Le changeant et l'immuable
Quelques réflexions à propos de la Chine
Bibliographic Data
| ID | 21088377 |
|---|---|
| Authors | Jacques Gernet (corresponding author) |
| Year | 1993 |
| Volume | 100 |
| Issue | 1 |
| Pages | 27-31 |
| Publication date | 1993-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Actes de la recherche en sciences sociales (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0335-5322 • E-ISSN: 1955-2564 |
| Publisher | PERSEE Program (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3406/arss.1993.3069 |
| OpenAlex | W1981199922 |
| Language | EN |
Wandel und Unwandelbares So begeistert die Chinesen auch, im 16. und 17. Jahrhun-dert, aus dem Westen kommende mathematische Techniken, Rechenverfahren, Recheninstrumente, sowie astronomische Modelle bei sich aufnahmen, sosehr verwarfen sie zugleich aile Arten theologischer überlegungen und logischer Ableitungen, die fur die abendländischen Reisenden damit untrennbar verbunden waren. Die jesuitischen Missionare sahen sich genötigt, ihre, ebensowohl theologischen, wie mathematischen Ableitungen auf dem Prinzip der Widerspruchslosigkeit aufzubauen. Denn der logische Begriff des Widerspruchs unterscheidet sich grundlegend von demjenigen der, wesentlich praktisch ausgerichteten, sich ergänzenden Gegensätze, der im chinesischen Denken vorherrscht. Dièses misst, wie etwa der I Ging, das Buch der Wandlungen, deutlich werden lässt, dem Zeichen, der Stellung und dem Zeitpunkt eine weit grössere Bedeutung bei, was beispielsweise Abhandlungen über Kriegs- oder politische Strategie sich zueigen gemacht haben. In der Mathematik ebenso, wie in den religiösen Fragen ist sein Interesse mehr auf das sich Wandelnde, als auf das Bleibende ausgerichtet, mehr auf die Besonderheit des konkreten Falls, als auf das, aller Bestimmungen beraubte Absolute
Humanities · Historical Studies and Socio-cultural Analysis · Philosophy
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