Klaus P Japp
Biographic Data
| ID | 792689 |
|---|---|
| NAME | Klaus P Japp |
| GIVEN NAMES | Klaus P |
| FAMILY NAME | Japp |
| SIGNATURE | JAPP K P |
| AFFILIATIONS | Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld Postfach 100 131, D-33501 Bielefeld |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 16 |
| TOTAL CITATIONS | 12 |
| WORKS AS AUTHOR | 16 |
| WORKS AS EDITOR | 0 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1981 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2016 |
| H-INDEX | 2 |
Wird die Terrorismusforschung durch „inklusives Unterscheiden“ gerettet
Puritanischer Terror
Der Aufsatz thematisiert die puritanische Programmierung der religiösen Semantik altjüdischer, protestantischer und islamistischer Gruppierungen. Alle drei Protestbewegungen werden in einem Zusammenhang von Struktur und Semantik gesehen, der durch die Ausdifferenzierung puritanischer Sekten konstituiert wird. Der einschlägige Strukturbezug wird in der Ausdifferenzierung von religiös verfassten Sekten gesehen, deren Konkurrenzdynamik durch puritan…
Werke und Werkgruppen
Es gibt mindestens drei Merkmale, die auch ein soziologisch ungeschulter Beobachter intuitiv mit einer Organisation verbindet. Zum einen kann man der Organisation eigene Zwecke zuordnen, die sie mit den vereinten und dadurch potenzierten Kräften ihrer Mitglieder verfolgt. Unter diesem Aspekt hat man Organisationen auch als Perfektionsformen sozialer Kooperation beschrieben. Ferner fällt auf, dass es in allen Organisationen eine transitive Rangord…
Regionen und Differenzierung
Der Beitrag geht davon aus, dass es keine zwingende Annahme ist, die Dominanz funktionaler Differenzierung in der Weltgesellschaft mit der allmählichen Auflösung ›peripherer‹ Sozialstrukturen zu verbinden. Um dieses Argument zu stützen, sollen a) die spezifisch europäischen Vorbedingungen für den take-off funktionaler Differenzierung skizziert werden, b) deren Ausfall in Regionen mit funktionsindifferenten tribalen, großverwandtschaftlichen und r…
Politische Akteure
Die soziologische Systemtheorie hat ein Problem mit ›Akteuren‹. Akteure werden häufig ›fiktive Akteure‹ genannt, insofern der Begriff auf kommunikative Erwartungen referiert und auf kommunikative Zurechnungen von Handlungen, aber eben nicht auf konkrete Personen (I). Im Folgenden soll eine allgemeine Theorie des Akteurs skizziert und diese Argumentation auf den homo politicus - auf den politischen Akteur - angewendet werden (II). Während ein ›Rat…
Terrorismus als Konfliktsystem
Der Aufsatz wendet sich gegen einschlägige Argumentationen zum internationalen Terrorismus, die mit einfachen (Armut) oder auch komplexeren Kausalannahmen (Bildungsdefizit und Armut usw.) arbeiten. Empirische und theoretische Indikatoren weisen darauf hin, dass es sich beim islamistisch geprägten Terrorismus und dem daraus resultierenden ›war on terrorism‹ um ein parasitäres Konfliktsystem handelt, das eigene, interne Kausalitäten einer Konfliktl…
Die Kommunikation des politischen Systems
Der Artikel geht von der in der politischen Kommunikationsforschung gebräuchlichen Unterscheidung zwischen Herstellung und Darstellung von Politik aus. Diese wird auf ihren Status im Prozess der politischen Kommunikation hin befragt. Ausgehend von der Annahme ausdifferenzierter Spezialkommunikationen des politischen und des massenmedialen Systems wird die These aufgestellt, dass die asymmetrisch konstruierte Differenz von Herstellung und Darstell…
Zur Soziologie des fundamentalistischen Terrorismus
