The Boy and the Snake“
Eine schottische Parallele zu Grimms Märchen von der Unke
Bibliographic Data
| ID | 21319628 |
|---|---|
| Authors | Heinz Rolleke (NeussDeutschland, corresponding author) |
| Year | 2020 |
| Volume | 61 |
| Issue | 1-2 |
| Pages | 9-25 |
| Publication date | 2020-06-25 |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Fabula (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0014-6242 • E-ISSN: 1613-0464 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/fabula-2020-0002 |
| OpenAlex | W3041765954 |
| Language | EN |
| Citations received | 1 |
Grimms Märchen von der Unke (KHM 105) wurde 1813 nach mündlicher Tradition in Hessen aufgezeichnet. Erst in der fünften KHM-Auflage von 1843 erhielt es seine endgültige allbekannte Gestalt. Die Textzusätze betonen die totemistischen Züge der Erzählung. Die erste Aufzeichnung macht durch einen Vergleich mit einem entlegenen Zeugnis aus dem Jahr 1626 deutlich, dass die alte Geschichte in der deutschen Tradition bis auf den Kern der Handlung geschrumpft war, so dass das Märchenwunder des gemeinsamen Mahls von Kind und Schlange inzwischen in Form eines realen Ereignisses erzählt wurde. Davon dürfte auch eine jüngst erschienene Parallelfassung ausgegangen sein, die auf eigenständiger, nicht durch die KHM beeinflusster schottischer Tradition basiert. Hier ist die Handlung realistisch und genau lokalisiert, die Figuren tragen individuelle Namen, der Zusammenhang zwischen dem Tod der Schlange und dem des Kindes wird nicht totemistisch, sondern kinderpsychologisch erklärt. Eine Synopse der Fassung Grimms und Williamsons gibt weitere interessante Aufschlüsse
Art · Humanities · Folklore, Mythology, and Literature Studies · German Literature and Culture Studies · Scientific and Historical Analyses
| Citations per year | 0.25 |
|---|---|
| Citation span | 2022 - 2022 (1) |
| Highly cited | No |