Beruflich erfolgreiche Männer
Belastet von der Arbeit — belästigt von der Familie
Bibliographic Data
| ID | 20044940 |
|---|---|
| Authors | Cornelia Behnke, Renate Liebold |
| Year | 2001 |
| Pages | 141-157 |
| Publication date | 2001-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Männlichkeit und soziale Ordnung. Neuere Beiträge zur Geschlechterforschung. (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-92264-9_8 |
| OpenAlex | W1934649157 |
| ISBN | 9783322922649 |
| Language | EN |
| Citations received | 2 |
| References cited | 6 |
Die Identifizierung von Männern mit der Welt des öffentlichen Lebens und Frauen mit der Sphäre der Privatheit, die Gegenüberstellung von ‘Innen und Außen’, von ‘Heim und Welt’, wie es für die Geschlechterordnung des 19. Jahrhunderts so typisch war (vgl. Simmel 1985; Tönnies 1979), scheint heute nur noch ein Relikt der Vergangenheit zu sein. Heute gilt das Leitbild der Gleichheit in den Geschlechterbeziehungen. Die rechtliche Gleichstellung von Frauen, die Aufholerfolge, die Frauen im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte in Bildungs- und Erwerbsleben zu verzeichnen haben (vgl. Berghahn 1999), befördern in partnerschaftlichen Beziehungen — zumindest auf weiblicher Seite — die Vorstellungen von egalitärer Arbeitsteilung und geteilter Elternschaft. Den Männern dämmere zunehmend, dass sie ein Festhalten an traditionellen Rollenzuweisungen mit Unselbständigkeit in Alltagsdingen und emotionaler Angewiesenheit auf andere (vorzugsweise die Partnerin) bezahlen (vgl. Beck/Beck-Gernsheim 1990). Besonders der Wunsch nach verantwortlicher Vaterschaft würde Männer heute verstärkt in den Binnenraum der Familie ziehen (vgl. Kaufmann 1995; Prenzel/Strümpel 1990), denn “Kinder zu haben erscheint sinnlos, ohne Kinder zu erleben und Kinder zu erziehen“ (Hagemann-White 1995: 507). Wenn auch das tatsächliche Engagement von Männern in der Sphäre der Familie, wie empirische Studien belegen, noch immer relativ mager aussieht, so scheint doch der Einstellungswandel unzweifelhaft: Männer reflektierten heute mehr und mehr die negativen Folgen eines einseitig auf die Welt der Öffentlichkeit und des Erwerbs fokussierten Lebensarrangements
Gynecology · Humanities · Political science · Medicine · Philosophy · Social and Demographic Issues in Germany · Social Policies and Healthcare Reform · Sociology and Education Studies
| Unique citing works | 2 |
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| Citations per year | 0,11 |
| Citation span | 2007 - 2009 (3) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 2 |