Der politische Extremismus des Islam wird überwiegend auf sozioökonomische Deprivationen und/oder kulturelle Orientierungs- und Anerkennungsdefizite zurückgeführt. In diesem Zusammenhang dominiert ein argumentum ad hominem, dessen empirischer Hintergrund durch die Realitätskonstruktionen der Massenmedien aufgebaut wird. Der Artikel stellt dagegen auf Kommunikation um und zielt auf Wiederbeschreibung dessen, was die Massenmedien vorgeben. Im Mitte…
Wie normal ist Nichtwissen? Replik zu PeterWehling
Peter Wehling referiert in einem Beitrag fr die Zeitschrift fr Soziologie' ("Jenseits des Wissens? Wissenschaftliches Nichtwissen aus soziologischer Perspektive", in: ZfS
Prävention und Umwelthaftung
Distinguishing Non-Knowledge
Abstact: In the following essay, reference is made to the ambivalent position of non-knowledge between ensuring the production of scientific knowledge and risky decision-making. It will also be shown that this ambivalence is the result of system-internal operations and not of external facts, on which incomplete constructivism essentially depends. Finally, it is shown that the concept of risk marks the interface where modern society oscillates bet…
Risikosoziologie als ,Fröhliche Wissenschaft‘
Dynamik symbolischer Organisationspolitik
Soziale Systeme und ihre ökologischen Selbstbeschreibungen
Ökologische Themen haben in einem beträchtlichen Umfang Eingang in die sozialwissenschaftliche Forschung gefunden. Aber in der theoretischen Soziologe ist bisher kein überzeugender Versuch vorgelegt worden, für die Relation von Gesellschaft und natürlicher Umwelt eine konzeptuelle Form zu finden, die weder einen neuen Naturalismus einführt noch vorschnell normativ verfährt. Dieser Beitrag nimmt bei zwei Theorien - der konstruktivistischen Systemt…
Selbstverstärkungseffekte riskanter Entscheidungen
In dieser Arbeit werden im wesentlichen drei Ziele verfolgt. Erstens soll ein spezifisch soziologischer Zugang zur Risikothematik aufgewiesen werden. Dieser Zugang wird an der Differenz von quantifiziertem Risikokalkül (im Hinblick auf Vorteilswahrnehmung) und sozialen Erwartungen (im Hinblick auf Entscheidungsbereitschaft) orientiert werden. Zweitens wird sich zeigen, daß Risiko nicht lediglich eine schlecht kalkulierbare Differenz zwischen Vort…
Grenzen sozialer Differenzierung – Grenzen des Wachstums öffentlicher Sozialdienste
Theorien sozialer Differenzierung gehen von einer unwiderstehlichen Ausbreitung der Strategien funktionaler Differenzierung aus. Je stärker ausdifferenziert soziale Systeme sind, so lautet die These, desto selektiver können sie sich gegenüber ihren Umwelten verhalten. Nun gibt es empirische Indikatoren für die Begrenzung von Ausdifferenzierungsprozessen, die durch Selektivitätsverluste und das Nicht-Greifen der Organisationsmittel Macht, Recht, G…
Distinguishing Non-Knowledge
Abstact: In the following essay, reference is made to the ambivalent position of non-knowledge between ensuring the production of scientific knowledge and risky decision-making. It will also be shown that this ambivalence is the result of system-internal operations and not of external facts, on which incomplete constructivism essentially depends. Finally, it is shown that the concept of risk marks the interface where modern society oscillates bet…
Soziale Systeme und ihre ökologischen Selbstbeschreibungen
Ökologische Themen haben in einem beträchtlichen Umfang Eingang in die sozialwissenschaftliche Forschung gefunden. Aber in der theoretischen Soziologe ist bisher kein überzeugender Versuch vorgelegt worden, für die Relation von Gesellschaft und natürlicher Umwelt eine konzeptuelle Form zu finden, die weder einen neuen Naturalismus einführt noch vorschnell normativ verfährt. Dieser Beitrag nimmt bei zwei Theorien - der konstruktivistischen Systemt…
Selbstverstärkungseffekte riskanter Entscheidungen
