Anja Schmid-Thomae
Biographic Data
| ID | 5130181 |
|---|---|
| NAME | Anja Schmid-Thomae |
| GIVEN NAMES | Anja |
| FAMILY NAME | Schmid-Thomae |
| SIGNATURE | SCHMID-THOMAE A |
| AFFILIATIONS | Landesbank Baden-Württemberg |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 10 |
| TOTAL CITATIONS | 2 |
| WORKS AS AUTHOR | 10 |
| WORKS AS EDITOR | 0 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 2012 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2012 |
| H-INDEX | 1 |
Forschungsdesign
Vor dem Hintergrund oben skizzierter theoretischer Annahmen und Konzepte wird in den folgenden Darstellungen die zentrale Fragestellung dieser Forschungsarbeit, inwiefern und wie Geschlechtergrenzen in gleichstellungsorientierten Förderprogrammen im technisch-handwerklichen Bereich überschreitbar(er) gemacht, aufgeweicht oder aber auch aktualisiert und somit reproduziert werden, konkretisiert. Zielsetzung aller im Rahmen dieser Arbeit untersuchte…
Technisch-handwerkliche Kurse
Als dritte Projektform werden zwei weitere Berufsorientierungsprogramme („Holly Wood“ und „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann!“) im technischhandwerklichen Bereich vorgestellt, die mit Blick auf die aktuelle Projektlandschaft insofern für die Fragestellung dieser Arbeit relevant sind, als es sich dabei nicht um eintägige bzw. einmalige Berufsorientierungsangebote (vgl. die „Girls' Days“ und Parcours) handelt, sondern um Projekte, die als auf…
Rahmen und Rahmungen
Wie oben dargestellt, ist für die vorliegende Arbeit die Analyse von Interaktion( en) zentral. Soziale Interaktion im engeren Sinne geschieht in sozialen Situationen (vgl. Goffman 1994: 55). Der Terminus soziale Situation wird hier im Sinne Goffmans verwendet und bezeichnet „jeden räumlichen Schauplatz, auf dem sich eine eintretende Person der unmittelbaren Gegenwart einer oder mehrerer anderer ausgesetzt findet“ (ebd.: 106). Kennzeichnend ist so…
Schluss
Untersucht wurde, inwiefern und auf welchen Ebenen (Projektdarstellung, -rahmen und -alltag) Geschlechtergrenzen in gleichstellungsorientierten, technisch- handwerklichen Berufsorientierungsprojekten für Mädchen überschreitbar( er) gemacht, aufgeweicht oder aber auch aktualisiert und somit reproduziert werden.
Einleitung
Zugangsbarrieren zu Bildung und Beruf sind seit den 1980er Jahren mit der rechtlichen Institutionalisierung der Gleichheits- bzw. Gleichstellungsnorm formal entfallen und das Bildungsniveau zwischen den Geschlechtern ist heute ausgeglichen (vgl. Gildemeister 2005, Gildemeister/Robert 2003). Trotz formaler Gleichheit ist der Arbeitsmarkt nach wie vor nach Geschlecht strukturiert: „Frauen und Männer arbeiten in der Berufswelt zwar Seite an Seite, s…
Berufsparcours
Eine weitere Projektform stellen sogenannte Berufsparcours dar, die für Mädchen und Jungen angeboten, allerdings geschlechtergetrennt durchlaufen werden. Ein Berufsparcours ist ein Aufgabenparcours, der aus unterschiedlichen (z.T. technisch-handwerklich ausgerichteten) Stationen besteht, an denen sich die TeilnehmerInnen anhand von Modellen spielerisch ausprobieren können. Im Rahmen der Parcours wird auf ein breites Spektrum an technischhandwerkl…
Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag“
Der „Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag“ wird als „Berufsorientierungsprojekt“ begriffen und setzt somit Berufsfindung zentral. Ziel dieses Programms ist, der horizontalen Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken: Am Girls’ Day sollen den Schülerinnen ausschließlich Berufe vorgestellt werden, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Das sind insbesondere Berufe aus den Bereichen Technik, Naturwissenschaften, Handwerk …
Berufsfindung und Geschlecht
Das diesem Abschnitt vorangestellte Zitat des französischen Mathematikers, Physikers und Philosophen Blaise Pascal verweist auf eine hohe identitäts- und sinnstiftende Bedeutung des Berufs zur damaligen Zeit. Wenn auch in der Soziologie durchaus kontrovers diskutiert, kann davon ausgegangen werden, dass dem Beruf in der modernen Gesellschaft nach wie vor eine große identifikatorische Bedeutung zukommt.49 Die Entscheidung für einen Beruf stellt „e…
Soziale Konstruktion von Geschlecht
Wie oben dargestellt, basiert jede Interaktion auf Typisierung und Kategorisierung von AkteurInnen. Interaktion ist demnach „nicht einfach ein Medium, in dem mehr oder weniger vorsozial gedachte Personen (als ‚Frauen’ oder als ‚Männer’) mit oder auch gegeneinander handeln, sondern Interaktion stellt einen formenden Prozess eigener Art dar, weil er Zwänge impliziert, in welche die Akteure involviert sind und denen sie nicht ausweichen können. Eine…
Berufsfindung und Geschlecht
