Martin Hose
Biographic Data
| ID | 4977512 |
|---|---|
| NAME | Martin Hose |
| GIVEN NAMES | Martin |
| FAMILY NAME | Hose |
| SIGNATURE | HOSE M |
| AFFILIATIONS | München Klinik |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 20 |
| TOTAL CITATIONS | 56 |
| WORKS AS AUTHOR | 18 |
| WORKS AS EDITOR | 2 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1994 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2022 |
| H-INDEX | 2 |
Sonne, Kosmos, Rom
Julian (331/32-363) wandte sich als einziger römischer Kaiser vom Christentum zurück zur alten Religion und versuchte, die Konstantinische Wende rückgängig zu machen. Dafür setzte er auch wieder stärker auf die imperiale römische Tradition der Sonnenverehrung. Der Hymnos auf den König Helios entfaltet in philosophischer Manier die kosmische, aber auch die politische Dimension des Helios und bietet so die theoretisch-ideologische Begründung von Ju…
Ernst Vogt
A Companion to Greek Literature
Ägyptische Erzählungen oder Über die Vorsehung
Synesios von Kyrene (ca. 370 -413 n. Chr.) darf als Repräsentant der spätantiken griechischen Oberschicht im Imperium Romanum gelten. Er studierte Philosophie in Athen und Alexandria, er bekleidete in Kyrene wichtige Ämter, unter anderem als Bischof, wie es für Angehörige der grundbesitzenden Eliten üblich war. Als Intellektueller stand er im Spannungsfeld zwischen Christentum einerseits und paganer literarischer Tradition (man könnte sie als »Ku…
Und Pflicht geht vor Neigung«
Cassius Dio
In the year 197 ce at Lyon, the future of the imperial throne was decided by force of arms. Septimius Severus mustered a huge army against a nearly equivalent number of troops fielded by Clodius Albinus, the last remaining rival of the “year of five emperors,” 193. Severus was victorious, Albinus fell. This event made clear the balance of power, but was, at least for the Senate in Rome, a source of discomfort, since the majority of senators had s…
Peloponnesian War
Die Kehrseite der Memoria oder Über Möglichkeiten des Vergessens von Literatur in der Antike
Anmerkungen zur Verwendung des Chores in der römischen Tragödie der Republik
„Den Chor muß man ebenso einbeziehen wie einen der Schauspieler, er muß Teil des Ganzen sein und sich an der Handlung beteiligen — nicht wie bei Euripides, sondern wie bei Sophokles. Bei den übrigen Dichtem vollends gehören die gesungenen Partien um nichts mehr zur jeweiligen Handlung als zu irgendeiner anderen Tragödie; sie lassen Einlagen (ἐμβόλιμα) singen, nachdem Agathon als erster damit angefangen hatte.“ So heißt es in Kapitel 18 der Aristo…
Fragment und Kontext. Zwei Methoden der Interpretation in der griechischen Literatur
Drama und Gesellschaft
Putsch und Restauration
Die Hetairien hatten ganze Arbeit geleistet. Durch politischen Mord und Terror war Athen so gelähmt, daß die Volksversammlung — ohnehin bereits Spielball der Oligarchen1 — die zur Ver-fasssungsänderung nötigen Beschlüsse passieren ließ (Thuk. 8,67). Darauf wurde die Ratsversammlung abgesetzt , wobei die Begleitumstände von Thukydides als besonders schimpflich empfunden wurden: die Ratsherren erhielten aus der Hand der Verschwörer den Sold für den…
Der Klassiker
Dies ist der historische Kontext, in dem Sophokles die letzten beiden seiner erhaltenen Stücke verfaßte. Im Gegensatz zu Euripides wird für den Philoktet und den Ödipus auf Kolonos (im folgenden: O.C.) ein Zeitbezug nur selten hergestellt. Es gibt vornehmlich zwei Interpretationen, die aus der historischen Situation grundlegende Daten für die Deutung der beiden Tragödien gewinnen wollen; M.H. Jameson versuchte 1956 im Philoktet in der Gestalt des…
Ausblick
„Im Jahre 406, als Sophokles und Euripides eben gestorben waren, hat Aristophanes in einer seiner großartigsten Komödien haargenau festgestellt: jetzt ist die Tragödie tot. Und sie war tot für ziemlich genau 2000 Jahre.“ So eröffnet Bruno Snell 1937 seinen berühmten Aufsatz Aristophanes und die Ästhetik. Gewiß ist der hier diagnostizierte Tod der Tragödie, wenn nicht falsch, so doch stark übertrieben55: Zwar sind mit Ausnahme des unter dem Namen …
Euripides und Aristophanes
An den Dionysien des Jahres 415 erhielt Euripides für seinen Beitrag zum Agon, Alexandros, Palamedes, Troerinnen und Sisyphos, den zweiten Preis1. „Die drei Tragödien behandeln Stoffe der troischen Sage nach der Zeitfolge; mindestens das erste und dritte haben mehrere Hauptpersonen gemein; es besteht also ein gewisser trilogischer Zusammenhang.“ So formulierte Wilamowitz2 und konstatierte ein Faktum, das sich schwerlich leugnen läßt. Welche Bedeu…
Lustige Stücke in traurigen Zeiten
Die Produktionen für die Dionysien 412 mußten unter dem Eindruck der Niederlage auf Sizilien stehen, die nach dem Zeugnis des Thukydides (8,1,1) die Athener weitgehend unvorbereitet traf. Daß freilich das Heer auf Sizilien in Bedrängnis war, durfte jedem Athener seit Nikias’ Botschaft, die in der Volksversammlung verlesen wurde, deutlich sein (Thuk. 7,10–16).