In dieser Arbeit werden im wesentlichen drei Ziele verfolgt. Erstens soll ein spezifisch soziologischer Zugang zur Risikothematik aufgewiesen werden. Dieser Zugang wird an der Differenz von quantifiziertem Risikokalkül (im Hinblick auf Vorteilswahrnehmung) und sozialen Erwartungen (im Hinblick auf Entscheidungsbereitschaft) orientiert werden. Zweitens wird sich zeigen, daß Risiko nicht lediglich eine schlecht kalkulierbare Differenz zwischen Vort…
Grenzen sozialer Differenzierung – Grenzen des Wachstums öffentlicher Sozialdienste
Theorien sozialer Differenzierung gehen von einer unwiderstehlichen Ausbreitung der Strategien funktionaler Differenzierung aus. Je stärker ausdifferenziert soziale Systeme sind, so lautet die These, desto selektiver können sie sich gegenüber ihren Umwelten verhalten. Nun gibt es empirische Indikatoren für die Begrenzung von Ausdifferenzierungsprozessen, die durch Selektivitätsverluste und das Nicht-Greifen der Organisationsmittel Macht, Recht, G…
Die Kommunikation des politischen Systems
Der Artikel geht von der in der politischen Kommunikationsforschung gebräuchlichen Unterscheidung zwischen Herstellung und Darstellung von Politik aus. Diese wird auf ihren Status im Prozess der politischen Kommunikation hin befragt. Ausgehend von der Annahme ausdifferenzierter Spezialkommunikationen des politischen und des massenmedialen Systems wird die These aufgestellt, dass die asymmetrisch konstruierte Differenz von Herstellung und Darstell…
Grenzen sozialer Differenzierung – Grenzen des Wachstums öffentlicher Sozialdienste
Theorien sozialer Differenzierung gehen von einer unwiderstehlichen Ausbreitung der Strategien funktionaler Differenzierung aus. Je stärker ausdifferenziert soziale Systeme sind, so lautet die These, desto selektiver können sie sich gegenüber ihren Umwelten verhalten. Nun gibt es empirische Indikatoren für die Begrenzung von Ausdifferenzierungsprozessen, die durch Selektivitätsverluste und das Nicht-Greifen der Organisationsmittel Macht, Recht, G…
Selbstverstärkungseffekte riskanter Entscheidungen
In dieser Arbeit werden im wesentlichen drei Ziele verfolgt. Erstens soll ein spezifisch soziologischer Zugang zur Risikothematik aufgewiesen werden. Dieser Zugang wird an der Differenz von quantifiziertem Risikokalkül (im Hinblick auf Vorteilswahrnehmung) und sozialen Erwartungen (im Hinblick auf Entscheidungsbereitschaft) orientiert werden. Zweitens wird sich zeigen, daß Risiko nicht lediglich eine schlecht kalkulierbare Differenz zwischen Vort…
Soziale Systeme und ihre ökologischen Selbstbeschreibungen
Ökologische Themen haben in einem beträchtlichen Umfang Eingang in die sozialwissenschaftliche Forschung gefunden. Aber in der theoretischen Soziologe ist bisher kein überzeugender Versuch vorgelegt worden, für die Relation von Gesellschaft und natürlicher Umwelt eine konzeptuelle Form zu finden, die weder einen neuen Naturalismus einführt noch vorschnell normativ verfährt. Dieser Beitrag nimmt bei zwei Theorien - der konstruktivistischen Systemt…
Dynamik symbolischer Organisationspolitik
Risikosoziologie als ,Fröhliche Wissenschaft‘
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Abstact: In the following essay, reference is made to the ambivalent position of non-knowledge between ensuring the production of scientific knowledge and risky decision-making. It will also be shown that this ambivalence is the result of system-internal operations and not of external facts, on which incomplete constructivism essentially depends. Finally, it is shown that the concept of risk marks the interface where modern society oscillates bet…
Prävention und Umwelthaftung
Wie normal ist Nichtwissen? Replik zu PeterWehling
