Erosion und Persistenz Gegen die Ausblendung des gesellschaftlichen Transformationsprozesses in der Frauen- und Geschlechterforschung
Bibliographic Data
| ID | 20064342 |
|---|---|
| Authors | Hildegard Maria Nickel (corresponding author) |
| Year | 1999 |
| Pages | 9-33 |
| Publication date | 1999-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Transformation - Unternehmensreorganisation - Geschlechterforschung (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-663-11652-3_1 |
| OpenAlex | W143554377 |
| ISBN | 9783663116523 |
| Language | DE |
| Citations received | 3 |
| References cited | 8 |
Im Zuge des (ostdeutschen) Transformationsprozesses zeigen sich "alte und neuen Grenzen im Geschlechterverhältnis",1 zeigen sich Verflüssigungen und Erstarrungen, Erosion und Persistenz, allerdings werden sie von der genuszentrierten Forschung kaum debattiert. Lautet insgesamt die Bilanz der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung: Theoretische Innovationen sind ausgeblieben, und die Forschung hat sich entlang der traditionellen Trennungslinie von System- und Akteurstheorien bewegt (Bulmahn 1997), so gilt auch für die Gender-Forschung, daß die erkenntnistheoretische und wissenschaftsstrategische Herausforderung der tiefgreifenden Wandlungsprozesse, die sich quasi vor unseren Augen abspielen, noch nicht wirklich Eingang in die Forschung gefunden hat. Dabei werfen die Transformationsprozesse (nicht nur in [Ost-] Deutschland) zahlreiche, bisher nicht zu beantwortende Fragen auf (Young 1998): Was passiert — bezogen auf das Geschlechterverhältnis —, wenn gesellschaftliche Strukturen sich fundamental wandeln? Gibt es Ansätze in der Frauen- und Geschlechterforschung, die in der Lage sind, die vielfältigen und widersprüchlichen Dynamisierungen im Geschlechterverhältnis, die sich in der Realität längst abzeichnen, aufzunehmen und abzubilden? Oder schreibt Frauen- und Geschlechterforschung möglicherweise eher das fest, was kritisiert werden sollte: das soziale Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit
Art · Humanities · Political science · European history and politics · Social and Demographic Issues in Germany · Sociology and Education Studies
| Unique citing works | 3 |
|---|---|
| Citations per year | 0,12 |
| Citation span | 2001 - 2007 (7) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |