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Soziale Ungleichheit von Bildungschancen und Chancengerechtigkeit

Bibliographic Data

ID20056069
AuthorsRolf Becker (0000-0001-9574-1669, corresponding author)
Year2007
Pages157-185
Publication date2007-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueBildung als Privileg (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-90339-2_6
OpenAlexW4232780213
ISBN9783531903392
LanguageDE
Citations received5
References cited23

Zweifelsohne war und ist das Prinzip der Chancengleichheit eine Maxime für die Bildungspolitik und Gestaltung von Bildungssystemen (vgl. Müller 1998; Friedeburg 1992; Baumert 1991: 333). Diese Prämisse wird nicht zuletzt durch Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes, wonach niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf, inhaltlich vorgegeben. So lag ein Hauptteil der Zielsetzungen von Bildungsreformen seit den 1960er Jahren darin, die Rahmenbedingungen für den Bildungszugang in der Weise zu setzen, dass weder das strukturelle Angebot an Bildungsgelegenheiten noch sozialstrukturelle Eigenschaften von Schulkindern und ihres Elternhauses systematische Einflüsse auf den Bildungsweg und den Erwerb von Bildungszertifikaten haben (Friedeburg 1992). Mit dem Ausbau des Schul- und Hochschulwesens und den institutionellen Reformen seit den 1960er Jahren ist das Ziel auch größtenteils erreicht worden, dass neben institutionellen Barrieren auch ökonomische und geografische Barrieren beim Bildungszugang weitgehend an Bedeutung verloren haben (vgl. Müller 1998; Krais 1996). Bildungsdisparitäten nach sozialstrukturellen Merkmalen haben sich ebenfalls abgeschwächt (Müller und Haun 1994). Insbesondere konnten Mädchen ihre Bildungsdefizite gegenüber den Jungen mehr als ausgleichen (Rodax und Rodax 1996; Rodax 1995), sodass nunmehr von einer Bildungsungleichheit zu Ungunsten von Jungen auszugehen ist (Diefenbach und Klein 2002; Becker und Nietfeld 1999; Becker 1998). Einige der beabsichtigten wie unbeabsichtigten Folgen dieser Reformbemühungen können am Wandel der Bildungsbeteiligung, insbesondere beim Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium, abgelesen werden (Köhler 1992)

Humanities · Political science · Intergenerational and Educational Inequality Studies · Philosophy · Social Policy and Reform Studies · Sociology and Education Studies

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  • Equality of educational opportunity

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  • Familiäre Lebensverhältnisse, Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb

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  • Stichwort

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  • Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 1989

    Rosemarie Nave-Herz•Soziologische Revue•1992

  • Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

    Open Access•Annette Scheunpflug, Christoph Wulf•Biowissenschaft und Erziehungswisse…•2006

  • Explaining Educational Differentials

    Open Access•R Breen, John H Goldthorpe•Rationality and Society•1997

  • Social Production Functions, Deficits, and Social Revolutions

    Open Access•Lindenberg, Siegwart Lindenberg•Rationality and Society•1989

  • Class Analysis and the Reorientation of Class Theory

    John H Goldthorpe•British Journal of Sociology•1996

  • On Education, opportunity, and social inequality

    Open Access•Natalie Rogoff Ramsøy•Social Science Information•1975

  • Industrialization and Social Stratification

    Open Access•Donald J Treiman•Sociological Inquiry•1970

  • Educational Expansion and Persistent Inequalities of Education

    Rolf Becker•European Sociological Review•2003

Unique citing works5
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Citation span2010 - 2018 (9)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 4

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