Communal conservancies in Namibia
Starting points for biodiversity conservation and poverty alleviation
Bibliographic Data
| ID | 13431010 |
|---|---|
| Authors | Karl Vorlaufer (corresponding author) |
| Year | 2007 |
| Volume | 61 |
| Issue | 1 |
| Pages | 26-53 |
| Publication date | 2007-04-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Erdkunde (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0014-0015 • E-ISSN: 2702-5985 |
| Publisher | Erdkunde (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.3112/erdkunde.2007.01.03 |
| OpenAlex | W2068694360 |
| Language | EN |
| Citations received | 1 |
Kommunale Conservancies sind in Namibia seit 1998 eine wesentliche Komponente und integraler Teil eines breiteren Community-based Natural Resources Management-Programms. Die Conservancies fokussieren sich in ihrer Entwicklung auf den Wildbestand, über den sie Zugang zu Ressourcen erhalten, der den lokalen Gemeinschaften vormals versagt war. Sie eröffnen der Bevölkerung ländlicher Räume zudem die Möglichkeit, ihren Lebensstandard durch eine nachhaltige Nutzung des Wildbestandes für Safari-Tourismus, Trophäenjagd und Fleisch zu verbessern. Das Programm basiert auf der Annahme, dass die Bevölkerung ihre natürlichen Ressourcen nur schützen und nachhaltig nutzen wird, wenn sie hierdurch Nutzen erzielen. Dieser Beitrag basiert auf Theorieansätzen der Politischen Ökologie und analysiert das rapide Wachstum und die räumliche Ausbreitung der Hegegemeinschaften, ihre Einkommensquellen, die Modi und Probleme der Verwaltung und Verteilung der Nutzen als eine zentrale Herausforderung für den Erfolg des Programms sowie die Rolle der verschiedenen im Programm engagierten Akteure. Safaritourismus und Trophäenjagd sind die wichtigsten Quellen monetärer und nichtmonetärer Nutzen. Joint Ventures sind von wachsender Bedeutung für die Generierung von Einkommen. Bisher sind jedoch in fast allen Conservancies die Nutzen im Vergleich zu den Kosten zu gering, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu verbessern und eine breitere Regionalentwicklung zu initiieren. Die Kosten der Biodiversitätssicherung sind im Vergleich zu den Nutzen sehr hoch; viele Bewohner leiden unter den hohen Schäden durch die große und zunehmende Zahl von Wildtieren. Zudem sind die Opportunitätskosten eine hohe Belastung für die Bevölkerung, da große, vom geschützten Wild genutzte Flächen nicht für Landwirtschaft und Siedlungen genutzt werden können. Daher ist es zweifelhaft, ob der Tourismus ausreichend Einkommen generieren kann, um die Kosten der Biodiversitätssicherung zu kompensieren und die hohen Erwartungen der Bevölkerung zu befriedigen. Sehr wahrscheinlich wird die nachhaltige Sicherung der Biodiversität und namentlich des Wildbestandes auf breiterer Basis auch in Zukunft nur erfolgreich sein, wenn sie massiv durch ausländische Geber und die internationale Gemeinschaft subventioniert wird
Geography · Ecology, Conservation, and Geographical Studies · Geology · South African History and Culture
| Citations per year | 0.2 |
|---|---|
| Citation span | 2021 - 2021 (1) |
| Highly cited | No |