Feministische Technikphilosophie
Bibliographic Data
| ID | 20055193 |
|---|---|
| Authors | Waltraud Ernst (0000-0002-1891-3540, corresponding author) |
| Year | 2013 |
| Pages | 113-118 |
| Publication date | 2013-01-01 |
| Open Access | Yes |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch Technikethik (German Edition) (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | J.B. Metzler (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-476-05333-6_21 |
| OpenAlex | W4250361636 |
| ISBN | 9783476053336 |
| Language | EN |
| References cited | 5 |
Feministische Technikphilosophie untersucht die Verwobenheit von Geschlechterverhältnissen mit technologischer Forschung und Entwicklung. ›Technik‹ wird dabei grundsätzlich als kulturelles Projekt und Produkt verstanden, das in soziokulturellen Prozessen von Personen in ihren jeweiligen soziokulturellen Positionierungen mit vielfältigen politischen und ökonomischen Interessen hergestellt wird. ›Geschlecht‹ wird dabei als Kategorie verstanden, die keine Eindeutigkeit von sich aus hat, deren Deutung vielmehr gerade auch im Zusammenhang mit Technologieentwicklung ständig neu verhandelt wird. Daher untersucht feministische Technikphilosophie technologische Prozesse, die dazu beitragen, dem Geschlecht Eindeutigkeit zu verleihen, seine Normalität und Abweichung zu bestimmen und seine Zuordnung in einer hierarchischen Ordnung zu regeln. Feministische Technikphilosophie fragt erstens, auf welche Weise technologische Entwicklungen mit tradierten Geschlechterhierarchien verbunden sind, die Personen mittels geschlechtlich definierter Identitäten und Körper gesellschaftlichen Strukturen eindeutig und ungleich zuordnen. Zweitens fragt sie, auf welchem Weg technologische Entwicklungen dazu beitragen können, stereotype Bilder und Bedeutungen von Geschlecht zu hinterfragen und hierarchische Geschlechterordnungen zu überwinden
Gynecology · Humanities · Political science · Economic and Social Issues · Innovation, Technology, and Society · Medicine · Philosophy · Sociology and Education Studies
| Highly cited | No |
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