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Kommunikation ohne Anwesenheit

Ambivalenzen der postindustriellen Wissensgesellschaft

Bibliographic Data

ID20082288
AuthorsPeter A Berger, Peter Berger (0000-0003-4232-3732, corresponding author)
Year1999
Pages145-167
Publication date1999-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessYes
TypeCHAPTER
VenueSpiel Ohne Grenzen? (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-322-87322-4_7
OpenAlexW81417281
ISBN9783322873224
LanguageEN
Citations received3
References cited9

Als zeitdiagnostisches Zauberwort hat Globalisierung in den letzten Jahren die „Postmoderne“ und entsprechende Vorstellungen von einem Ende nicht nur der „großen Utopien”, sondern „der Geschichte“ überhaupt, abgelöst. Weit über die Feuilletons hinaus hat dabei der Globalisierungsdiskurs als eine Art neu „Meta-Erzählung” eine bemerkenswert steile Karriere gemacht: Fair viele Politiker, aber auch für viele Sozialwissenschaftler, scheint sich mit der Rede von „Globalisierung“ die Hoffnung zu verbinden, einen allenthalben vermuteten, meist mehr gefühlten als analysierten, qualitativen Sprung in den rapiden Dauerveränderungen der räumlichen Strukturen, der kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Verflechtungen zeitgenössischer Gesellschaften erfassen zu können.1 Zudem verstehen sich inter- und transnational tätige Manager, Aktien- und Devisenhändler, Experten für Computer- und Kommunikationstechnologien, vielreisende Politiker, Medienstars, Künstler und Wissenschaftler, von denen viele zur Gruppe der „Symbolanalytiker” im Sinne Robert B. Reichs (1993: 199) gerechnet werden können, nur allzu gern als Angehörige einer prestigeträchtigen Elite von Globalisierungsgewinnern, die die „Weltgesellschaft“ nicht nur als theoretische Möglichkeit denkt, sondern sie praktisch schafft und z.T. schon lebt. Im ökonomischen Bereich ist „Globalisierung” schließlich schnell zu einem Kampfbegriff geworden, mit dem in wirtschafts- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen auf die verschärfte internationale Konkurrenz und auf die (unausweichlichen?) „Zwänge“ eines deregulierten Weltmarktes, auf die anderswo (immer?) billigeren Arbeitskräfte und die (stets?) geringeren Lohnnebenkosten, die (angeblich?) niedrigeren Steuern und die (natürlich?) längeren Arbeitszeiten u.a.m. verwiesen wird

Humanities · Political science · Philosophy · Sociology and Education Studies

  • Soziale Ungleichheiten und soziale Ambivalenzen

    Peter A Berger, Peter Berger•Gesellschaftsbilder Im Umbruch•2001

  • Transformation der Notwendigkeit

    Uwe H Bittlingmayer•Theorie Als Kampf?•2002

  • Mobility, Space and Social Structuration in the Second Modernity and Beyond

    Magdalena Nowicka•Mobilities•2006

  • Die Gesellschaft der Gesellschaft

    Niklas Luhmann•Die Gesellschaft der Gesellschaft•1997

  • Individualisierung

    Open Access•Peter A Berger, Peter Berger•Individualisierung•1996

  • Die Verheißungen der Dienstleistungsgesellschaft

    Open Access•Pamela Gro, Peter Gross•Die Verheißungen der Dienstleistung…•1983

  • The Politics of Uncertainty

    Peter Marris•The Politics of Uncertainty•2003

  • Gemeinschaft und Gesellschaft

    Open Access•Ferdinand Tönnies•Studien Zu Gemeinschaft und…•2012

  • Modernity and Self-Identity

    Anthony Giddens•New Social Theory Reader•2020

  • Die Gesellschaft der Gesellschaft

    Julian Müller, Ansgar Lorenz•Niklas Luhmann•2016

  • Transnationale Soziale Räume

    Ludger Pries•Zeitschrift für Soziologie•1996

Unique citing works3
Citations per year0,12
Citation span2001 - 2006 (6)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 3

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