Ehrgeiz, Reputation und Bewährung
Bibliographic Data
| ID | 20050643 |
|---|---|
| Authors | Sighard Neckel (0000-0002-2622-290X, corresponding author) |
| Year | 2002 |
| Pages | 103-117 |
| Publication date | 2002-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Lebenszeiten (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-663-10626-5_6 |
| OpenAlex | W34997030 |
| ISBN | 9783663106265 |
| Language | EN |
| Citations received | 1 |
| References cited | 4 |
Die soziologische Theoriegeschichte des „Erfolgs“ ist sprunghaft. Sie kann keine lange, durchgehende Geschichte erzählen, sondern nur von Episoden berichten. So plötzlich, wie das Thema wissenschaftliches Interesse auf sich zieht, tritt es auch wieder in den Hintergrund und macht anderen Fragestellungen Platz, um dann nach einiger Zeit abermals auf der Tagesordnung zu stehen. So scheint mangels einer Kontinuität von Erkenntnissen die Soziologie des Erfolgs immer wieder von Neuem beginnen zu müssen. Dieser etwas missliche Forschungsstand hängt vielleicht damit zusammen, dass sich die soziologische Aufmerksamkeit für die gesellschaftlichen Ursachen und Auswirkungen, die sozialen Formen und Regeln des „Erfolgs“ nur in jenen Zeiten einstellt, in denen Erfolge einzelner Individuen und Gruppen durch Ursachen bedingt sind, die den gesellschaftlichen Offizialnormen widersprechen oder von Phänomenen begleitet werden, die die gewohnten Erwartungen irritieren. Mitunter richtet sich die soziologische Neugier auch besonders dann auf „Erfolg“, wenn sich wirtschaftliche Ertragschancen, Prominenz oder Machtgewinne auf soziale Kreise verteilen, deren Verdienste als zweifelhaft gelten. Gemäß der soziologischen Einsicht, dass Normen erst im Zustand ihrer Verletzung positiv in das allgemeine Bewusstsein treten, scheinen auch die Maßstäbe von Erfolgen nur dann thematisch zu werden, wenn soziale Vorteile in irgendeiner Weise als illegitim aufgefasst werden können. Die Erfolgssoziologie ist daher immer schon mit einem Interesse am Normativen versehen: Die jeweiligen Erfolgsnormen einer Gesellschaft sind ihr ureigenster Gegenstand
Gynecology · Humanities · Political science · Corporate Social Responsibility and Sustainability · German Social Sciences and History · Medicine · Philosophy · Sociology and Education Studies
| Unique citing works | 1 |
|---|---|
| Citations per year | 0,05 |
| Citation span | 2004 - 2004 (1) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 1 |