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Der Fundplatz Generalka 2 der Jamnaja-Kultur in der Südukraine. Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen

Bibliographic Data

ID11000025
AuthorsElke Kaiser (0000-0003-3594-4127, Freie Universität Berlin Institut für Prähistorische Archäologie Fabeckstraße 23–25, 14195 Berlin Germany, corresponding author), Oleg Tuboltsev (0000-0002-7331-1841, Nationales Naturschutzgebiet Chortica Zaporižžja Ukraine), Norbert Benecke (0000-0003-2388-8594, Naturwissenschaftliches Referat des Deutschen Archäologischen Institutes Berlin Deutschland), R P Evershed (0000-0002-9483-2750, School of Chemistry University at Bristol Bristol Great Britain), Michael Hochmuth (Naturwissenschaftliches Referat des Deutschen Archäologischen Institutes Berlin Deutschland), Simona Mileto (0000-0001-9765-3814, ERAAUB, Departament de Història i Arqueologia Universitat de Barcelona 08001 Barcelona Spain), Martin Riesenberg (Institut für Prähistorische Archäologie Freie Universität Berlin Berlin Deutschland)
Year2020
Volume95
Issue2
Pages376-421
Publication date2020-11-25
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenuePraehistorische Zeitschrift (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0079-4848 • E-ISSN: 1613-0804
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/pz-2020-0021
OpenAlexW3084909889
LanguageDE
Citations received2

In diesem Beitrag wird der Fundplatz Generalka 2 auf der Insel Chortica bei der Stadt Zaporižžja in der Ukraine vorgestellt. Seit dem Jahr 2000 finden hier regelmäßig Ausgrabungen statt, bei denen mehrere Grabensegmente freigelegt wurden. Die Funde, insbesondere die Keramik, sind typisch für die Jamnaja-Kultur (Grubengrabkultur) und auch die 14 C-Datierungen weisen in die erste Hälfte des 3. Jts. v. Chr. Zunächst wurde vermutet, dass hier eine Siedlung vorliegt, wie mehrere im Bereich der ehemaligen Dneprstromschnellen nördlich der südukrainischen Stadt Zaporižžja entdeckt worden sind. Neueste Feldforschungen weisen allerdings auf eine andere Kategorie von Denkmal hin. Grabenwerke sind aus verschiedenen Großräumen bekannt und als ‚causewayed enclosures‘ in der englischsprachigen Literatur beschrieben worden. Hier werden nun die Ergebnisse mehrerer naturwissenschaftlicher Untersuchungen am Fundstoff aus Generalka 2 vorgelegt. Für einen Fundplatz der Jamnaja-Kultur, der keine Begräbnisstätte darstellt, wurde eine umfassende Analyse von über 10.000 Tierknochen vorgenommen. Die 3.071 Knochen, die archäozoologisch einer Tierart zugeordnet werden können, lassen Rückschlüsse auf die Herdenzusammensetzung zu und belegen, dass Wildfauna nur eine untergeordnete Rolle in der Subsistenzbasis der Menschen zukam, die am unteren Dnepr im frühen 3. Jt. v. Chr. gelebt haben. Da auch zahlreiche Zähne von Wiederkäuern erhalten waren, wurden Isotopenanalysen durchgeführt, um Hinweise auf das Herdenmanagement zu erhalten. In einer weiteren Pilotstudie wurden Gefäßfragmente auf organische Rückstandsanalysen untersucht und die Ergebnisse mit den archäozoologischen Resultaten verglichen. Die hier erstmals vorgelegten und diskutierten Daten belegen eindrücklich das Potential für die Untersuchung eines solchen Steppenfundplatzes

Art · Humanities · Ancient and Medieval Archaeology Studies · Archaeology and ancient environmental studies · Marine and environmental studies

  • «Slingshot-Shaped» Pendants-Amulets of the Early Bronze Age

    Open Access•Yuriy Rassamakin, Oleg Tuboltsev•Archaeology and Early History of…•2024

  • Early Metal Ages Burial Grounds Chronology and Cultural Transmission

    Paolo Biagi, Dmytro Kiosak et al.•Stratum plus Archaeology and…•2022

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Citation span2022 - 2024 (3)
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