Einleitung
Das Anliegen der hier vorgelegten Studie ist es, die dramatische Produktion in Athen von 415 v. Chr. bis zum Ende des Pelo-ponnesischen Krieges vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse zu betrachten. Neu ist ein derartiges Anliegen keineswegs, hat es doch eine gewisse Tradition, mindestens im Spätwerk des Euripides, besonders in Tragödien wie Phönissen oder Orestes, Reflexe, ja Verarbeitungen des Zeiterlebens zu diagnostizieren. Was im fol…
Der Weg in die Niederlage
Alkibiades hatte nach der Niederlage seines Steuermannes Antiochos bei Notion sein Kommando verloren (Frühjahr 407)1. Seine Nachfolger, hier besonders Konon, halfen der angeschlagenen Moral der Flotte, die etwas verkleinert wurde, durch Plünderungszüge auf (Xenophon HG 1,5,20). Im folgenden Jahr wurde der überaus erfolgreiche spartanische Oberbefehlshaber Lysander2 durch Kallikratidas abgelöst, der durch die Verstimmung Lysanders über seine Abber…
Die Römische Liebeselegie Und Die Griechische Literatur
Erneuerung der Vergangenheit. Die Historiker im Imperium Romanum von Florus bis Cassius Dio
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Erneuerung der Vergangenheit. Die Historiker im Imperium Romanum von Florus bis Cassius Dio
Drama und Gesellschaft
Putsch und Restauration
Die Hetairien hatten ganze Arbeit geleistet. Durch politischen Mord und Terror war Athen so gelähmt, daß die Volksversammlung — ohnehin bereits Spielball der Oligarchen1 — die zur Ver-fasssungsänderung nötigen Beschlüsse passieren ließ (Thuk. 8,67). Darauf wurde die Ratsversammlung abgesetzt , wobei die Begleitumstände von Thukydides als besonders schimpflich empfunden wurden: die Ratsherren erhielten aus der Hand der Verschwörer den Sold für den…
Der Klassiker
Dies ist der historische Kontext, in dem Sophokles die letzten beiden seiner erhaltenen Stücke verfaßte. Im Gegensatz zu Euripides wird für den Philoktet und den Ödipus auf Kolonos (im folgenden: O.C.) ein Zeitbezug nur selten hergestellt. Es gibt vornehmlich zwei Interpretationen, die aus der historischen Situation grundlegende Daten für die Deutung der beiden Tragödien gewinnen wollen; M.H. Jameson versuchte 1956 im Philoktet in der Gestalt des…
Ausblick
„Im Jahre 406, als Sophokles und Euripides eben gestorben waren, hat Aristophanes in einer seiner großartigsten Komödien haargenau festgestellt: jetzt ist die Tragödie tot. Und sie war tot für ziemlich genau 2000 Jahre.“ So eröffnet Bruno Snell 1937 seinen berühmten Aufsatz Aristophanes und die Ästhetik. Gewiß ist der hier diagnostizierte Tod der Tragödie, wenn nicht falsch, so doch stark übertrieben55: Zwar sind mit Ausnahme des unter dem Namen …
Euripides und Aristophanes
An den Dionysien des Jahres 415 erhielt Euripides für seinen Beitrag zum Agon, Alexandros, Palamedes, Troerinnen und Sisyphos, den zweiten Preis1. „Die drei Tragödien behandeln Stoffe der troischen Sage nach der Zeitfolge; mindestens das erste und dritte haben mehrere Hauptpersonen gemein; es besteht also ein gewisser trilogischer Zusammenhang.“ So formulierte Wilamowitz2 und konstatierte ein Faktum, das sich schwerlich leugnen läßt. Welche Bedeu…
Lustige Stücke in traurigen Zeiten
Die Produktionen für die Dionysien 412 mußten unter dem Eindruck der Niederlage auf Sizilien stehen, die nach dem Zeugnis des Thukydides (8,1,1) die Athener weitgehend unvorbereitet traf. Daß freilich das Heer auf Sizilien in Bedrängnis war, durfte jedem Athener seit Nikias’ Botschaft, die in der Volksversammlung verlesen wurde, deutlich sein (Thuk. 7,10–16).
