Cornelius Bickel
Dados Biográficos
| ID | 4589127 |
|---|---|
| NOME | Cornelius Bickel |
| PRENOMES | Cornelius |
| SOBRENOME | Bickel |
| ASSINATURA | BICKEL C |
| VERIFICADO | Não |
| TOTAL DE OBRAS | 18 |
| TOTAL DE CITAÇÕES | 5 |
| TOTAL COMO AUTOR | 17 |
| TOTAL COMO EDITOR | 1 |
| PRIMEIRO ANO DE PUBLICAÇÃO | 1913 |
| ANO MAIS RECENTE DE PUBLICAÇÃO | 2022 |
| ÍNDICE H | 1 |
Ferdinand Tönnies und die Soziologie- und Geistesgeschichte
Das Charakteristische an Tönnies’ Betrachtung des Rationalisierungsprozesses
Die Neuzeit als Prozeß der Rationalisierung, als Epoche des Wissenschaftsfortschrittes ist ein stehendes Thema der Soziologie seit Comte. Der philosophische Hintergrund der Konzeptionen ist jeweils ganz verschieden, die Bewertungen ebenfalls. Aber das Thema ist allen Klassikern der Soziologie gemeinsam. Das also ist nicht das Besondere an Tönnies’ Beschäftigung mit dem Phänomen der Rationalität, daß er diesem Thema einen zentralen Platz in seinem…
Die Kontroverse mit Rickert. Programmatische Gegensätze und verschwiegene Gemeinsamkeiten
Tönnies’ publizistische und wissenschaftliche Teilnahme am Hamburger Hafenarbeiterstreik von 1896/97
Die Kontroverse mit dem Sozialdarwinismus war die unmittelbare Anwendung theoretischer Begriffe aus Tönnies’ wissenschaftstheoretischer Konzeption auf eine dominierende Zeitfrage, die sowohl wissenschaftlichen wie auch politischen Charakter hatte. Tönnies’ Engagement im Hamburger Hafenstreik bedeutete einen weiteren Schritt hinein in das Getümmel der sozialpolitischen Auseinandersetzung. Aber auch hier findet der theoretisch interessierte Blick d…
Einleitung
Die folgende Arbeit geht aus von wissenschaftstheoretischen und -geschichtlichen Interessen. Der Widerspruch zwischen Tönnies’ Selbststilisierung im Sinne eines positivistischen Wissenschaftsprogrammes und den von ihm tatsächlich in Anspruch genommenen philosophischen Voraussetzungen gab zu denken. Es war der Gegensatz von erklärtem positivistischem Programm und faktisch wirkenden hermeneutischen Prämissen und Verfahrensweisen im Sinne der ungefä…
Tönnies’ Willenstheorie unter anthropologischen und erkenntnistheoretischen Gesichtspunkten
Wenn man den beiden Wurzeln von Tönnies’ Willenstheorie nachgeht, dann stößt man auf die apriorischen Voraussetzungen der beiden Komponenten von Tönnies’ Denken: auf die rechtstheoretischen Voraussetzungen seiner “idealtypisch” und begriffskonstruktiv verfahrenden Grundlegung der Soziologie und auf die philosophisch-anthropologischen Voraussetzungen seiner kritischen Deutung des abendländischen Rationalisierungsprozesses. Um Tönnies’ Denken zutre…
Philosophische Voraussetzungen und Ziele
Schlußbetrachtung
Man kann einen Klassiker auf verschiedene Weise lesen. Auf den vorhergehenden Seiten sind einige Interpretationsrichtungen verfolgt worden, die Tönnies in einen philosophischen und historischen Rahmen stellen. Daß das möglich ist, sagt allein schon etwas über Tönnies aus. Man erfährt unter diesen Aspekten etwas über Tönnies und über seine Zeit. Darin zeigt sich der repräsentative Status von Tönnies’ geistiger Statur. Er ist auf besonders ergiebig…
Entstehungsprozeß von »Gemeinschaft und Gesellschaft«
Wie hat sich nun dieser Lebens- und Gedankenprozeß abgespielt, als dessen bleibendes Resultat das Buch “Gemeinschaft und Gesellschaft” hervorgegangen ist?
