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Einleitung. Recht und Literatur um 1800 im Kontext des law and literature movement

Bibliographic Data

ID14711049
AuthorsUlrike Zeuch (corresponding author)
Year2006
Volume31
Issue1
Pages77-84
Publication date2006-09-01
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueInternationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0340-4528 • E-ISSN: 1865-9128
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/iasl.2006.1.77
OpenAlexW1968646412
LanguageDE
References cited1

»Law and literature scholarship is one of the most exciting of recent interdisciplinary ventures, and its potential is enormous«, schreibt Ian Ward im Vorwort zu seiner Aufsatzsammlung über Law and Literature von 1995. Und er sagt auch, wozu diese interdisziplinäre Begegnung seiner Meinung nach in erster Linie dienlich sei: Das Lesen von Literatur trage dazu bei, »to better understand the law«. Daß es eine sinnvolle Herangehensweise ist, das Recht ausgerechnet durch Literatur besser zu verstehen, hat das law and literature movement – eine Bewegung, zu der auch Ward zählt – in den letzten drei Jahrzehnten durch zahlreiche Publikationen unter Beweis zu stellen unternommen. Allerdings hat Ulrich Mölk in dem Sammelband Literatur und Recht von 1996 zu bedenken gegeben, daß es sich bei dem law and literature movement »nicht eigentlich um einen interdisziplinären Forschungsansatz [handele], jedenfalls nicht in dem Sinne, daß Juristen und Philologen zu gemeinsamem Gespräch über einen gemeinsamen Gegenstand finden«, da diese Bewegung in erster Linie motiviert sei durch »ein Interesse der Juristen an Literatur, nicht der Literaturwissenschaftler am Recht«. Er hingegen habe seinen Sammelband, um diese Einseitigkeit zu vermeiden, so angelegt, »daß sich Philologen und Juristen jeweils in Referat und Koreferat mit einem bestimmten literarischen Werk auseinandersetzen sollten«. Noch schärfer urteilt Richard Posner in seinem Buch Law and Literature . A Misunderstood Relation , indem er der Annahme eines engen Konnexes von Recht und Literatur, von »fabulists and anti-fabulists«, so Jerome Bruner, als Voraussetzung für eine Vergleichbarkeit entgegenhält, daß »although the writers we value have often put law into their writings, it does not follow that those writings are about law in any interesting way that a lawyer might be able to elucidate«. Die Darstellung konkreter Rechtsprobleme in Literatur sei akzidentiell; Literatur gehe es vielmehr um die conditio humana . Auch in methodischer Hinsicht fehle die Basis für einen sinnvollen Vergleich

Humanities · Conflict of Laws and Jurisdiction · Law and Political Science · Philosophy

Highly citedNo

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