Agrarpolitik im Umbruch
Von der Landwirtschaft zur Amtswirtschaft
Bibliographic Data
| ID | 20086572 |
|---|---|
| Authors | Elmar Rieger (0000-0002-8865-5831, corresponding author) |
| Year | 2007 |
| Pages | 333-361 |
| Publication date | 2007-10-17 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Regieren in der Bundesrepublik Deutschland (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-90258-6_15 |
| OpenAlex | W54809436 |
| ISBN | 9783531902586 |
| Language | EN |
| References cited | 5 |
Emile Durkheim, einer der Gründerväter der Soziologie, formulierte die sozialwissenschaftliche Grundregel, dass zwischen normalen und pathologischen Zuständen eine systematische Beziehung besteht (1895/1980). Das Pathologische sei insofern ein "regulärer Wirkungsfaktor des sozialen Lebens", als die Widerstände und der Protest, den es auslöst, das bekräftigen, was in der Gesellschaft als das Richtige und das Normale gelten soll. Das Verbrechen zählte er deshalb zu den "notwendigen" und "nützlichen Erscheinungen", weil es die normativen Grundlagen des sozialen und politischen Lebens sichtbar macht. Diese Erkenntnis ist auch ein Schlüssel für das Verständnis der Agrarpolitik. So wie sich die soziale Eigenart und politische Verfassung einer Gesellschaft an dem erkennen lässt, was unter Strafe gestellt ist, so lässt sich auch die Eigenart einer Policy daran ablesen, welchen Pathologien sie Raum gibt. Und wenn es unvermeidlich ist, dass Policies Pathologien erzeugen, dann ist schließlich die Gestalt einer Policy nichts anderes mehr als die aufsummierten Reaktionen auf sie — mit der Folge, dass ihre eigentlichen Aufgaben vergessen werden
Political science · Economic and Social Issues · German Social Sciences and History · Globalization, Historical Perspectives, and International Relations
| Highly cited | No |
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