Zeit zu Zetteln! – Eine Praxis zwischen Peer- und Schülerkultur
Datos Bibliográficos
| ID | 20083703 |
|---|---|
| Autores | Hedda Bennewitz (autor de correspondencia) |
| Año | 2009 |
| Páginas | 119-136 |
| Fecha de publicación | 2009-01-01 |
| Peer Reviewed | Sí |
| Open Access | No |
| Tipo | CHAPTER |
| Revista | Kinder in der Schule (SOURCE_BOOK) |
| Editorial | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-91551-7_8 |
| OpenAlex | W101217650 |
| ISBN | 9783531915517 |
| Idioma | DE |
| Citas recibidas | 4 |
| Referencias citadas | 10 |
Im Klassenzimmer finden sie sich in allen Varianten: als Arbeitsblatt, Schreibzettel, Nachricht an die Eltern, Informationsblatt, Schmierzettel, Hausaufgabenzettel, Klausurblatt, Test, Notizzettel, Zeugnis, etc.. Zettel sind ständige Begleiter des Unterrichts. Neben diesen ȁoffiziellen’ Zetteln und Papieren finden sich aber auch solche, die nicht für die Augen von allen Mitschülern, Lehrern und Eltern gedacht und dennoch allen schulischen Akteuren bestens vertraut sind: Spickzettel, Schülerbriefchen und Briefbüchlein (vgl. auch Breidenstein in diesem Band). Aus der Perspektive von Lehrerinnen handelt es sich beim Schreiben dieser „Zettelvarianten“ oft um ein mehr oder minder schweres, den Unterricht störendes Vergehen, das wahlweise möglichst zu unterbinden oder zu ignorieren ist. Obgleich das Briefchenschreiben zu einer weit verbreiteten unterrichtlichen Praktik, vor allem von Schülerinnen zählt, gibt es nur sehr wenige Publikationen, die sich mit diesem Phänomen befassen (vgl. Cherubim 1981). Welche Bedeutung das Schreiben von Briefchen für jugendliche Schülerinnen und Schüler hat, möchte ich daher in meiner ethnographischen Studie herausarbeiten. Ich stütze mich bei der Analyse dieser Schülerpraktiken auf ethnographische Unterrichtsprotokolle und Schülerbriefchen, die ich im Rahmen eines Forschungsprojekts zwischen 2001 und 2004 in einer Schulklasse eines Gymnasiums erhoben bzw. erhalten habe (vgl. Breidenstein 2002). Ich werde zunächst die theoretischen und methodischen Grundannahmen meiner Studie darlegen (1) und kurz in das Feld der Forschung einführen (2). Im Anschluss werde ich am Beispiel eines Schülerbriefchens und mehrerer Sequenzen aus verschiedenen Unterrichtsprotokollen Funktionen und soziale Praktiken des ȁZettelns“ beschreiben (3). In einer abschließenden Theoretisierung werde ich zeigen, dass mit diesem kulturanalytischen Zugang ein empirisch begründeter Beitrag zur Aufhellung des Verhältnisses von Peer- und Schülerinsein geleistet werden kann (4)
Art · Humanities · Political science · Linguistic Education and Pedagogy · Linguistic research and analysis · Sociology and Education Studies
| Obras citantes distintas | 4 |
|---|---|
| Citas por año | 0,27 |
| Intervalo de citas | 2011 - 2018 (8) |
| Velocidad de citación | historical |
| Altamente citado | No |
| Tipos de cita | Neutras: 3 |