Peter Wehling referiert in einem Beitrag fr die Zeitschrift fr Soziologie' ("Jenseits des Wissens? Wissenschaftliches Nichtwissen aus soziologischer Perspektive", in: ZfS
Zur Soziologie des fundamentalistischen Terrorismus
Der politische Extremismus des Islam wird überwiegend auf sozioökonomische Deprivationen und/oder kulturelle Orientierungs- und Anerkennungsdefizite zurückgeführt. In diesem Zusammenhang dominiert ein argumentum ad hominem, dessen empirischer Hintergrund durch die Realitätskonstruktionen der Massenmedien aufgebaut wird. Der Artikel stellt dagegen auf Kommunikation um und zielt auf Wiederbeschreibung dessen, was die Massenmedien vorgeben. Im Mitte…
Die Kommunikation des politischen Systems
Der Artikel geht von der in der politischen Kommunikationsforschung gebräuchlichen Unterscheidung zwischen Herstellung und Darstellung von Politik aus. Diese wird auf ihren Status im Prozess der politischen Kommunikation hin befragt. Ausgehend von der Annahme ausdifferenzierter Spezialkommunikationen des politischen und des massenmedialen Systems wird die These aufgestellt, dass die asymmetrisch konstruierte Differenz von Herstellung und Darstell…
Politische Akteure
Die soziologische Systemtheorie hat ein Problem mit ›Akteuren‹. Akteure werden häufig ›fiktive Akteure‹ genannt, insofern der Begriff auf kommunikative Erwartungen referiert und auf kommunikative Zurechnungen von Handlungen, aber eben nicht auf konkrete Personen (I). Im Folgenden soll eine allgemeine Theorie des Akteurs skizziert und diese Argumentation auf den homo politicus - auf den politischen Akteur - angewendet werden (II). Während ein ›Rat…
Terrorismus als Konfliktsystem
Der Aufsatz wendet sich gegen einschlägige Argumentationen zum internationalen Terrorismus, die mit einfachen (Armut) oder auch komplexeren Kausalannahmen (Bildungsdefizit und Armut usw.) arbeiten. Empirische und theoretische Indikatoren weisen darauf hin, dass es sich beim islamistisch geprägten Terrorismus und dem daraus resultierenden ›war on terrorism‹ um ein parasitäres Konfliktsystem handelt, das eigene, interne Kausalitäten einer Konfliktl…
Regionen und Differenzierung
Der Beitrag geht davon aus, dass es keine zwingende Annahme ist, die Dominanz funktionaler Differenzierung in der Weltgesellschaft mit der allmählichen Auflösung ›peripherer‹ Sozialstrukturen zu verbinden. Um dieses Argument zu stützen, sollen a) die spezifisch europäischen Vorbedingungen für den take-off funktionaler Differenzierung skizziert werden, b) deren Ausfall in Regionen mit funktionsindifferenten tribalen, großverwandtschaftlichen und r…
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Es gibt mindestens drei Merkmale, die auch ein soziologisch ungeschulter Beobachter intuitiv mit einer Organisation verbindet. Zum einen kann man der Organisation eigene Zwecke zuordnen, die sie mit den vereinten und dadurch potenzierten Kräften ihrer Mitglieder verfolgt. Unter diesem Aspekt hat man Organisationen auch als Perfektionsformen sozialer Kooperation beschrieben. Ferner fällt auf, dass es in allen Organisationen eine transitive Rangord…
Wird die Terrorismusforschung durch „inklusives Unterscheiden“ gerettet
Puritanischer Terror
Der Aufsatz thematisiert die puritanische Programmierung der religiösen Semantik altjüdischer, protestantischer und islamistischer Gruppierungen. Alle drei Protestbewegungen werden in einem Zusammenhang von Struktur und Semantik gesehen, der durch die Ausdifferenzierung puritanischer Sekten konstituiert wird. Der einschlägige Strukturbezug wird in der Ausdifferenzierung von religiös verfassten Sekten gesehen, deren Konkurrenzdynamik durch puritan…
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