Einleitung
Das Anliegen der hier vorgelegten Studie ist es, die dramatische Produktion in Athen von 415 v. Chr. bis zum Ende des Pelo-ponnesischen Krieges vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse zu betrachten. Neu ist ein derartiges Anliegen keineswegs, hat es doch eine gewisse Tradition, mindestens im Spätwerk des Euripides, besonders in Tragödien wie Phönissen oder Orestes, Reflexe, ja Verarbeitungen des Zeiterlebens zu diagnostizieren. Was im fol…
Der Weg in die Niederlage
Alkibiades hatte nach der Niederlage seines Steuermannes Antiochos bei Notion sein Kommando verloren (Frühjahr 407)1. Seine Nachfolger, hier besonders Konon, halfen der angeschlagenen Moral der Flotte, die etwas verkleinert wurde, durch Plünderungszüge auf (Xenophon HG 1,5,20). Im folgenden Jahr wurde der überaus erfolgreiche spartanische Oberbefehlshaber Lysander2 durch Kallikratidas abgelöst, der durch die Verstimmung Lysanders über seine Abber…
Anmerkungen zur Verwendung des Chores in der römischen Tragödie der Republik
„Den Chor muß man ebenso einbeziehen wie einen der Schauspieler, er muß Teil des Ganzen sein und sich an der Handlung beteiligen — nicht wie bei Euripides, sondern wie bei Sophokles. Bei den übrigen Dichtem vollends gehören die gesungenen Partien um nichts mehr zur jeweiligen Handlung als zu irgendeiner anderen Tragödie; sie lassen Einlagen (ἐμβόλιμα) singen, nachdem Agathon als erster damit angefangen hatte.“ So heißt es in Kapitel 18 der Aristo…
Fragment und Kontext. Zwei Methoden der Interpretation in der griechischen Literatur
Die Kehrseite der Memoria oder Über Möglichkeiten des Vergessens von Literatur in der Antike
Peloponnesian War
Cassius Dio
In the year 197 ce at Lyon, the future of the imperial throne was decided by force of arms. Septimius Severus mustered a huge army against a nearly equivalent number of troops fielded by Clodius Albinus, the last remaining rival of the “year of five emperors,” 193. Severus was victorious, Albinus fell. This event made clear the balance of power, but was, at least for the Senate in Rome, a source of discomfort, since the majority of senators had s…
Und Pflicht geht vor Neigung«
Ägyptische Erzählungen oder Über die Vorsehung
Synesios von Kyrene (ca. 370 -413 n. Chr.) darf als Repräsentant der spätantiken griechischen Oberschicht im Imperium Romanum gelten. Er studierte Philosophie in Athen und Alexandria, er bekleidete in Kyrene wichtige Ämter, unter anderem als Bischof, wie es für Angehörige der grundbesitzenden Eliten üblich war. Als Intellektueller stand er im Spannungsfeld zwischen Christentum einerseits und paganer literarischer Tradition (man könnte sie als »Ku…
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Julian (331/32-363) wandte sich als einziger römischer Kaiser vom Christentum zurück zur alten Religion und versuchte, die Konstantinische Wende rückgängig zu machen. Dafür setzte er auch wieder stärker auf die imperiale römische Tradition der Sonnenverehrung. Der Hymnos auf den König Helios entfaltet in philosophischer Manier die kosmische, aber auch die politische Dimension des Helios und bietet so die theoretisch-ideologische Begründung von Ju…
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