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Von Wandel keine Spur — warum ist Erziehungsurlaub weiblich

Bibliographic Data

ID20051583
AuthorsNorbert F Schneider, Norbert Schneider (0000-0002-9239-0610), Harald Rost
Year1998
Pages217-236
Publication date1998-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueDie ungleiche Gleichheit. Junge Frauen und der Wandel im Geschlechterverhältnis. (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-322-95081-9_12
OpenAlexW104283124
ISBN9783322950819
LanguageDE
Citations received7
References cited1

Bei allem Wandel, den die Geschlechterrollen in der jüngeren Vergangenheit erfahren haben, sind einige der gesellschaftlich vermittelten ‚geschlechtstypischen‘ Einstellungs- und Verhaltensbereiche gerade in der Bundesrepublik von Veränderungen weitgehend unberührt geblieben. Besonders einige Segmente der Frauenrolle erweisen sich als erstaunlich stabil — und dies, obwohl sich die Rolle der Frau insgesamt weit mehr verändert hat als die des Mannes. Ein Rollensegment von außerordentlicher Stabilität ist die ‚Mutterrolle‘. Zwar ist Elternschaft heute weitgehend optional, d.h. Männer und Frauen können die Vater- bzw. Mutterrolle generell abwählen, und der Anteil derer, die dies tun steigt seit Jahren1, aber wenn der Übergang zur Elternschaft erfolgt, wird deutlich, daß sich die Mutterrolle weder hinsichtlich der gesellschaftlichen Zuschreibungen noch hinsichtlich der Rollenerwartungen Dritter, hier v.a. der Männer, und eben auch nicht hinsichtlich des Selbstbildes vieler Frauen grundsätzlich gewandelt hat. So hat der Normenkomplex ‚gute Mutter‘ in Westdeutschland weiterhin eine hohe Verbindlichkeit und erfährt verbreitet Zustimmung. Er gründet, zumindest in der öffentlichen Diktion, auf der Annahme, daß es für das Kleinkind am besten ist, wenn es von der Mutter als zentraler Bezugsperson umfassend betreut wird, soll heißen: ‚Die Mutter gehört zum Kind‘. Für die weithin ungebrochene Gültigkeit dieser Norm in Westdeutschland ist es bislang unerheblich, ob die zugrunde liegende Annahme zutrifft oder ob, wie es bekanntermaßen der Fall ist, wissenschaftliche Studien zu durchaus anderen Ergebnissen gelangen

Gynecology · Political science · European history and politics · Medicine · Social Policies and Healthcare Reform · Sociology and Education Studies

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  • Auswirkungen der Flexibilisierung von Beschäftigung auf eine erste Elternschaft

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  • A study of the concept and practice of German “family-friendly companies” and some insights for China

    Open Access•Xiaoshan Ni, Ute Klammer•Humanities and Social Sciences…•2025

  • Junge Männer

    Michael Meuser•Handbuch Frauen- und Geschlechterfo…•2004

  • Junge Männer

    Michael Meuser•Handbuch Frauen- und Geschlechterfo…•2008

  • Ganze Kerle“, „Anti-Helden“ und andere Typen. Zum Männlichkeitsdiskurs in neuen Männerzeitschriften

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  • New Fathers and Mothers as Gender Troublemakers? Exploring Discursive Constructions of Heterosexual Parenthood and their Subversive Potential

    Open Access•Julia C Nentwich•Feminism & Psychology•2008

  • Familie und Sozialisation in der DDR

    Open Access•Barbara Hille•Familie und Sozialisation in der…•1985

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Citations per year0,28
Citation span2001 - 2025 (25)
Citation velocityrecent
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 7

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