Einleitende Betrachtungen
Tönnies (1855–1936) gehört zur Pioniergeneration der modernen Soziologie, die mit ihrer Lebenszeit bis ins zwanzigste Jahrhundert hineinreicht. Er ist der älteste unter den drei deutschen Klassikern, zu denen er mit Simmel (1858–1918) und Max Weber (1864–1920) zählt. Vom Lebensalter her steht er mit Simmel ungefähr al pari, aber sein Eintritt in die Soziologie mit “Gemeinschaft und Gesellschaft” im Jahre 1887 1 liegt um eine Nuance, nämlich um dr…
Tönnies’ Tendenzen zu einer Historischen Anthropologie
Die Geschichte spielt bei Tönnies eine mehrfache Rolle. Sie ist einerseits mit seiner systematischen Soziologie unauflöslich verbunden, andererseits ist sie die Dimension, von der er sein Projekt einer systematischen theoretischen Soziologie abgrenzen muß. Dieses Dilemma, wenn es denn ein solches ist, teilt er mit allen Klassikern der Soziologie aus seiner Generation. Die Geschichte in Gestalt der Geschichtswissenschaft, wie sie sich in Deutschla…
Der Widerspruch zwischen Wissenschaftstheorie und wissenschaftlicher Praxis in Tönnies’ soziologischer Geschichtsbetrachtung
Tönnies’ wissenschaftstheoretisches und philosophisches Denken ist zu einer engen Verbindung mit der Geschichtswissenschaft prädisponiert. Er räumt der soziologischen Geschichtsforschung in Gestalt der sogenannten “angewandten Soziologie” 1 eine tragende Rolle innerhalb des Aufbaus der verschiedenen Domänen soziologischer Forschung ein. “Angewandt” heißt diese Form soziologischen Denkens bei Tönnies deshalb, weil in ihr die reinen Konstruktionen …
Tönnies’ Kritik des Sozialdarwinismus in der Auseinandersetzung mit der Krupp-Preisfrage von 1900
Es ist deutlich geworden, wie Tönnies’ wissenschaftstheoretische Konzeption von der Logik der allgemeinen historischen Situation, die er im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts vorfand, bestimmt worden ist. Neben den Konsequenzen, die sich aus der besonderen Lage ergaben, in der sich die Soziologie damals als neu entstehende Einzelwissenschaft befand, waren es vor allem Tönnies’ wissenschaftspolitische und sozialethische Bestimmungsgründe, die in…
Die Historismus-Rationalismus-Problematik bei Tönnies
Nach der Schilderung des Gedankenprozesses, der zu Gemeinschaft und Gesellschaft geführt hat, sollen einige Gedankenfäden aus dem Entwicklungsgang herausgelöst und in ihrer systematischen Bedeutung für Tönnies’ Denken untersucht werden.
