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Repräsentation sozialer Strukturen im Wissen. Dokumentarische Methode und Habitusrekonstruktion

Bibliographic Data

ID20077191
AuthorsMichael Meuser (University of Bremen, corresponding author)
Year2008
Pages209-224
Publication date2008-02-05
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueDie dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-90741-3_10
OpenAlexW4245535708
ISBN9783531907413
LanguageDE
Citations received10

AuszugDie für das Alltagswissen typische Haltung, sich die Welt in Gestalt binärer Oppositionen zu erklären, ist auch in der Soziologie nicht unbekannt. Hier begegnet man einem solchen Denken z.B. in der Gegenüberstellung von Mikro- und Makrosoziologie oder von qualitativen und quantitativen Methoden. Im Sinne klarer Zuständigkeiten werden die qualitativen Verfahren vielfach der Mikro- und die quantitativen der Makrosoziologie zugeschlagen. Bei den meisten solcher binärer Oppositionen handelt es sich nicht um ein Verhältnis komplementärer Gleichgewichtigkeit. Vielmehr pflegt, wie Simmel (1985, 200) gezeigt hat, die eine Seite die Relation zu dominieren bzw., mit Luhmann (1988c, 49) gesprochen, erfordern „anschlußfähige Unterscheidungen eine (wie auch immer minimale, wie immer reversible) Asymmetrierung“. In dieser Asymmetrie finden sich die Mikrosoziologie und die qualitativen Verfahren gewissermaßen auf der Seite der ‚armen Verwandten‘ wieder. Dies hat wiederum die Konsequenz, dass den quantitativen Verfahren zwar zugetraut wird, auch das Geschäft der Mikrosoziologie zu besorgen, ein makrosoziologisches Potenzial der qualitativen Verfahren hingegen gewöhnlich nicht gesehen wird

German Social Sciences and History · Philosophy · Public Administration and Political Analysis · Sociology and Education Studies

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Unique citing works10
Citations per year0,63
Citation span2010 - 2024 (15)
Citation velocityrecent
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 10

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