Stockende Kampfmaschinen
Die Problematik des enthusiastischen Kriegshelden bei Wieland und Lessing
Bibliographic Data
| ID | 10499001 |
|---|---|
| Authors | Cornelis Van Der Haven (0000-0001-9708-5773, Ghent University, corresponding author) |
| Year | 2014 |
| Volume | 50 |
| Issue | 1 |
| Pages | 18-33 |
| Publication date | 2014-02-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Seminar A Journal of Germanic Studies (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0037-1939 • E-ISSN: 1911-026X |
| Publisher | University of Toronto Press Inc. (UTPress) (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3138/sem.50.1.18 |
| OpenAlex | W2043266208 |
| Language | EN |
| References cited | 13 |
Das komplizierte Verhältnis von Aufklärung und Kriegsverherrlichung spielte um die Mitte des 18. Jahrhunderts in der epischen und dramatischen Dichtung eine wichtige Rolle. Der klassische epische Held als stoischer Krieger wurde durch einen empfindsameren Helden ersetzt, bei dem die persönliche Kriegsbereitschaft nicht länger eine Selbstverständlichkeit, sondern immer mehr von der inneren Entwicklung des Protagonisten abhängig wurde. Die Empfindsamkeit des epischen Heroen destabilisierte seine Position als selbstbewusster Kämpfer und konnte sowohl zu einer gesteigerten Form des kämpferischen Patriotismus als auch zu einer kritischen Distanzierung vom aggressiven und offensiven Kriegertum führen, die sich oft auf Mitleid mit dem Schicksal des Gegners stützte. In diesem Artikel werden anhand von Wielands Epenfragment Cyrus und Lessings Kurzdrama Philotas die oben genannten Spannungsfelder untersucht, wobei vor allem auf die Problematik aufgeklärter Autoren eingegangen wird, die sich darum bemühten, sowohl die Moralität der patriotischen Kriegsbereitschaft des militärischen Individuums als auch die Gefühlswelt des Kriegers – zusammen mit seinem Zweifel und seinem Enthusiasmus – in der Person des Kriegshelden zu vereinen
Art · German Literature and Culture Studies · Philosophy · Psychoanalysis and Social Critique
| Highly cited | No |
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