Historischer Gehalt der formalen Begriffe. Ihr kritisches Potential
Man mag die unlösliche Verbundenheit der formalen Soziologie mit einer allgemeinen Kulturtheorie im Denken von Tönnies als Signum einer frühen, noch undifferenzierten Wissenschaftsphase betrachten. So ist diese Konstellation wohl auch seither meistens gesehen worden. Darüber wird aber übersehen, daß diese Verbindung unlöslich ist. Bei Tönnies und den anderen Gründergestalten der Soziologie liegt sie mehr oder weniger offen zutage. Der universale …
Besondere philosophische Akzente von Tönnies’ soziologischem Denken
Im dritten Teil soll — wie angekündigt — in gewisser Weise die Essenz aus dem Vorherigen gezogen werden. Damit ist, wie nicht anders möglich, ein bestimmter Hauptakzent der Interpretation gesetzt. Mir scheint, daß die Darstellung insgesamt immer wieder auf einen durchgehenden Zug von Tönnies’ Denken gestoßen ist, der eine starke Eigendynamik und eine starke synthetisierende Kraft im Hinblick auf die vielen Einzelkomponenten seines geistigen Haush…
Ferdinand Tönnies
Die Entwicklung der sozialen Frage
Die Entwicklung der sozialen Frage
Das Charakteristische an Tönnies’ Betrachtung des Rationalisierungsprozesses
Die Neuzeit als Prozeß der Rationalisierung, als Epoche des Wissenschaftsfortschrittes ist ein stehendes Thema der Soziologie seit Comte. Der philosophische Hintergrund der Konzeptionen ist jeweils ganz verschieden, die Bewertungen ebenfalls. Aber das Thema ist allen Klassikern der Soziologie gemeinsam. Das also ist nicht das Besondere an Tönnies’ Beschäftigung mit dem Phänomen der Rationalität, daß er diesem Thema einen zentralen Platz in seinem…
Die Kontroverse mit Rickert. Programmatische Gegensätze und verschwiegene Gemeinsamkeiten
Tönnies’ publizistische und wissenschaftliche Teilnahme am Hamburger Hafenarbeiterstreik von 1896/97
Die Kontroverse mit dem Sozialdarwinismus war die unmittelbare Anwendung theoretischer Begriffe aus Tönnies’ wissenschaftstheoretischer Konzeption auf eine dominierende Zeitfrage, die sowohl wissenschaftlichen wie auch politischen Charakter hatte. Tönnies’ Engagement im Hamburger Hafenstreik bedeutete einen weiteren Schritt hinein in das Getümmel der sozialpolitischen Auseinandersetzung. Aber auch hier findet der theoretisch interessierte Blick d…
Einleitung
Die folgende Arbeit geht aus von wissenschaftstheoretischen und -geschichtlichen Interessen. Der Widerspruch zwischen Tönnies’ Selbststilisierung im Sinne eines positivistischen Wissenschaftsprogrammes und den von ihm tatsächlich in Anspruch genommenen philosophischen Voraussetzungen gab zu denken. Es war der Gegensatz von erklärtem positivistischem Programm und faktisch wirkenden hermeneutischen Prämissen und Verfahrensweisen im Sinne der ungefä…
Tönnies’ Willenstheorie unter anthropologischen und erkenntnistheoretischen Gesichtspunkten
Wenn man den beiden Wurzeln von Tönnies’ Willenstheorie nachgeht, dann stößt man auf die apriorischen Voraussetzungen der beiden Komponenten von Tönnies’ Denken: auf die rechtstheoretischen Voraussetzungen seiner “idealtypisch” und begriffskonstruktiv verfahrenden Grundlegung der Soziologie und auf die philosophisch-anthropologischen Voraussetzungen seiner kritischen Deutung des abendländischen Rationalisierungsprozesses. Um Tönnies’ Denken zutre…
Philosophische Voraussetzungen und Ziele
Schlußbetrachtung
Man kann einen Klassiker auf verschiedene Weise lesen. Auf den vorhergehenden Seiten sind einige Interpretationsrichtungen verfolgt worden, die Tönnies in einen philosophischen und historischen Rahmen stellen. Daß das möglich ist, sagt allein schon etwas über Tönnies aus. Man erfährt unter diesen Aspekten etwas über Tönnies und über seine Zeit. Darin zeigt sich der repräsentative Status von Tönnies’ geistiger Statur. Er ist auf besonders ergiebig…
Entstehungsprozeß von »Gemeinschaft und Gesellschaft«
Wie hat sich nun dieser Lebens- und Gedankenprozeß abgespielt, als dessen bleibendes Resultat das Buch “Gemeinschaft und Gesellschaft” hervorgegangen ist?
