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Die Welt der Kunst

Formen der Spezifikation des Beobachtens

Bibliographic Data

ID20485722
AuthorsN Luhmann (0000-0003-1108-058X, corresponding author)
Year2021
Volume24
Issue1-2
Pages232-265
Publication date2021-11-26
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueSoziale Systeme (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0948-423X • E-ISSN: 2366-0473
PublisherWalter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE)
DOI10.1515/sosys-2019-0014
OpenAlexW4200559107
LanguageEN
References cited12

Eine angemessene theoretische Beschreibung der Kunst muss sich von den philosophischen Traditionen lösen. Dies geschieht durch einen Ansatz, der von dem unterscheidungstheoretischen Begriff der Beobachtung und darauf aufbauend dem Konzept der Beobachtung 2. Ordnung ausgeht. Auf diese Weise können neue Ansätze einer Theorie der Ästhetik skizziert werden, für die ein entsprechender Begriff der Wahrnehmung zentral ist. Wahrnehmung kann als eine besonders kompakte, unterscheidungsbezogen simultane Form der Beobachtung beschrieben werden. Die Wahrnehmung eines Kunstwerks ist eine dritte Möglichkeit des Beobachtens: das Kunstwerk benutzt eine Unterscheidung, um die eine und nicht die andere Seite zu fokussieren, diese aber gleichzeitig mitzuzeigen, und es benutzt eine Vielzahl von aufeinander verweisenden Unterscheidungen gleichzeitig. Dies führt zu einer Erstaunlichkeit des Kunstwerks und stellt besondere Anforderungen an den Beobachter von Kunst. Diesen Beobachter der Kunst und die von ihm vorausgesetzten Unterscheidungen kann wiederum ein Beobachter – die Literatur, die Psychologie, die Soziologie – beobachten. Die Erstaunlichkeit des Kunstwerks ist Anlass für und ist ein Medium der Kommunikation über Kunst, da verschiedene Beobachter Verschiedenes sehen. Entsprechend kann man Zusammenhänge zwischen dem Formangebot der Kunstwerke und der Ausdifferenzierung der Kunst als soziales System identifizieren. Abschließend wird auf dieser Basis nach der binären Codierung des gesellschaftlichen Funktionssystems Kunst gefragt

Art · Humanities · Philosophy · Public Spaces through Art · Social and Cultural Dynamics · Social Representations and Identity

  • Every good regulator of a system must be a model of that system †

    Open Access•Roger C Conant, W Ross Ashby•International Journal of Systems…•1970

  • Biologie der Kognition

    Humberto R Maturana•Erkennen : Die Organisation und…•1985

  • Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen

    Open Access•N Luhmann•Kann Die Moderne Gesellschaft…•1985

  • Choices, values, and frames

    Daniel Kahneman, Amos Tversky•American Psychologist•1984

  • Autopoiesis

    Open Access•F W Roush•Mathematical Social Sciences•1984

  • Triadic Distributions and Contrepied Strategies

    Open Access•Philippe Van Parijs•Journal for the Theory of Social…•1977

  • Cross-Cultural Understanding

    David Bidney, F S C Northrop et al.•Philosophy East and West•1965

Highly citedNo

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