Die Materialität der Exklusion
Vom ausgeschlossenen Körper zum Körper des Ausgeschlossenen
Bibliographic Data
| ID | 19921800 |
|---|---|
| Authors | Sven Opitz (0000-0001-9655-630X, Institut für Soziologie, Universität Basel Petersgraben 27, CH-4051 Basel, corresponding author) |
| Year | 2008 |
| Volume | 14 |
| Issue | 2 |
| Pages | 229-253 |
| Publication date | 2008-11-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Soziale Systeme (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0948-423X • E-ISSN: 2366-0473 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/sosys-2008-0207 |
| OpenAlex | W2400779316 |
| Language | EN |
| Citations received | 3 |
Der Begriff der Exklusion ist für die Soziologie eine Herausforderung. Indem er auf eine Sozialität jenseits des Sozialen verweist, führt er die Disziplin an die Grenze ihres Gegenstands. Konfrontiert mit dieser Grenze beschreibt die Soziologie den Exklusionsbereich regelmäßig als Raum, der nur noch bloße, auf ihre Materialität zurückgeworfene Körper beherbergt. Der vorliegende Artikel möchte den Körper des Ausgeschlossenen befragen: Warum erfolgt der Körperbezug innerhalb der Exklusionsdebatte in derart wiederkehrender Form und welche Funktion hat er? Wie lässt sich die hier behauptete Körperlichkeit gesellschaftstheoretisch einholen, wie kann dabei die in den Körperbezug eingeschriebene Materialität der Exklusion erfasst werden? Und welchen Zugang eröffnet eine derartige Operation zu der Grenzsozialität des Exklusionsbereichs? Die Gliederung des Artikels folgt der Reihenfolge dieser Fragen. Erstens wird die soziologische Exklusionsdebatte einer rhetorischen Analyse unterzogen. Gegen die hier vorherrschende Tendenz, den Körper als präsoziales Substrat zu behandeln, soll zweitens der Vorschlag erarbeitet werden, die Materialität der Exklusion als Effekt der Selbstproduktion des Sozialen zu verstehen. In Auseinandersetzung mit der Systemtheorie Niklas Luhmanns und der Diskurstheorie Judith Butlers erscheint der Körper des Ausgeschlossenen in zwei Dimensionen: als semantisch entwerteter Körper sowie als gespenstischer Körper, der den Inklusionsbereich in seiner Heterogenität heimsucht. Die Theorielektüren münden drittens in die Formulierung einiger Eckpunkte für eine poststrukturalistisch revidierte Sozialtheorie der Inklusion/Exklusion
Humanities · Political science · German Social Sciences and History · Philosophy · Sociology and Education Studies · Sociology and Norbert Elias
| Unique citing works | 3 |
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| Citations per year | 0.2 |
| Citation span | 2011 - 2020 (10) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |