Hochschulleitung und Forscher
Von wechselseitiger Nichtbeachtung zu wechselseitiger Abhängigkeit
Bibliographic Data
| ID | 20041965 |
|---|---|
| Authors | Enno Aljets (University of Bremen), Eric Lettkemann (0000-0002-4504-2488, University of Bremen) |
| Year | 2012 |
| Pages | 131-153 |
| Publication date | 2012-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Hochschule Als Organisation (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-18770-9_8 |
| OpenAlex | W2227381133 |
| ISBN | 9783531187709 |
| Language | EN |
| Citations received | 2 |
| References cited | 33 |
Welche Möglichkeiten bieten sich für die Hochschulleitung, auf Forschungsentscheidungen Einfluss zu nehmen? Und wie wandelt sich die Beziehung zwischen Hochschulleitung und Forschern? Diese Fragen stellen sich, weil sich die Entscheidungsmöglichkeiten und Verantwortungsbereiche der Hochschulleitungen in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Traditionell spielte die Leitungsebene in den deutschen Universitäten eine eher untergeordnete Rolle (vgl. Meier 2009). Angesichts der herausgehobenen Stellung der Professorenschaft und der hierzulande äußerst stark ausgeprägten Organisationskultur der ‚Kollegialität‘ zwischen den Lehrstuhlinhabern erfüllten Dekane, Präsidenten, Kanzler usw. zwar wichtige repräsentative Funktionen, doch in Bezug auf die Forschung an ihrer Universität führten sie eher ein Schattendasein (vgl. Clark 1984: 140; Schimank 1995: 222- 258; Schimank/Lange 2009: 56 ff.). In der Hochschulforschung haben aktuelle Maßnahmen zur Stärkung der formalen Rechte der Hochschulleitung deshalb einige Aufmerksamkeit erregt und zahlreiche Untersuchungen angeregt. Bislang werden die Effekte dieser Maßnahmen für die Dynamik der universitären Wissensproduktion nur unzureichend verstanden. Dieser Umstand ist einerseits dem ‚Reformeifer‘ der Hochschulpolitiker zuzuschreiben, die vor allem in den zwei Jahrzehnten nach der deutschen Wiedervereinigung eine Reform nach der anderen implementierten. Ein Stück weit ist es also der Anlage dieses hoch komplexen ‚Realexperiments‘ geschuldet, dass sich seine Auswirkungen vollständig wohl erst aus der Distanz vieler weiterer Jahre überblicken lassen. Andererseits vermuten wir, dass die Schwäche sozialwissenschaftlicher Deutungsangebote auch ein hausgemachtes Problem darstellt. Denn in der Hochschulforschung dominieren Studien, die den dynamischen und relationalen Charakter des sozialen Gefüges, in die universitäres Forschungshandeln eingebettet ist, nur unzureichend erfassen
Art · Humanities · Political science · German Social Sciences and History · Political Influence and Corporate Strategies · Sociology and Education Studies
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| Unique citing works | 2 |
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| Citations per year | 0,25 |
| Citation span | 2018 - 2019 (2) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 1 |