Zur Einleitung in die Soziologie
Bibliographic Data
| ID | 20051095 |
|---|---|
| Authors | Ferdinand Tönnies (corresponding author) |
| Year | 2012 |
| Pages | 101-110 |
| Publication date | 2012-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Studien Zu Gemeinschaft und Gesellschaft (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-94174-5_6 |
| OpenAlex | W196194687 |
| ISBN | 9783531941745 |
| Language | DE |
| Citations received | 2 |
Die Einheit mehrerer Menschen kann wie jede Einheit auf doppelte Weise begriffen werden. Sie ist entweder vor der Vielheit, welche aus ihr entspringt, oder die Vielheit ist früher und die Einheit ist ihr Gebilde. In der wahrnehmbaren Natur ist jene das Wesen des Organismus, diese bezeichnet das anorganische Aggregat sowie das mechanische Artefakt. Dort ist die Einheit Realität; sie ist das Ding an und für sich selbst. Hier ist sie ideell, d. h. sie wird durch menschliches Denken bedingt, das (sei es nun aufgrund der Wahrnehmung oder nicht) die Vorstellung und endlich den Begriff eines solchen Ganzen gestaltet. Insofern aber als die Teile das Ganze zusammensetzen, kann, ja muß die Einheit allerdings auch als ihr Gebilde gedacht werden – selbst dann noch, wenn diese Zusammensetzung selbst wieder durch menschlichen Willen erzwungen worden ist. Im letzteren Fall Zweck, im ersteren wenigstens Folge der Zusammensetzung ist das Zusammenwirken der Teile in gleicher Richtung zu einheitlicher Bewegung oder Arbeit. Diese ist als selbst schon etwas Immaterielles daher das Gemeinsame und der objektiven Realität Zugehörige, was hier zugrunde liegt und für das Denken maßgebend ist
Sociology · German Social Sciences and History · Philosophy · Sociology and Education Studies · Weber, Simmel, Sociological Theory
| Unique citing works | 2 |
|---|---|
| Citations per year | 0,13 |
| Citation span | 2011 - 2024 (14) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 2 |