion von Brückenhypothesen als auch gegen bloße Ad-hoc-Annahmen über Präferenzen sozialer Akteure. Durch die Anwendung des Nachfragegesetzes auf die Relation zwischen Präferenzen und Metaprä…
Ideen und Interessen. Die Seitenwechselproblematik am Beispiel der Hinduismus- und Judentum-Studie von Max Weber
Ein zweifaches Erklärungsproblem beschäftigt Weber in seinen religionssoziologischen Studien: Zum einen die Erklärung der Wirkung, die religiöse Ideen auf die Interessen der Akteure ausüben, zum anderen die Erklärung der Wirkung materieller Interessenlagen auf die Glaubensinhalte und Ideen religiöser Akteure. In der „Vorbemerkung“ zu den Studien über die „Wirtschaftsethik der Weltreligionen“ spricht er auch von zwei „Seiten“ der „Kausalbeziehunge…
Die Kreation der Differenz
Sucht man nach einem Erklärungsprogramm innerhalb der soziologischen Differenzierungstheorie, so muss man sich in weiter zurückliegende Perioden der Fachgeschichte begeben als jene der aktuellen Systemtheorie von Niklas Luhmann. Diese hat erklärende Fragestellungen inzwischen verlernt, wohl deshalb, weil sie sie missachtete. Während sich die Systemtheorie für die Erklärung der sozialen Differenzierung zu schade war, scheuten die Klassiker der Dif…
Normative Innovationen und die Distinktion sozialen Handelns
Begriffe
Weder ›Arbeit‹ noch ›Beruf‹ sind soziologische Grundbegriffe bei Max Weber. Aber das Werk Max Webers hat der Arbeits- und Berufssoziologie in der Folgezeit wichtige Impulse verliehen, obgleich er nicht in die klassischen Fußstapfen tritt, in denen sich die Diskussion der beiden Begriffe bis dahin bewegt hatte: Weber fasst den Menschen weder anthropologisch als ›Arbeitswesen‹, also als ›homo laborans‹ auf, noch definiert er ihn philosophisch durch…
Werke und Werkgruppen
Max Webers Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter ist ein juristisches und rechtsgeschichtliches Werk. Basierend auf seiner Inauguraldissertation und Grundlage für seine Habilitation, leitet es knapp her, wie die Institutionen der Kommandit-(KG) und der offenen Handelsgesellschaften (OHG) in Abgrenzung sowohl vom römischen als auch vom zeitgenössischen (d. h. gründerzeitlichen) Gesellschaftsrecht aus den Verhältnissen der italienisch…
By fair means. Radsport, Bergsport und das Problem der normativen Regulierung des Handelns
Bewertungsspiele. Von der Handlungs- zur Koordinationstheorie
Hinduismus (1916/17; 1921)
Der zweite Band von Webers religionssoziologischen Aufsätzen steht im Schatten sowohl der prominenten Protestantismus- als auch der Judentumstudie. Eine mögliche Erklärung dieser benachteiligten Rezeptionsstellung liegt darin, dass die Hinduismus- und Buddhismusstudie scheinbar mit keinem den beiden anderen Untersuchungen vergleichbaren positiven Befund auftrumpfen kann. Während Weber dem asketischen Protestantismus (s. Kap. II.34) bekanntermaßen…
Gemeinschaft(en) und Gesellschaft(en)
Unter ›Gemeinschaften‹ versteht Weber zunächst soziale Beziehungen, also Komplexe von wechselseitig sinnhaft aufeinander eingestellten Handlungen mindestens zweier Akteure. Das Eingestelltsein ist sinnhaft, insofern es in symbolisch vermittelten Intentionen besteht (WuG, 3). Es ist wechselseitig, insofern es Bezug auf die Intentionen des jeweils anderen Akteurs nimmt.
Buddhismus (1916/17; 1921)
Die Geschichte des Buddhismus wirft ein Rätsel auf. Die buddhistische ›Heterodoxie‹ war eine Reaktion auf die Schwächen des ›hinduistischen Sozialsystems‹. Den Kern dieses Systems bildete eine religiöse Legitimationslehre sozialer Beziehungen, die dem System eine große Stabilität verlieh.
Gemeinschaften (1921/22)
Der Begriff ›Gemeinschaften‹ entstammt bekanntlich der älteren Fassung von Webers Beitrag zum Grundriß der Sozialökonomik. Eine glatte Übersetzung in die Begrifflichkeit der neueren Fassung gelingt nicht so recht. Zunächst ist festzuhalten, dass Weber den Begriff durchweg im Sinne einer »sozialen Beziehung« (s. Kap. II.4) verwendet, also eines »aufeinander gegenseitig eingestellt[en] und dadurch orientiert[en]« Handelns (§ 2 der Soziologischen Gr…
Entzauberung, Magie und Differenz
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