Gegenstand der fallkontrastiven ethnographischen Studie sind Berufsorientierungsprojekte für Mädchen im technisch-handwerklichen Bereich. Vor dem Hintergrund der inzwischen vielfach getroffenen Festst
Berufsfindung und Geschlecht
Gegenstand der fallkontrastiven ethnographischen Studie sind Berufsorientierungsprojekte für Mädchen im technisch-handwerklichen Bereich. Vor dem Hintergrund der inzwischen vielfach getroffenen Festst
Forschungsdesign
Vor dem Hintergrund oben skizzierter theoretischer Annahmen und Konzepte wird in den folgenden Darstellungen die zentrale Fragestellung dieser Forschungsarbeit, inwiefern und wie Geschlechtergrenzen in gleichstellungsorientierten Förderprogrammen im technisch-handwerklichen Bereich überschreitbar(er) gemacht, aufgeweicht oder aber auch aktualisiert und somit reproduziert werden, konkretisiert. Zielsetzung aller im Rahmen dieser Arbeit untersuchte…
Technisch-handwerkliche Kurse
Als dritte Projektform werden zwei weitere Berufsorientierungsprogramme („Holly Wood“ und „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann!“) im technischhandwerklichen Bereich vorgestellt, die mit Blick auf die aktuelle Projektlandschaft insofern für die Fragestellung dieser Arbeit relevant sind, als es sich dabei nicht um eintägige bzw. einmalige Berufsorientierungsangebote (vgl. die „Girls' Days“ und Parcours) handelt, sondern um Projekte, die als auf…
Rahmen und Rahmungen
Wie oben dargestellt, ist für die vorliegende Arbeit die Analyse von Interaktion( en) zentral. Soziale Interaktion im engeren Sinne geschieht in sozialen Situationen (vgl. Goffman 1994: 55). Der Terminus soziale Situation wird hier im Sinne Goffmans verwendet und bezeichnet „jeden räumlichen Schauplatz, auf dem sich eine eintretende Person der unmittelbaren Gegenwart einer oder mehrerer anderer ausgesetzt findet“ (ebd.: 106). Kennzeichnend ist so…
Schluss
Untersucht wurde, inwiefern und auf welchen Ebenen (Projektdarstellung, -rahmen und -alltag) Geschlechtergrenzen in gleichstellungsorientierten, technisch- handwerklichen Berufsorientierungsprojekten für Mädchen überschreitbar( er) gemacht, aufgeweicht oder aber auch aktualisiert und somit reproduziert werden.
Einleitung
Zugangsbarrieren zu Bildung und Beruf sind seit den 1980er Jahren mit der rechtlichen Institutionalisierung der Gleichheits- bzw. Gleichstellungsnorm formal entfallen und das Bildungsniveau zwischen den Geschlechtern ist heute ausgeglichen (vgl. Gildemeister 2005, Gildemeister/Robert 2003). Trotz formaler Gleichheit ist der Arbeitsmarkt nach wie vor nach Geschlecht strukturiert: „Frauen und Männer arbeiten in der Berufswelt zwar Seite an Seite, s…
Berufsparcours
Eine weitere Projektform stellen sogenannte Berufsparcours dar, die für Mädchen und Jungen angeboten, allerdings geschlechtergetrennt durchlaufen werden. Ein Berufsparcours ist ein Aufgabenparcours, der aus unterschiedlichen (z.T. technisch-handwerklich ausgerichteten) Stationen besteht, an denen sich die TeilnehmerInnen anhand von Modellen spielerisch ausprobieren können. Im Rahmen der Parcours wird auf ein breites Spektrum an technischhandwerkl…
Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag“
Der „Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag“ wird als „Berufsorientierungsprojekt“ begriffen und setzt somit Berufsfindung zentral. Ziel dieses Programms ist, der horizontalen Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken: Am Girls’ Day sollen den Schülerinnen ausschließlich Berufe vorgestellt werden, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Das sind insbesondere Berufe aus den Bereichen Technik, Naturwissenschaften, Handwerk …
Berufsfindung und Geschlecht
Das diesem Abschnitt vorangestellte Zitat des französischen Mathematikers, Physikers und Philosophen Blaise Pascal verweist auf eine hohe identitäts- und sinnstiftende Bedeutung des Berufs zur damaligen Zeit. Wenn auch in der Soziologie durchaus kontrovers diskutiert, kann davon ausgegangen werden, dass dem Beruf in der modernen Gesellschaft nach wie vor eine große identifikatorische Bedeutung zukommt.49 Die Entscheidung für einen Beruf stellt „e…
Soziale Konstruktion von Geschlecht
Wie oben dargestellt, basiert jede Interaktion auf Typisierung und Kategorisierung von AkteurInnen. Interaktion ist demnach „nicht einfach ein Medium, in dem mehr oder weniger vorsozial gedachte Personen (als ‚Frauen’ oder als ‚Männer’) mit oder auch gegeneinander handeln, sondern Interaktion stellt einen formenden Prozess eigener Art dar, weil er Zwänge impliziert, in welche die Akteure involviert sind und denen sie nicht ausweichen können. Eine…
Berufsfindung und Geschlecht
Gegenstand der fallkontrastiven ethnographischen Studie sind Berufsorientierungsprojekte für Mädchen im technisch-handwerklichen Bereich. Vor dem Hintergrund der inzwischen vielfach getroffenen Festst
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