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Geschlecht in der Hochschulforschung und im Hochschulalltag. Unerwünschte und gewollte Unterschiede

Bibliographic Data

ID20070015
AuthorsSigrid Metz-Göckel (corresponding author)
Year1997
Pages17-40
Publication date1997-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueFrauenuniversitäten (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-322-95860-0_2
OpenAlexW97542593
ISBN9783322958600
LanguageDE
Citations received1
References cited9

Frauen treten über die Schwelle des nächsten Jahrtausends als Herausforderinnen des akademischen Geschlechterverhältnisses. Anders als ihr Selbstverständnis es nahelegen könnte, sind die Universitäten keineswegs Vorreiterinnen einer paritätischen Geschlechterbeteiligung, obwohl sie das geistige Repertoire dafür bereitstellen. Als Institutionen, in denen aktive Geschlechterpolitik betrieben wird, sind sie Wegbereiterinnen und Behinderinnen zugleich, wenn es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in ihren Reihen geht. Die Integration von Frauen in die Universität vollzog sich als Angleichung, Segmentierung und Hierarchisierung zwischen den Geschlechtern sowie als Differenzierung zwischen Frauen. Die Angleichung zeigt sich am deutlichsten in der Studierneigung und Wissenschaftsorientierung junger Frauen, die Segmentierung in der unterschiedlichen Plazierung auf dem internen und externen akademischen Arbeitsmarkt und die Differenzierungen in den inhaltlichen Präferenzen und erreichten Karrierestufen. Am Ende dieses Jahrhunderts nehmen Frauen in der universitären Hierarchie sehr unterschiedliche Stellungen ein, je nachdem ob es sich um Studierende, den wissenschaftlichen Nachwuchs oder Professuren handelt. Die Ankündigung einer internationalen Frauenuniversität im deutschen Hochschulsystem stößt daher auf widersprüchliche Reaktionen und fordert Auseinandersetzungen darüber heraus, wie Geschlechterhierarchie und Geschlechterdifferenzen in der Hochschule hergestellt werden und zu reflektieren sind

Political science · Sociology and Education Studies

  • Soziologie und Geschlechtergerechtigkeit am Beispiel der Forschung zu Frauen an Hochschulen

    Ursula Muller•Erkenntnisprojekt Geschlecht•1999

  • Nepotism and sexism in peer-review

    Open Access•Christine Wennerås, Agnes Wold et al.•Nature•1997

  • Ingenieurinnen

    Doris Janshen, Hedwig Rudolph•Ingenieurinnen•1987

  • Der akademische Staat ist Männerwerk geblieben

    Senta Störmer•Feministische Studien•1985

  • Initiationsriten und ihre Bedeutung für weibliche und männliche Statuspassagen

    Barbara Friebertshäuser•Feministische Studien•1995

  • Kategorie

    Open Access•Ute Fischer, Ute Luise Fischer et al.•Kategorie, Geschlecht?•1996

  • La domination masculine

    Pierre Bourdieu•Actes de la recherche en sciences…•1990

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Citations per year0.04
Citation span1999 - 1999 (1)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 1

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