Zur Bedeutung theoretischer Vorannahmen bei der Durchführung qualitativer Interviews mit türkischen Opfern
Bibliographic Data
| ID | 20069890 |
|---|---|
| Authors | Rainer Strobl (corresponding author) |
| Year | 1998 |
| Pages | 87-100 |
| Publication date | 1998-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Die Wirklichkeit des Rechts (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-90685-4_7 |
| OpenAlex | W25808114 |
| ISBN | 9783322906854 |
| Language | DE |
| Citations received | 1 |
| References cited | 13 |
Angehörige ethnischer Minderheiten kommen in den repräsentativen deutschen Opferstudien trotz eines Bevölkerungsanteils von ca. 8,6 % nicht vor (vgl. Kury 1991; Kury 1993; Wetzeis et al. 1995). Auch sonst gibt es in Deutschland nur wenige empirische Studien, die sich explizit mit den Opfererfahrungen der nichtdeutschen Wohnbevölkerung beschäftigen.2 Dabei ist spätestens seit den schrecklichen Anschlägen in Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen offensichtlich, daß Opfererfahrungen für das Zusammenleben von Bevölkerungsgruppen von erheblicher Bedeutung sein können. Diese Frage nach den sozialen Folgen von Opfererfahrungen ist bisher praktisch nicht erforscht. Im hier skizzierten Projekt geht es allerdings nicht nur um die Folgen von ausländerfeindlichen Straftaten, sondern um die sozialen Folgen von Viktimisierungen insgesamt. Untersucht werden also auch die Auswirkungen innerethnischer Viktimisierungen auf das Verhältnis zur Eigengruppe. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Projekt der Frage, inwieweit die Erfahrungen mit Polizei und Justiz das Verhältnis des Opfers zur deutschen Mehrheitsgesellschaft und zu seiner eigenen Ethnie beeinflussen und wie sich die damit einhergehende Normorientierung auf Reaktionsformen und Konfliktlösungsstrategien auswirkt. Für die Entwicklung eines derartigen theoretischen Rahmens kommen nur qualitative Methoden in Betracht, die ein Wechselspiel zwischen veränderbaren theoretischen Vorannahmen und den empirischen Daten gestatten. Die besonderen methodologischen und methodischen Probleme, die sich in diesem Zusammenhang ergaben, zwangen allerdings zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit den etablierten Leitlinien der qualitativen Sozialforschung. Die Darstellung dieser Überlegungen ist das Thema des vorliegenden Beitrags
Humanities · Political science · Migration, Health and Trauma · Philosophy · Sociology and Education Studies · Sociology and Norbert Elias
Basics of qualitative research
Phänomenologie der Wahrnehmung
The Discovery of Grounded Theory
Die Auswertung narrativer Interviews. Ein Beispiel für qualitative Verfahren
What Is Wrong with Social Theory
Der Methodologische Standort des Symbolischen Interaktionismus
Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen
Wahrheit Und Methode
Ex-ante Hypothesen in der Qualitativen Sozialforschung
What is Wrong with Social Theory
| Unique citing works | 1 |
|---|---|
| Citations per year | 0,04 |
| Citation span | 2002 - 2002 (1) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 1 |