Angreifende Plakatwerbung im Wahlkampf – effektiv oder riskant? Ein Experiment aus Anlass der SPD-Europawahlplakate 2009
Dados Bibliográficos
| ID | 20060245 |
|---|---|
| Autores | Melanie Leidecker-Sandmann (0000-0001-7203-2448, autor correspondente), Melanie Leidecker |
| Ano | 2010 |
| Páginas | 117-139 |
| Data de publicação | 2010-01-01 |
| Peer Reviewed | Sim |
| Open Access | Não |
| Tipo | CHAPTER |
| Periódico | Die Massenmedien im Wahlkampf (SOURCE_BOOK) |
| Editora | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-92509-7_5 |
| OpenAlex | W37240031 |
| ISBN | 9783531925097 |
| Idioma | DE |
| Citações recebidas | 1 |
| Referências citadas | 15 |
"Finanzhaie würden FDP wählen", "Dumpinglöhne würden CDU wählen" und "Heiße Luft würde DIE LINKE wählen": Die SPD setzte mit ihren Wahlplakaten zur Europawahl 2009 auf (humorige) Angriffswerbung1 (siehe Abbildung 1). Die Bezeichnung der SPD-Wahlplakate als "humorig" muss allerdings in Klammern gesetzt werden, denn: Als lustig empfanden die angegriffenen Parteien die forschen Plakate nicht. So äußerte sich beispielsweise der FDP-Abgeordnete Patrick Döring empört: "Die SPD hat immer wieder gesagt, dass es im Prinzip keine Gründe gegen eine Ampelkoalition gibt [...]. Noch so ein paar Plakate und es gäbe gute Gründe." (Döring, zitiert nach Schultz, 2009) Auch auf Seiten der CDU reagierte man brüskiert. Entsprechend äußerte sich ein CDU-Sprecher: "Wir brauchen keine Mätzchen im Wahlkampf, sondern Politik, die die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nimmt" (zitiert nach Schultz, 2009, 25. April). Auch Hendrik Wüst, Generalsekretär der CDU in Nordrhein-Westfalen, sprach sich gegen die attackierenden SPD-Plakate aus: "Die Buchstaben SPD stehen heute offensichtlich für Schimpfen, Pöbeln und Dreckwerfen" (Wüst, zitiert nach Voogt, 2009). Die SPD hingegen schien mit ihrer Wahlkampagne zufrieden zu sein. So äußerte sich SPD-Wahlkampfmacher Kajo Wasserhövel: "Wir führen keinen säuselnden Europawahlkampf. Wir zeigen klar, wofür wir und wofür Union, FDP und die Linke stehen. Witzig und auch ein wenig provozierend." (Wasserhövel, 2009) Wie aber ist angreifende (oder auch: negative) Wahlwerbung aus Sicht der Kommunikationswissenschaft zu bewerten
Art · Gynecology · Humanities · Political science · Linguistic research and analysis · Media Studies and Communication · Medicine · Philosophy · Public Relations and Crisis Communication
| Obras citantes distintas | 1 |
|---|---|
| Citações por ano | 0,13 |
| Intervalo de citações | 2018 - 2018 (1) |
| Velocidade de citação | historical |
| Altamente citado | Não |
| Tipos de citação | Neutras: 1 |