On the history of the dotted runes and the connexion to the British Isles
Bibliographic Data
| ID | 21294496 |
|---|---|
| Authors | Michael Schulte (0000-0003-3478-7385, Fakultet for humaniora og pedagogikk, Institutt for nordisk og mediefag Universitetet i Agder Postfach 422 NO-4604 Kristiansand Kristiansand Norwegen, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Volume | 142 |
| Issue | 1 |
| Pages | 1-22 |
| Publication date | 2020-03-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0005-8076 • E-ISSN: 1865-9373 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/bgsl-2020-0001 |
| OpenAlex | W3009256654 |
| Language | EN |
Der Beitrag untermauert die mehrfach (vor allem von Hagland/Page 1998) geäußerte Vermutung, dass die punktierten Runen zu diakritischen Zwecken auf den Britischen Inseln entstanden sind, und zwar an Orten, wo die englische, skandinavische und keltische Bevölkerung in engem Kontakt miteinander stand. Auch der lateinische Einfluss auf Manuskriptrunen wird ausführlich diskutiert. Ein Zentrum dieser multikulturellen Mischgesellschaft war die Insel Man. Bei ihren Schreibern steht zu vermuten, dass sie außer den skandinavischen und englischen Runen vor allem die Ogam-Schrift kannten, in der Punkte ebenso wie Kerben eine konstitutive und nicht nur diakritische Rolle spielen. Dies könnte die Schreiber zur Punktierung von Runen angeregt haben. Die für diese These wichtigste Inschrift Kirk Michael III, in der Runen und Ogam kombiniert erscheinen, wird detailliert untersucht. Verschiedene ungrammatische Formen werden als Zeichen eines fortschreitenden Sprachverfalls ( language attrition ) des Skandinavischen gedeutet. Die Entstehung der Inschrift wird aus kunstgeschichtlichen Gründen in der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts, auf jeden Fall aber vor 1000 angesetzt. Diese Datierung lässt einen Transport der neuen diakritischen Technik nach Skandinavien vor ihrem ersten Auftreten in dortigen Inschriften zumindest möglich erscheinen
Art · Humanities · Lexicography and Language Studies · Linguistic Variation and Morphology · Linguistics and language evolution
| Citation velocity | historical |
|---|---|
| Highly cited | No |