Was symbolisieren die bestimmten Artikel des Deutschen
Bibliographic Data
| ID | 19513485 |
|---|---|
| Authors | Dagmar Bittner (0000-0003-1653-259X, corresponding author) |
| Year | 2001 |
| Volume | 21 |
| Pages | 1-19 |
| Publication date | 2001-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | ZAS Papers in Linguistics (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1435-9588 • E-ISSN: 1435-9588 |
| Publisher | University Library J. C. Senckenberg (PUBLISHER) |
| DOI | 10.21248/zaspil.21.2001.85 |
| OpenAlex | W3118806611 |
| Language | DE |
| Citations received | 1 |
| References cited | 1 |
Eine wesentliche morpho-syntaktische Eigenschaft pronominaler Formen ist ihre Kongruenz mit dem Nomen. In den Grammatiken werden die pronominalen Paradigmen deshalb anhand der Kategorien des Nomens konstruiert. So wird traditionellerweise im Deutschen für all die verschiedenen pronominalen Elemente wie bestimmter/unbestimmter Artikel, Negationsartikel, Possessiv- und Demonstrativpronomen, starke/schwache Adjektive ein und dieselbe Struktur des Paradigmensystems zugrundegelegt. Die 3 Genusklassen konstituieren je ein Paradigma im Singular sowie ein gemeinsames Pluralparadigma. Jedes dieser 4 Paradigmen hat 4 Kasuspositionen, Nom., Gen., Dat., Akk. Dies ergibt ein Paradigmensystem mit 16 Paradigmenpositionen. Jede Position beschreibt eine der möglichen syntaktischen Umgebungen von nominalen Einheiten auf der Äußerungsoberfläche. Nicht nur im Deutschen existiert nun aber keineswegs für jede dieser Positionen auch eine eigenständige pronominale Form. Die Diskrepanz ist bekanntlich beachtlich. Das Paradigmensystem des bestimmten Artikels - das hier exemplarisch diskutiert werden sol1 - weist mit 6 Formen noch den größten Formenreichtum auf. Das Demonstrativpronomen dies und der Negationsartikel kein z.B. haben 5 distinkte Formen, die schwachen Adjektive schließlich nur 2. Die Frage, die sich unmittelbar aufdrängt, ist, welche (grammatische) Ratio steckt hinter diesem hohen Maß an Formidentitäten. Inwieweit haben wir es hier mit motivierten Synkretismen, d.h. auf inhaltlich begründeten Neutralisationen beruhenden Formidentitäten, und/oder zufälligen Homonymien zu tun
Art · Humanities · Physics · Linguistic Education and Pedagogy · Linguistic research and analysis · Linguistics, Language Diversity, and Identity · Philosophy
| Unique citing works | 1 |
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| Citations per year | 0.07 |
| Citation span | 2012 - 2012 (1) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 1 |