Elisabeth Pfeil und das „Blaue Archiv“ Aspekte einer Bevölkerungssoziologie im Nationalsozialismus
Bibliographic Data
| ID | 20060333 |
|---|---|
| Authors | Sonja Schnitzler (corresponding author) |
| Year | 2008 |
| Pages | 203-219 |
| Publication date | 2008-05-30 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Bevölkerungsforschung und Politik in Deutschland Im 20. Jahrhundert (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-90427-6_11 |
| OpenAlex | W200594982 |
| ISBN | 9783531904276 |
| Language | DE |
| Citations received | 3 |
| References cited | 11 |
Elisabeth Pfeil wurde als Bevölkerungswissenschaftlerin und Soziologin bekannt. In Hermann Kortes Artikel über sie im Internationalen Soziologenlexikon von 1980 taucht die Zeit des Nationalsozialismus in den Stichworten „ab 1934 Schriftleiterin des Archivs für Bevölkerungswissenschaft, 1941 – 1945 wissenschaftliche Referentin am Münchener Institut für Bevölkerungswissenschaft“1 auf. In der ausführlicheren Skizzierung ihres wissenschaftlichen Werdegangs konstatiert Korte, sie sei „von der mittelalterlichen Geschichte über die Bevölkerungswissenschaft zur soziologischen Forschung“ gekommen. „Ausgehend von der Bevölkerungswissenschaft untersuchte sie nach 1945 soziologische und psychologische Aspekte von Flucht und Vertreibung sowie Möglichkeiten und Erfolge von Maßnahmen zur Eingliederung von Flüchtlingen.“2 Diese Aussage ist zwar richtig, sie unterschlägt allerdings, dass Pfeil bereits vor 1945 soziologische Aspekte betrachtet hat, wenn auch nicht von Flucht und Vertreibung. Die Zeit vor 1945 rechnet Korte also der Bevölkerungswissenschaft, die Zeit danach der Soziologie zu. Auch in dem Nachruf von Hans Harmsen in der „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie“ findet man über ihre Tätigkeit in den zwölf Jahren Nationalsozialismus außer dem Verweis auf ihre Arbeit am Bayerischen Statistischen Landesamt keine weiteren Informationen, erst recht nicht über soziologische Aktivitäten. Allerdings sagt Harmsen, der Gründer und zunächst alleiniger, ab 1933 Mit-Herausgeber der Zeitschrift „Archiv für Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungspolitik“ (im Folgenden Archiv) war, deren Schriftleitung sie 1935 übernahm, unter Bezugnahme auf Helmut Schelsky Elisabeth Pfeil nach, „das einwandfreie wissenschaftliche Niveau dieser Zeitschrift bestimmt und erhalten zu haben.“3
Art · Humanities · Data Analysis and Archiving · European history and politics · German Social Sciences and History · Philosophy
Bevölkerungswissenschaft 1920–1950 in Deutschland
Realsoziologische Expertise der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster in Dortmund — Elisabeth Pfeil und die Studie zum Bergarbeiterwohnungsbau
Die soziologische Volkstheorie von Max Hildebert Boehm und die nationalsozialistische Germanisierungspolitik
Keine Hochschule für den Sozialismus
Volkszählungen unter dem Nationalsozialismus
Bevölkerungsforschung und ‚soziale Ordnung‘ Anmerkungen zu den Methoden sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung in Deutschland (1930–1960)
Zur Einführung
Die „Lösung der Bevölkerungsfrage“ im Nationalsozialismus
Die Entwicklung der Soziologie Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 bis 1967
Bevölkerungssoziologie im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik
Nachruf auf Elisabeth Pfeil
Auslandvolkstum
Internationales Soziologenlexikon
| Unique citing works | 3 |
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| Citations per year | 0.14 |
| Citation span | 2005 - 2009 (5) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |