Familie und Freizeit
Bibliographic Data
| ID | 20074638 |
|---|---|
| Authors | Claus Mühlfeld (corresponding author) |
| Year | 1982 |
| Pages | 164-172 |
| Publication date | 1982-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Ehe und Familie (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-85510-7_12 |
| OpenAlex | W1162650565 |
| ISBN | 9783322855107 |
| Language | EN |
| Citations received | 3 |
| References cited | 1 |
Die Abgrenzung zur Arbeit verleiht Freizeit ein Bedeutungsfeld, das zu ebensoviel faszinierenden Überlegungen wie Mißverständnissen Anlaß gibt. Die Mehrdeutigkeit des Begriffes erlaubt in vielen Fäl len die Konstruktion sozialer Verhaltensweisen, bei denen die Dimension des Wünschenswerten mit denen der realen Vollzugsform kaum noch Berührungspunkte haben. Versucht man dem Vorschlag zu folgen, Freizeit als die nicht durch Berufsarbeit bestimmte Zeit zu definieren, so wird sehr schnell deutlich, daß dadurch eine Vielzahl von Verhaltensmöglichkeiten angebbar erscheint, die nicht direkt mit „Unterhaltung“ oder „Erholung“ umschrieben werden können. „Die Zeit ist nicht nur astronomisch und quantitativ, sondern auch sozial und qualitativ zu verstehen“ (Wilensky, 1972, S. 171). Damit ist die Frage nach der internen Struktur des Freizeitverhaltens angesprochen, die jenseits der Illusion von der „freien Zeit“ anzusiedeln ist. Die soziale Dimension der Zeit stellt in Verbindung mit Freizeitverhalten auf soziale Bewertungen ab, d.h. Freizeit wird kulturell und normativ bestimmt und entzieht sich dadurch der „freien Verfügbarkeit“. Dispositionsfreiheit als soziales Merkmal von Freizeit verdeckt oder überlagert zunächst erworbene Einstellungen, da dies mit zu den inhaltlichen Voraussetzungen gehört, sich in der Freizeit als Mensch weitgehend selbstverwirklichen zu können
Humanities · Political science · Philosophy · Social and Demographic Issues in Germany · Social Policies and Healthcare Reform · Sociology and Education Studies
Freizeit, Bildung und Peers – informelle Bildungsprozesse im Kontext heterogener Freizeitwelten und Peer-Interaktionen Jugendlicher
Informelle Bildung — Bildungsprozesse im Kontext von Peerbeziehungen im Jugendalter
Freizeitverhalten als Ausdruck sozialer Ungleichheiten oder Ergebnis individualisierter Lebensführung
| Citations per year | 0.14 |
|---|---|
| Citation span | 2005 - 2010 (6) |
| Highly cited | No |