Selbstselektion beim Bezug des Betreuungsgelds? Eine Analyse bezahlter und unbezahlter Arbeit von Müttern
Bibliographic Data
| ID | 10249972 |
|---|---|
| Authors | Julia Höppner (0000-0003-3267-1784, University of Kassel, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Volume | 72 |
| Issue | 1 |
| Pages | 81-107 |
| Publication date | 2020-03-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0023-2653 • E-ISSN: 1861-891X |
| Publisher | Springer Science and Business Media LLC (PUBLISHER) |
| DOI | 10.1007/s11577-020-00663-6 |
| OpenAlex | W4234960692 |
| Language | DE |
| References cited | 28 |
Das 2013 eingeführte und bereits zwei Jahre später wieder abgeschaffte bundesweite Betreuungsgeld gehörte zu den kontroversesten Themen der jüngeren deutschen Familienpolitik. Von Seiten politischer Akteure, die das Betreuungsgeld ablehnten, aber auch aus der Forschung wurde die Befürchtung geäußert, dass sich die Leistung negativ auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern auswirke und eine traditionelle Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Müttern und Vätern befördere. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Studien, die eine solche Wirkung des Betreuungsgelds festgestellt haben. Allerdings ist bisher nicht geklärt, ob die gefundenen Effekte der Leistung kausaler Natur sind oder ob eine Selbstselektion der Bezieherinnen dafür ursächlich ist. Der Beitrag geht dieser Frage nach. Auf Basis der Erhebungswellen 2009 bis 2017 des Sozio-oekonomischen Panels werden Mütter untersucht, die ausgehend vom Alter ihrer Kinder die Leistung hätten beziehen können oder dies getan haben. Für die Arbeitszeit, Hausarbeitszeit und Dauer der mütterlichen Kinderbetreuung werden hybride Modelle geschätzt, um die Veränderungen dieser drei Variablen bei Müttern mit und ohne Betreuungsgeldbezug im Zeitverlauf zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits vor der Geburt des Kindes signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen von Müttern bestehen, die auf eine Selbstselektion hinweisen
Art · Gynecology · Humanities · Political science · Gender, Labor, and Family Dynamics · Medicine · Social Policy and Reform Studies · Work-Family Balance Challenges
Mothers’ Time Choices
Fixed Effects, Random Effects, and Hybrid Models for Causal Analysis
Familienleitbilder in Deutschland
Familie und Partnerschaft in Ost- und Westdeutschland
Cash for childcare schemes in the Nordic welfare states
Gender Differences in Childcare
The influence of wages on parents’ allocations of time to child care and market work in the United Kingdom
Der Effekt der Erwerbstätigkeit von Frauen auf die Fertilität
Die Bildungsungleichheit des Erwerbsverhaltens von Frauen mit Kindern / Educational Differences in Maternal Employment in Germany
Keine Zeit für Kinder? Veränderungen in der Kinderbetreuungszeit von Eltern in Deutschland und Österreich / No Time for Children? Changes in Parents’ Child Care Time in Germany and Austria
Familiengründung und gewünschter Erwerbsumfang vonMännern – Eine Längsschnittanalyse für die alten Bundesländer / The Influence of Fatherhood on PreferredWorking Hours
Wie verändert sich die häusliche arbeitsteilung im eheverlauf
Determinanten des Wiedereinstiegs von Müttern in den Arbeitsmarkt in Vollzeit oder Teilzeit
Längsschnittdaten und Mehrebenenanalyse
Changing Attitudes toward Marriage and Children in Six Countries
The Gendered Division of Paid and Unpaid Work in Different Institutional Regimes
Childbirth and the Long-Term Division of Labour within Couples
Family Investments in Children--Productivities, Preferences, and Parental Child Care
The Making of a Good Woman
Gender Inequality in the Welfare State
Differences in women's employment patterns and family policies
Culture and Welfare State Policies
| Citation velocity | historical |
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| Highly cited | No |