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Mediatisierung und der Wandel von Sozialisation

Die Bedeutung des Mobiltelefons für Beziehungen, Identität und Alltag im Jugendalter

Bibliographic Data

ID20073722
AuthorsIren Schulz (corresponding author)
Year2010
Pages231-242
Publication date2010-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueDie Mediatisierung der Alltagswelt (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-92014-6_15
OpenAlexW38594701
ISBN9783531920146
LanguageDE
Citations received2
References cited14

Mit Bezeichnungen wie „Generation Mobile“ (Schuh 2007) und Charakterisierungen wie „Digital Natives“ (Tapscott 2009) wird in der öffentlichen und wissenschaftlichen Debatte immer wieder neu versucht, Jugendliche in ihren zentralen Kennzeichen zu fassen. Dabei werden nicht nur die Heranwachsenden selbst, sondern auch die gesellschaftlichen Bezüge, in denen sie aufwachsen, mit einem „Label“ versehen. Die in diesem Zusammenhang getroffenen Verallgemeinerungen beinhalten zweierlei: Erstens zeigen sie, wie junge Menschen aus einer „erwachsenen“ Außenperspektive wahrgenommen und bewertet werden, und verweisen damit auf die gesellschaftliche Eingebundenheit von Jugend. Zweitens betonen sie die zunehmende Bedeutung von Medien für das Aufwachsen in der heutigen Zeit. Tatsächlich handelt es sich bei den als „digitale Eingeborene“ bezeichneten Jugendlichen um Mädchen und Jungen, die mit einem umfangreichen und hochgradig komplexen Medienensemble groß werden. Laut der Studie „Jugend, Information, (Multi-)Media 2008“ haben über 90 % der Jugendlichen im Haushalt ihrer Eltern Zugang zu digitalen Medien wie Computer bzw. Laptop mit Internetzugang, MP3-Player und Mobiltelefon. Abgesehen davon verfügen immer mehr Mädchen und Jungen über eigene Geräte. Nahezu alle Jugendlichen (95 %) besitzen mindestens ein eigenes, zumeist recht neues und multifunktional ausgestattetes Mobiltelefon (MPFS 2008: 9ff.). Mit Blick auf diese Ausstattung und die darüber offerierten Nutzungspotenziale ist davon auszugehen, dass sich Jugendliche mit und in digitalen Medien bewegen, um Themen zu bearbeiten und Fragen zu beantworten, die in ihrer Lebensphase besonders relevant sind. Dazu gehören das Aushandeln von Beziehungen und die damit verbundene Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie die Gestaltung von Schulalltag und Freizeit oder das Erarbeiten von gesellschaftlich relevanten Norm- und Wertvorstellungen

Art · Humanities · Political science · Impact of Technology on Adolescents · Social Media and Politics · Sociology and Education Studies

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Unique citing works2
Citations per year0,14
Citation span2012 - 2025 (14)
Citation velocityrecent
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 2

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