Wolframs Erzähltechnik im ersten Munsalvaesche-Abschnitt des Parzival
Bibliographic Data
| ID | 10498924 |
|---|---|
| Authors | Johannes Maczewski (University of Victoria, corresponding author) |
| Year | 1984 |
| Volume | 20 |
| Issue | 1 |
| Pages | 1-26 |
| Publication date | 1984-02-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Seminar A Journal of Germanic Studies (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0037-1939 • E-ISSN: 1911-026X |
| Publisher | University of Toronto Press Inc. (UTPress) (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3138/sem.v20.1.1 |
| OpenAlex | W2028959442 |
| Language | DE |
Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Strassburg gelten mit Recht als die herausragenden Dichtergestalten des 12. und 13. Jahrhunderts. Nur wenig wissen wir von der Wirkung ihrer Werke auf das zeitgenossische Publikum. Der heutige Leser jedoch, sowohl der unbefangene als der durch seinen Kritiker-Beruf zur Befangenheit verurteilte, mus immer wieder voller Staunen vor der Tatsache stehen, das nach nur wenigen Jahrzehnten dichterischer Bemuhungen in deutscher Sprache Werke entstehen, deren kunstlerische Meisterschaft in den folgenden Jahrhunderten nur sehr vereinzelt erreicht werden konnte. Es ist insbesondere die sprachlich-gedankliche Aussage-Intensitat dieser Epen, die auch heute noch fasziniert und die bis heute immer neue Beobachtungen und Entdeckungen erlaubt. Eines der Werke, das `im Reichtum seiner erzahlerischen Entfaltung' und `in seiner positiven Unausschopfbarkeit' das spezielle Interesse von Laien und Experten und mehr oder weniger schopferischen Nacherzahlern erregt hat und immer wieder erregt, ist Wolframs Parzival, `in welchem sich ritterliches Hochmittelalter aufs umfassendste und strahlendste erfullt und gleichzeitig ubersteigt.' 1 Die folgenden Seiten versuchen, dem Grund dieser Faszination und dem Wesen dieser Intensitat anhand der kritischen Analyse eines begrenzten Beispiels nachzuspuren, und zwar an der Art und Weise, wie Wolfram den Gral in seinen Parzival einfuhrt. Dabei stellt sich diese Untersuchung nicht die Aufgabe, der langen Kette verschiedenartiger
Art · Humanities · Historical, Literary, and Cultural Studies · Medieval Iberian Studies · Medieval Literature and History · Philosophy
| Highly cited | No |
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