Differenz und Soziale Arbeit. Historische Schlaglichter und systematische Zusammenhänge
Datos Bibliográficos
| ID | 20072971 |
|---|---|
| Autores | Paul Mecheril (0000-0001-7467-7805), Claus Melter |
| Año | 2010 |
| Páginas | 117-131 |
| Fecha de publicación | 2010-01-01 |
| Peer Reviewed | Sí |
| Open Access | No |
| Tipo | CHAPTER |
| Revista | Differenzierung, Normalisierung, Andersheit (SOURCE_BOOK) |
| Editorial | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-92233-1_8 |
| OpenAlex | W974880855 |
| ISBN | 9783531922331 |
| Idioma | DE |
| Citas recibidas | 7 |
| Referencias citadas | 12 |
Die Aufgabe der Selektion bzw. der „Auslese“, des Unterscheidens und des Differenz- Herstellens ist konstituierendes Merkmal Sozialer Arbeit. In der Entwicklung der Sozialen Arbeit gab und gibt es wechselnde Erklärungsmuster zu den Ursachen von Armut, Bedürftigkeit und Unterstützungswürdigkeit – Muster, die unterschiedliche Interventionskonzepte zur Folge hatten. Darüber hinaus ist für die Soziale Arbeit kennzeichnend, dass mit Hilfe historisch spezifischer Kriterien, die Frage geklärt wurde, welche Personen unterstützungswürdig sind und welche nicht, wobei „Unterstützungswürdigkeit“ traditionell an den Umstand geknüpft war, wer als der entsprechenden Gemeinschaft zugehörig und wer als nicht dazugehörig definiert wurde. Mit Hilfe historischer „Schlaglichter“ wird im vorliegenden Text dieser grundlegende Zusammenhang von Sozialer Arbeit und Differenz verdeutlicht. Der dabei vorgenommene Rückblick auf die Beteiligung der Sozialen Arbeit an der Arbeitserziehung der Weimarer Republik, der Rolle Sozialer Arbeit im Nationalsozialismus und die Beteiligung Sozialer Arbeit an der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Heimen der 1950er und 60er Jahren kann damit in Erinnerung rufen, wie und mit welchen Argumentationsfiguren Soziale Arbeit schon immer soziale Differenzierungen benutzt und bestärkt, aber auch zu verändern gesucht hat. Gleichzeitig eröffnet diese Erinnerung eine Perspektive auf die grundlegende Logik Sozialer Arbeit, die sich durch ihre Orientierung an Differenz und Andersheit als Praxis des Ein- und Ausschließens und des Differenzierens präsentiert. Diese Unterscheidungspraxen werden im zweiten Abschnitt erläutert
Humanities · Political science · German legal, social, and political studies · German Social Sciences and History · Philosophy · Sociology and Education Studies
Orientierung an Empowerment und Powersharing als Konkretisierungsmöglichkeit intersektionaler Perspektiven in der (Offenen) Kinder- und Jugendarbeit
Einleitung
Intersektionalität
Die Formierung des intersektionalen (Forschungs-)Feldes
Gegebene und hergestellte Unterschiede – Rekonstruktion und Konstruktion von Differenz durch (qualitative) Forschung
Intersektionalität, Inklusion, und Soziale Arbeit – ein kongeniales Dreieck
Sicherheit“ als konstitutive Referenz der Sozialpädagogik
Das Soziale und die Differenz. Zur (De-)Thematisierung von Differenz in der Sozialpädagogik
Historische Entwicklungsstrukturen und Grundprobleme der deutschen Jugendhilfe
Migration und Soziale Arbeit
Fremde und Andere in Deutschland
Foucaults Machtanalytik und Soziale Arbeit
Padagogen und Padagogik im Nationalsozialismus
Soziale Arbeit zwischen Umverteilung und Anerkennung
| Obras citantes distintas | 7 |
|---|---|
| Citas por año | 0,5 |
| Intervalo de citas | 2012 - 2024 (13) |
| Velocidad de citación | recent |
| Altamente citado | No |
| Tipos de cita | Neutras: 7 |