Eine Theologie der Gemeinschaft im Zeitalter der Glaubensspaltung
Bibliographic Data
| ID | 20453386 |
|---|---|
| Authors | Peter Opitz (0000-0002-9584-5561, corresponding author) |
| Year | 2010 |
| Pages | 199-214 |
| Publication date | 2010-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zwingliana (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0254-4407 • E-ISSN: 2296-469X |
| Publisher | Zwingliana (PUBLISHER) |
| DOI | 10.69871/cr58mb57 |
| OpenAlex | W1952864345 |
| Language | DE |
Heinrich Bullinger war nicht nur Prediger, Seelsorger, Schulherr und Historiker, er war auch, und keineswegs beilaufig, Theologe. Er war allerdings als Theologe immer auch Prediger, Seelsorger, Schulherr und Historiker. «Systematische» Anspruche, wie sie in theologischen Konzeptionen des 17. Jahrhunderts anzutreffen sind, hat er keine erhoben, und dies – zumindest auch – aus durchaus theologischen Grunden. Vielmehr bleibt er der Loci-Methode, welche zentrale biblische Topoi aus den biblischen Schriften selber erhebt und im Zusammenhang der theologischen Tradition diskutiert und erlautert, treu. Dies, verbunden mit der Tatsache, dass Bullinger sehr zahlreiche, unterschiedlichen Themen gewidmete Schriften verfasst hat, macht die Aufgabe, auf beschranktem Raum Bullingers theologisches Anliegen gleichsam von innen her aufzuschliesen, nicht einfacher, besonders wenn dabei nicht willkurliche Beobachtungen aneinandergereiht, sondern ein aufweisbarer Bezug zu seinen eigenen Gedankengangen gewahrt werden soll. Der hier gewahlte Weg setzt exegetisch an. Ausgangspunkt soll ein einziger Satz Bullingers bilden: Seine Definition des Abendmahls, wie er sie in der 49. Predigt seiner «Dekaden» von 1552 gibt. Das mag zunachst uberraschen, scheint doch Bullingers Haltung in den Abendmahlsauseinandersetzungen der 30er und 40er Jahre nicht darauf hinzudeuten, dass er dem Abendmahlsgeschehen eine zentrale Stellung in Theologie und Frommigkeit zumessen wurde. Dennoch: Nicht nur fur Luther, auch fur Bullinger gilt, dass in der von ihm vertretenen Abendmahlslehre sein Evangeliumsverstandnis in nuce zum Ausdruck kommt, so dass sich Grundzuge seines theologischen Anliegens im Spiegel seiner Abendmahlsdefinition sichtbar machen lassen. Bullingers Definition des Abendmahls, von deren Gliedern wir uns im Folgenden leiten lassen, lautet
Humanities · Historical, Literary, and Cultural Studies · Philosophy · Reformation and Early Modern Christianity
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |