Zum Verhältnis von kulturellen Werten und gesellschaftlichen Strukturen in der Schweiz
Das Beispiel regionaler Gemeinsamkeiten und Differenzen der Geschlechterungleichheit
Bibliographic Data
| ID | 18971007 |
|---|---|
| Authors | E Bühler (University of Zurich, corresponding author) |
| Year | 2001 |
| Volume | 56 |
| Issue | 2 |
| Pages | 77-89 |
| Publication date | 2001-06-30 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Geographica Helvetica (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0016-7312 • E-ISSN: 2194-8798 |
| Publisher | Copernicus GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.5194/gh-56-77-2001 |
| OpenAlex | W2316012864 |
| Language | DE |
| Citations received | 8 |
| References cited | 3 |
Das Geschlechterverhältnis an einem bestimmten Ort kann gemäss neueren Theorien der Geschlechterforschung (Gender Studies) als Resultat eines Aushandlungs- und Kompromissbildungsprozesses zwischen gesellschaftlichen Akleurinnen und Akteuren gedeutet werden. In diesem Arrangement werden die Werte und Leitbilder der Menschen über eine angemessene, «richtige» Rollenteilung zwischen Frau und Mann (Geschlechterkultur) mit den wirtschaftlichen, politischen und anderen institutionellen Strukturen des Geschlechterverhältnisses (Geschlechterordnung) miteinander in Beziehung gesetzt und in ein mehr oder weniger hohes Mass an Übereinstimmung gebracht. Eine regional differenzierte Auswertung sekundärstatistischer Daten (eidgenössische Volks- und Betriebszählungen sowie Volksabstimmungen) belegt, dass in der Schweiz sowohl in Bezug auf die regional vorherrschende Geschlechterkultur als auch in Bezug auf die Geschlechterordnung teilweise beträchtliche regionale Differenzen vorhanden sind. Dabei besteht ein deutlich erkennbarer Zusammenhang zwischen regionaler Geschlechterkultur und regionaler Geschlechterordnung. Dort, wo die Ergebnisse der Volksabstimmungen insgesamt eine gleichstellungsfreundlichere Einstellung der Stimmbevölkerung zum Ausdruck bringen, ist auch die Geschlechterungleichheit insgesamt relativ geringer als in Regionen mit einer weniger gleichstellungsfreundlich eingestellten Stimmbevölkerung. Die Ergebnisse dieser vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Studie stützen die Erkenntnis, dass das Verhältnis der Geschlechter ein soziales und kulturell variables und kein «natürliches» oder selbstverständliches Phänomen darstellt
Art · Humanities · Political science · Gender Politics and Representation · Historical Gender and Feminism Studies · Sociology and Education Studies
Wohlfahrtsstaatliche Politiken und ihre kulturellen Grundlagen
Neoliberal subjectivity – difference, free choice and individualised responsibility in the life plans of young adults in Switzerland
Gendered labour arrangements in Switzerland
Gender equality and parental leave policies in Switzerland
Gender time-use gap and task segregation in unpaid work
Gender inequality and mammography screening
The 'Child as Project' Versus the 'Child as Gift
Gender equality trade-offs re-examined
| Unique citing works | 8 |
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| Citations per year | 0,33 |
| Citation span | 2002 - 2022 (21) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 8 |