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Frauenhauskinder und ihr Weg ins Leben

Das Frauenhaus als entwicklungsunterstützende Sozialisationsinstanz

Bibliographic Data

ID19540489
AuthorsAngelika Henschel (Leuphana University of Lüneburg, corresponding author)
Year2023
Volume15
Issue1
Pages131-146
Publication date2023-06-01
Peer ReviewedYes
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueSoziale Passagen (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 1867-0180 • E-ISSN: 1867-0199
PublisherSpringer Science and Business Media LLC (PUBLISHER)
DOI10.1007/s12592-023-00445-9
OpenAlexW3107062628
LanguageDE
References cited7

Häusliche Gewalt, die in Deutschland als Gewaltstraftat zwischen erwachsenen Personen in einer partnerschaftlichen Beziehung definiert wird und von der vor allem Frauen durch männliche Partner betroffen sind, hat auch Einfluss auf das Aufwachsen und die Entwicklung von Kindern. Seit 1976 versuchen Frauenhäuser in Deutschland den von Misshandlung betroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz, Beratung und Unterstützung zuteilwerden zu lassen, um der Gewalt durch den eigenen Ehemann oder Partner zu begegnen. Kinder, die in diesen gewaltgeprägten Familien aufwachsen, tragen erhöhte Entwicklungsrisiken, denen durch äußere Schutzfaktoren im Sinne von Resilienzstärkung in Frauenhäusern begegnet werden kann, wenn hierfür geeignete Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Dieser Artikel stellt die zentralen Ergebnisse der vorliegenden Studie dar, um zu verdeutlichen, welchen Einfluss die vorübergehende Sozialisationsinstanz Frauenhaus für die Unterstützung der von häuslicher Gewalt betroffenen Kinder haben kann. Nachdem die Studie an verschiedenen australischen Universitäten vorgestellt wurde, weckte sie dort großes Interesse, sodass versucht werden soll, sie für Australien zu replizieren, um die von häuslicher Gewalt betroffenen Kinder und Jugendlichen auch dort zukünftig besser durch geeignete Maßnahmen adressieren und unterstützen zu können sowie die Politik aufzufordern, für die Bereitstellung entsprechender Ressourcen zu sorgen. Darüber hinaus wird verdeutlicht, dass Kooperationsbeziehungen zwischen Frauenhäusern und Institutionen der Jugendhilfe und des Kinderschutzes unter Berücksichtigung der Gewalterfahrungen der Mütter auf- bzw. ausgebaut werden sollten, um Entwicklungsrisiken von Kindern, die häusliche Gewalt innerhalb ihrer Familien erleben, im Sinne des Kindeswohls durch verbesserte Schutzkonzepte zukünftig besser begegnen zu können und zugleich die legitimen Schutzbedürfnisse und Rechte der Mütter zu erfüllen

Art · Gynecology · Humanities · Political science · Child Abuse and Trauma · Intimate Partner and Family Violence · Medicine · Sex work and related issues

  • Frauenhauskinder und ihr Weg ins Leben

    Angelika Henschel•Frauenhauskinder und ihr Weg ins…•2019

  • Stachel im Fleisch“

    Open Access•Angelika Henschel•Soziale Arbeit in Gesellschaftliche…•2017

  • Intervening with Children Living with Domestic Violence

    Susan Heward‐Belle, Susan Heward-Belle et al.•Australian Social Work•2018

Citation velocityhistorical
Highly citedNo

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