Geschlechtsdifferenzen in der Zukunftsorientierung
Bibliographic Data
| ID | 11980950 |
|---|---|
| Authors | Gisela Trommsdorff (0000-0003-1788-5573, Institut für Erziehungswissenschaft, TH Aachen Eilfschornsteinstraße 7, D-5100 Aachen), Christine Burger (Sonderforschungsbereich 24, Universität Mannheim (WH), L 13, 15-17, D-6800 Mannheim), Traudl Füchsle (Sonderforschungsbereich 24, Universität Mannheim (WH), L 13, 15-17, D-6800 Mannheim) |
| Year | 1980 |
| Volume | 9 |
| Issue | 4 |
| Pages | 366-377 |
| Publication date | 1980-08-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfsoz-1980-0403 |
| OpenAlex | W1546635741 |
| Language | EN |
| Citations received | 4 |
| References cited | 5 |
Um den Einfluß von Geschlechtsrollen und Bildungsstand auf die Art und Ausprägung der Zukunftsorientierung (ZO) empirisch zu erfassen, wurden 256 weibliche und männliche Jugendliche von Berufsschulen, Gymnasien und der Universität mit einem - durch Item- und Faktorenanalysen statistisch erprobten - Zukunftsorientierungs-Instrument befragt. Entgegen den einfachen Hypothesen und Befunden der Literatur, daß Frauen ihre Zukunft stärker in bezug auf den familialen Bereich, Männer dagegen eher in bezug auf den Berufsbereich hin strukturieren, zeigte sich hier, daß Frauen im Vergleich zu Männern eine differenzierter strukturierte ZO nicht nur im familialen, sondern auch im Berufsbereich hatten. Diese Befunde deuten auf neue Probleme bei der Änderung der Geschlechtsrollenorientierung hin: Frauen - insbesondere Berufsschülerinnen - hatten ausgeprägter strukturierte Befürchtungen als Männer, daß sich ihre beruflichen Wünsche nicht erfüllen würden; außerdem trauten sie sich weniger als Männer zu, aus eigener Kraft ihre Hoffnungen erfüllen zu können. - Wenn also, anders als in der Literatur üblich, ZO thematisch und kognitiv-affektiv differenziert gemessen wird, zeigt sich, daß die Struktur der Zukunftsorientierung von Jugendlichen geschlechts- und bildungsabhängig ist. Diese Ergebnisse lassen sich - teilweise post-hoc - durchaus im Sinne traditionellen Geschlechtsrollenlernens und darüberhinaus als Merkmal der Orientierung an sozialen und ökologischen Gegebenheiten deuten
Art · Gynecology · Humanities · Political science · Gender Roles and Identity Studies · Medicine · Sociology and Education Studies
Achievement motivation and attribution theory.
A longitudinal study of adolescents' future orientation (time perspective)
Skill versus luck
Attribution of responsibility and valence of success and failure in relation to initial confidence and task performance
Future time perspective and the preference for delayed reward
| Citations per year | 0.09 |
|---|---|
| Citation span | 1983 - 1993 (11) |
| Highly cited | No |