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Analysen der Verhaltensweisen armer Haushalte mit Umfragedaten

Bibliographic Data

ID20042556
AuthorsHans‐jürgen Andreß (corresponding author), Hans-Jürgen Andreß (0000-0001-7599-639X)
Year1999
Pages17-35
Publication date1999-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueLeben in Armut (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-322-99272-7_1
OpenAlexW92514145
ISBN9783322992727
LanguageDE
Citations received8

Jeder Mensch hat Wünsche, die mit dem Streben einhergehen, sie zu befriedigen. Solche Empfindungen der Menschen nennt man Bedürfnisse (vgl. Endruweit/Trommsdorff 1989: 47f., Drever/Fröhlich 1970: 57f.). Um welche Bedürfnisse es sich dabei konkret handelt, ist schwierig zu beantworten, denn Bedürfnisse unterliegen einem steten sozialen Wandel. Ob ein bestimmter Zustand überhaupt als Mangelsituation wahrgenommen wird, ist das Ergebnis individueller Bewertungen, bei der soziale Vergleichsprozesse eine entscheidende Rolle spielen. Dennoch findet sich in der Literatur eine Fülle von Versuchen, menschliche Bedürfnisse zu systematisieren. Einer der bekannteren ist die Arbeit von Maslow (1981), der basierend auf klinischen Untersuchungen die These formuliert, daß zuerst physiologische (Grund)Bedürfnisse befriedigt sein müssen, ehe Bedürfnisse nach Sicherheit, nach Zugehörigkeit und Liebe, nach Achtung sowie nach Selbstverwirklichung entwickelt werden. Eine ähnliche Unterscheidung findet sich bei Zapf (1977), der unter Bezugnahme auf Allardt (1973) zwischen materiellen Bedürfnissen (having) sowie weitergehenden Bedürfnissen nach Zugehörigkeit (loving) und Selbstverwirklichung (being) unterscheidet. Empirische Umsetzungen beider Konzepte finden sich etwa in Arbeiten der Arbeitsgruppe Soziale Infrastruktur (Hondrich/Vollmer 1983) oder im Rahmen der empirischen Wohlfahrtsforschung (Glatzer/Zapf 1984). Eine solche Konkretisierung und Spezifizierung von Bedürfnissen in Objekten und Symbolen, die die jeweilige historische und gesellschaftliche Realität ausmachen, wollen wir im folgenden als Bedarf(e) bezeichnen

Humanities · Organic Food and Agriculture · Philosophy · Sociology and Education Studies

  • Räumliche Segregation und innerstädtisches Ghetto

    Hartmut Häußermann, Martin Kronauer•Inklusion und Exklusion•2009

  • Lebensstandard und Einkommensarmut. Plädoyer für eine erweiterte Armutsforschung

    Petra Böhnke, Jan Delhey•Die Armut der Gesellschaft•2001

  • Sozialräumliche Kontexteffekte der Armut

    Open Access•Jurgen Friedrichs•Städtische Armutsquartiere -…•2013

  • Die Armut der Gesellschaft

    Wolfgang Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang Ludwig‐mayerhofer et al.•Die Armut der Gesellschaft•2001

  • Armut in Deutschland

    Hans‐jürgen Andreß, Hans-Jürgen Andreß•Zwischen Drinnen und Draußen•2000

  • Jugendliche heute

    Roland Roth, Dieter Rucht•Jugendkulturen, Politik und Protest•2000

  • Armut und Klassenstruktur

    Open Access•Olaf Groh-Samberg•KZfSS Kölner Zeitschrift für…•2004

  • Verarmungsrisiken nach kritischen Lebensereignissen in Deutschland und den USA

    Open Access•Ulrich Köhler, Martin Ehlert et al.•KZfSS Kölner Zeitschrift für…•2012

Unique citing works8
Citations per year0,31
Citation span2000 - 2013 (14)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 8

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