Einleitende Betrachtungen
Tönnies (1855–1936) gehört zur Pioniergeneration der modernen Soziologie, die mit ihrer Lebenszeit bis ins zwanzigste Jahrhundert hineinreicht. Er ist der älteste unter den drei deutschen Klassikern, zu denen er mit Simmel (1858–1918) und Max Weber (1864–1920) zählt. Vom Lebensalter her steht er mit Simmel ungefähr al pari, aber sein Eintritt in die Soziologie mit “Gemeinschaft und Gesellschaft” im Jahre 1887 1 liegt um eine Nuance, nämlich um dr…
Tönnies’ Tendenzen zu einer Historischen Anthropologie
Die Geschichte spielt bei Tönnies eine mehrfache Rolle. Sie ist einerseits mit seiner systematischen Soziologie unauflöslich verbunden, andererseits ist sie die Dimension, von der er sein Projekt einer systematischen theoretischen Soziologie abgrenzen muß. Dieses Dilemma, wenn es denn ein solches ist, teilt er mit allen Klassikern der Soziologie aus seiner Generation. Die Geschichte in Gestalt der Geschichtswissenschaft, wie sie sich in Deutschla…
Der Widerspruch zwischen Wissenschaftstheorie und wissenschaftlicher Praxis in Tönnies’ soziologischer Geschichtsbetrachtung
Tönnies’ wissenschaftstheoretisches und philosophisches Denken ist zu einer engen Verbindung mit der Geschichtswissenschaft prädisponiert. Er räumt der soziologischen Geschichtsforschung in Gestalt der sogenannten “angewandten Soziologie” 1 eine tragende Rolle innerhalb des Aufbaus der verschiedenen Domänen soziologischer Forschung ein. “Angewandt” heißt diese Form soziologischen Denkens bei Tönnies deshalb, weil in ihr die reinen Konstruktionen …
Tönnies’ Kritik des Sozialdarwinismus in der Auseinandersetzung mit der Krupp-Preisfrage von 1900
Es ist deutlich geworden, wie Tönnies’ wissenschaftstheoretische Konzeption von der Logik der allgemeinen historischen Situation, die er im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts vorfand, bestimmt worden ist. Neben den Konsequenzen, die sich aus der besonderen Lage ergaben, in der sich die Soziologie damals als neu entstehende Einzelwissenschaft befand, waren es vor allem Tönnies’ wissenschaftspolitische und sozialethische Bestimmungsgründe, die in…
Die Historismus-Rationalismus-Problematik bei Tönnies
Nach der Schilderung des Gedankenprozesses, der zu Gemeinschaft und Gesellschaft geführt hat, sollen einige Gedankenfäden aus dem Entwicklungsgang herausgelöst und in ihrer systematischen Bedeutung für Tönnies’ Denken untersucht werden.
Historischer Gehalt der formalen Begriffe. Ihr kritisches Potential
Man mag die unlösliche Verbundenheit der formalen Soziologie mit einer allgemeinen Kulturtheorie im Denken von Tönnies als Signum einer frühen, noch undifferenzierten Wissenschaftsphase betrachten. So ist diese Konstellation wohl auch seither meistens gesehen worden. Darüber wird aber übersehen, daß diese Verbindung unlöslich ist. Bei Tönnies und den anderen Gründergestalten der Soziologie liegt sie mehr oder weniger offen zutage. Der universale …
Besondere philosophische Akzente von Tönnies’ soziologischem Denken
Im dritten Teil soll — wie angekündigt — in gewisser Weise die Essenz aus dem Vorherigen gezogen werden. Damit ist, wie nicht anders möglich, ein bestimmter Hauptakzent der Interpretation gesetzt. Mir scheint, daß die Darstellung insgesamt immer wieder auf einen durchgehenden Zug von Tönnies’ Denken gestoßen ist, der eine starke Eigendynamik und eine starke synthetisierende Kraft im Hinblick auf die vielen Einzelkomponenten seines geistigen Haush…
Ferdinand Tönnies
Ferdinand Tönnies und die Soziologie- und Geistesgeschichte
German Social Sciences and History (16 obras) · Philosophy (16 obras) · Humanities (10 obras) · Political science (8 obras) · Philosophy, Science, and History (6 obras) · Sociology and Education Studies (6 obras) · Psychoanalysis and Social Critique (5 obras) · European history and politics (4 obras) · Sociology (4 obras) · Sociology (4 obras)